Universität Leipzig
Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung (Lehramt)
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
(Polyvalenter Bachelor mit dem berufsfeldspezifischen Profil für das Lehramt an Grund-, Mittel -und Förderschulen sowie das Höhere Lehramt an Gymnasien)
Formalia
Bedingungen der Einschreibung
Der Studiengang ist durch einen uniinternen Numerus Clausus zulassungsbeschränkt. Außerdem sind fremdsprachliche Kenntnisse Voraussetzung für eine Zulassung: Englisch (mindestens fünf zusammenhängende Jahre Schulunterricht oder Niveau B2) und eine weitere Fremdsprache (mindestens drei zusammenhängende Jahre Schulunterricht oder Niveau A2).
Studienbeginn ist zum Wintersemester.
Umfang und Aufbau des Studiengangs
Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Es sind insgesamt 180 ECTS-Punkte zu erbringen; davon 60 ECTS-Punkte im Fach Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung, sowie 50 ECTS-Punkte in einem zweiten Fach.
Kombination mit anderen Fächern
Die Studierenden immatrikulieren sich in den Lehramtsbachelorstudiengang, entscheiden sich für zwei Kernfächer und legen dabei fest, welches von beiden das erste Kernfach ist.
Im ersten Kernfach wird i.d.R. die Bachelorarbeit verfasst. Welche Kernfächer miteinander kombiniert werden können, ist in der Lehramtsprüfungsordnung (LAPO I) festgelegt.
Inhalte
Konzeption und (inter-)disziplinäre Ausrichtung
Die Ausbildung für Lehramtsstudierende im Fach Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung umfasst folgende Bereiche: Wissen und Macht, Identität und Repräsentation, Politik und Organisation, Globalisierung und Ökonomisierung, Fachdidaktik Gemeinschaftskunde, Grundzüge der Soziologie sowie Bildungswissenschaften.
Modulbeschreibung
Modul 1 Wissen und Macht 1&2
Themen: Analyse des Zusammenhanges von Wissen und Macht; Einsicht in Herrschaftsmechanismen, Aufklärungsideale und Wissenssysteme, Auseinandersetzung mit demokratietheoretischen Fragen; Einsicht in historische Prozesse der Machtbildung und -konzentration.
Modul 2 Politik und Organisation 1&2
Themen: Beschäftigung mit Theorie und Praxis der Organisation; Einsicht in das Spannungsverhältnis von Bürokratie und Demokratie; Auseinandersetzung mit dem Wandel resp. Verfall demokratischer Regierungssysteme.
Modul 3 Identität und Repräsentation 1&2
Themen: Einsicht in die theoretische, künstlerische oder machtpolitische Konstruktion von Gleichheit und Differenz, Integration und Marginalisierung, Privilegierung und Benachteiligung samt ihren Effekten für Politik und Gesellschaft.
Modul 4 Globalisierung und Ökonomisierung 1&2
Themen: Einsicht in die vielfältigen Probleme der durch Globalisierung ausgelösten Transnationalisierung von Politik, Gesellschaft, Kultur und Kommunikation.
Modul 5 Grundzüge der Soziologie 1
Themen: Darstellung von Argumentations- und Arbeitsweisen der empirischen Soziologie/Vermittlung von Kenntnissen zu selbstständigem Erkennen von sozialwissenschaftlichen Problemen sowie anwendungsbezogenes Wissen zu Sozialpolitik und Sozialstrukturanalyse.
Art des Gender-Bezugs
Explizite Verankerung eines Gender-Bezugs durch eigenständige Gender-Module
Der Studiengang weist keine explizite Verankerung von Gender-Bezügen durch eigenständige Gender-Module auf.
Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung
Der Studiengang weist keinen Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung auf.
Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in den Modulbeschreibungen
Ein Genderbezug findet sich in Modulbeschreibungen bzw. als Teilinhalt einzelner Module und es werden Seminare mit einer konkreten Bezugnahme auf das Geschlechterverhältnis angeboten. In den Modulbeschreibungen der Wahlpflichtmodule 5 Identität und Repräsentation I und II werden folgende Ziele und Inhalte formuliert: Wer „wir“ sind, hängt davon ab, wie „wir“ repräsentiert werden. Unterschiede wie schwarz und weiß, Deutscher oder Europäer, Mann und Frau sind weder einfach naturgegeben noch Resultate privater (Selbst-) Zuschreibung. Sie werden vielmehr sozial „konstruiert“, medial verbreitet und politisch gegebenenfalls durchgesetzt. Nicht zuletzt ist die Wissenschaft (neben Kunst und Pädagogik) an der Fabrikation derartiger Identitäts-Vorstellungen beteiligt. Weil Repräsentationsprozesse immer Gemeinschaftsleistungen sind, liegt es nahe, nach den gesellschaftlichen Effekten einer (Stereo-) Typenbildung (wie etwa „der Ausländer“) zu fragen: Wen meinen sie, wer gehört nicht dazu? Oder: Wer wird wem über- bzw. untergeordnet? Oder ganz alltäglich: Welche Berufe stehen wem faktisch offen?
Beteiligte Professuren mit Gender-Denominierung
Die am Studiengang beteiligten Lehrstühle weisen keine Gender-Denominierung auf.
Selbstdarstellung
Kontakt/Studienfachberatung
Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie
Institut für Kulturwissenschaften
Dr. Harald Homann
04107 Leipzig, Beethovenstraße 15
Telefon:+49(0) 341 97 35673
E-Mail: homann@rz.uni-leipzig.de
Institut für Politikwissenschaften
M.A. Esther Donat
04107 Leipzig, Beethovenstraße 15
Telefon:+49(0) 341 97 35623
E-Mail: politsek@rz.uni-leipzig.de

