Fachhochschule München
Interkulturelle Kommunikation und Kooperation
Abschluss: (Berufsbegleitender) Master of Arts (M.A.)
Formalia
Bedingungen der Einschreibung
Der interdisziplinäre Masterstudiengang Interkulturelle Kommunikation und Kooperation an der Hochschule München wurde für die Weiterbildung berufstätiger Fach/HochschulabsolventInnen aus dem In-und Ausland konzipiert. Er richtet sich an deutsche und internationale HochschulabsolventInnen, die bereits über eine mindestens einjährige Berufserfahrung, möglichst im internationalen Kontext, verfügen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist demzufolge die Nachweisbarkeit eines Hochschulabschlusses und einer mindestens einjährigen Berufserfahrung. Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester.
Umfang und Aufbau des Studiengangs
Das Studium wird über eine Dauer von fünf Semestern berufsbegleitend in Blockveranstaltungen am Wochenende oder abends absolviert.
Kombination mit anderen Fächern
Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet. Darüber hinaus ist keine Kombination mit anderen Fächern vorgesehen.
Inhalte
Konzeption und (inter-)disziplinäre Ausrichtung
Der Studiengang wird angeboten vom Institut für Interkulturelle Studien. Das Institut ist eine Einrichtung der Fakultät für Studium Generale & Interdisziplinäre Studien an der Hochschule München. Studienziele sind u.a. die Verbesserung der interkulturellen Handlungskompetenz, die Entwicklung eines vertieften Verständnisses für Probleme und Möglichkeiten interkultureller und multikultureller Kommunikation und Zusammenarbeit im In-und Ausland. Darüber hinaus werden spezifische, handlungsrelevante Kompetenzen im Bereich internationaler und interkultureller Beziehungen vermittelt.
Modulbeschreibung
Modul 1 Grundlagen der Interkulturellen Kommunikation
Themen: allgemeine theoretische und begriffliche Grundlagen der Interkulturalität; Einordnung spezifischer interkultureller Themenstellungen und Begriffe; Kultur, kulturelle Zeichen und Symbole, kulturelles Gedächtnis, der/das/die Fremde, Interkultur, Wahrnehmung, Stereotypen, Kulturlernen, kulturelle Anpassung, Kulturmodelle und -dimensionen; Beschäftigung mit Kommunikation, Botschaft und Bedeutung, Hindernisse der interkulturellen Kommunikation, kulturelle Einflüsse auf Kommunikation.
Module der Fachwissenschaften
Modul 2a Interkulturelle Philosophie
Themen: Was leistet die „Interkulturelle Philosophie“?; Methoden der Interkulturellen Philosophie werden anhand eines Strukturschemas des Fachs in seiner Gesamtheit dargestellt; zentrale Inhalte sollen entlang der Entwicklung von Hauptgedanken aus den philosophischen Stiftertraditionen (Indien, Griechenland, China) aufgerissen werden; Ideenhintergrund konkreter Kulturphänomene.
Modul 2b Soziologie der ethnischen Beziehungen
Themen: Fremdenfeindlichkeit und Ethnozentrismus in Soziobiologie und Soziologie, Ethnischer und demotischer Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus, Stereotype, Vorurteile und Soziale Identität, Migration und Integration, Minderheitenbildung und soziale Konflikte, Theoretische Erklärungen zur Fremdenfeindlichkeit.
Modul 2c Globalisierung: Wirtschaft und Politik
Themen: Globalisierung und interkulturelle Kommunikation; politische Rahmenbedingungen der Globalisierung; Auswirkungen auf Individuen, Unternehmen und Staaten.
Modul 2d Internationales Wirtschaftsrecht
Themen: Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses der internationalen Wirtschaftsordnung, der Rechtsordnung der EU sowie des Welthandelsrechtes, geprägt durch das multilaterale Handelssystem der WTO; Internationales Kauf- und Vertragsrecht, Internationales Unternehmensrecht, Internationales Gesellschaftsrecht, Internationales Wettbewerbs- und Konkursrecht und das Internationale Steuerrecht.
Modul 2e Europäisches Arbeitsrecht
Themen: Einfluss des Europäischen Arbeitsrecht auf nationales Recht; Erlernen einer professionellen Anwendung des Europäischen Arbeitsrechts am Arbeitsplatz; Entstehungsgeschichte und künftige Entwicklung des Europäischen Arbeitsrechts; Rechtsquellen (z.B. Verordnungen, Richtlinien, Richterrecht); Freizügigkeit der Arbeitnehmer in Europa; Gleichstellung von Männern und Frauen im Europäischen Arbeitsrecht; Mutterschutz, Elternzeit, Schutz behinderter Arbeitnehmer, Schutz bei Massenentlassungen.
Modul 2f Interkulturelle Gesprächsforschung
Themen: Merkmale und Besonderheiten interkultureller Gespräche; „Interkulturelle Gesprächsforschung“; Methoden der Gesprächsanalyse.
Modul 2g Interkulturelle Landesstudien Theorie und Praxis
Themen: Vermittlung von kulturwissenschaftlichen Denkansätzen und methodischen Werkzeugen; Studium verschiedener „Landes“-Kulturen; Anwendung und praktische Einübung von Analysefertigkeiten an Fallbeispielen vor allem zum Kulturtransfer Europa – Amerika, Europa – Asien (und umgekehrt). Schwerpunkte: englischsprachige und französischsprachige Kulturen, jeweils in deutscher bzw. europäischer Perspektive.
Modul 3 Lern-und Arbeitstechniken/ Projektplanung
Themen: Auffrischung: Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten; Arbeitstechniken; Projektmanagement.
Modul 4 Fachwissenschaften
Art des Gender-Bezugs
Explizite Verankerung eines Gender-Bezugs durch eigenständige Gender-Module
Der Studiengang weist keine explizite Verankerung von Gender-Bezügen durch eigenständige Gender-Module auf.
Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung
Der Studiengang weist keinen Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung auf.
Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in den Modulbeschreibungen
Ein Genderbezug ist zum Teil in den Inhalten der Wahlpflichtmodule festgeschrieben. Der Beschreibung der Fachwissenschaft Modul 2e Europäisches Arbeitsrecht ist zu entnehmen, dass das Gemeinschaftsrecht und damit auch das Europäische Arbeitsrecht immer mehr auf das nationale Arbeitsrecht in den Mitgliedstaaten Einfluss nimmt Die dazugehörige Vorlesung vermittelt die wichtigsten Grundlagen für eine professionelle Anwendung des Europäischen Arbeitsrechts am Arbeitsplatz. Sie orientiert sich an der arbeitsrechtlichen Praxis und wird insbesondere folgende Themen behandeln: Entstehungsgeschichte und künftige Entwicklung des Europäischen Arbeitsrechts; Rechtsquellen (z.B. Verordnungen, Richtlinien, Richterrecht); Verhältnis des Europäischen Arbeitsrechts zu nationalen Arbeitsrechtsordnungen; Freizügigkeit der Arbeitnehmer in Europa; Gleichstellung von Männern und Frauen im Europäischen Arbeitsrecht; Mutterschutz, Elternzeit, Schutz behinderter Arbeitnehmer, Schutz bei Massenentlassungen und Betriebsübergängen im Europäischen Arbeitsrecht sowie das Europäische Betriebsverfassungsrecht und Tarifrecht.
Beteiligte Professuren mit Gender-Denominierung
Die am Studiengang beteiligten Lehrstühle weisen keine Gender-Denominierung auf.
Selbstdarstellung
Kontakt/ Studienfachberatung
Prof. Dr. Katharina v. Helmolt
E-Mail: von-helm@hm.edu
Telefon:+49(0) 89-1265-2218
Stand: Okt. 2009

