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Freie Universität Berlin

 

Politikwissenschaft

 

Abschluss: Master of Arts (M.A.)

 

Formalia

 

Bedingungen der Einschreibung

Der Studiengang Politikwissenschaft ist durch einen Numerus Clausus zulassungsbeschränkt. Studienbeginn ist zum Wintersemester.

Umfang und Aufbau des Studiengangs

Die Regelstudienzeit beträgt zwei Jahre. Es sind insgesamt 120 Prüfungs- und Studienleistungen, davon 30 ECTS-Punkte im Kernbereich, 60 im Vertiefungsbereich und 30 für die Erstellung einer Masterarbeit mit begleitendem Kolloquium, zu erbringen.

Kombination mit anderen Fächern

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Fächern sind nicht vorgesehen.

 

Inhalte

 

Konzeption und (inter-)disziplinäre Ausrichtung

Der konsekutive, stärker forschungsorientierte Masterstudiengang Politikwissenschaft ermöglicht AbsolventInnen des Bachelorstudiengangs Politikwissenschaft oder eines gleichwertigen Hochschulabschlusses eine Erweiterung der fachlichen Kenntnisse sowie eine Vertiefung durch die Spezialisierung in einem Teilbereich des Faches. Zur Wahl stehen dabei Schwerpunktsetzungen in den Bereichen der Theorie, der Politik, der geschichtlichen, rechtlichen und ökonomischen Grundlagen politischer Strukturen und Prozesse sowie des politischen Handelns einzelner Akteure, der internationalen und transnationalen Beziehungen mit den besonderen Schwerpunkten der internationalen politischen Ökonomie, der Friedens und Konfliktforschung und der regionalen Integration (EU) sowie der Regionalstudien und der (vergleichenden) Analyse von politischen Systemen und Politikfeldern. Ein besonderes Merkmal dieses Studienganges besteht in der Heranführung der Studierenden an die Forschungs- und Wissenschaftspraxis. Der Masterstudiengang umfasst Module im Kern- sowie im Vertiefungsbereich. Die Module des Wahlpflichtbereichs umfassen Inhalte der Disziplinen Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und der Wirtschaftswissenschaften

Modulbeschreibung


Kernbereich


Modul Politische Theorie und Grundlagen der Politik

Themen: theoretische, geschichtliche, rechtliche und ökonomische Grundlagen politischer Ordnungen, Programme, Prozesse; Vermittlung der Anwendung von politik- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen, Schlüsseltheorien und Methoden.

Modul Politische Systeme

Themen: Systemvergleich, Politikfeldanalyse; Implementation und Evaluation von Politikinhalten; Untersuchung von Akteuren, Strukturen und Prozessen politischer Willensbildung.

Modul Internationale Beziehungen

Themen: Untersuchung von Außenpolitik (Außenbeziehungen von Staaten), internationaler Politik (Beziehungen zwischen Staaten) und transnationaler Politik (Beziehungen zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren in verschiedenen Staaten und Gesellschaften unter Berücksichtigung der vielfältigen Formen kultureller, sozioökonomischer und geschlechts-spezifischer Differenzen); theoretische Denkschulen, historische Wurzeln und zentrale empirische Problemstellungen der internationalen Beziehungen.

Vertiefungsbereich

Modul Forschungspraxis (Projektkursmodul)

Themen: Kenntnisse zur methodisch fundierten und theoretisch informierten Entwicklung politikwissenschaftlicher Fragestellungen und Forschungskonzepte; Fähigkeiten zur Entwicklung und Umsetzung eines Forschungsdesigns unter Anwendung der jeweils erforderlichen Methoden; Fähigkeiten zur Aufbereitung, Darstellung und Verteidigung der Forschungsergebnisse (u. a. Fähigkeiten zur Redaktion eines umfassenden wissenschaftlichen Textes, zur Anwendung wissenschaftlicher Präsentationstechniken).

Modul Praktikum


Wahlpflichtmodule

Modul Theoretische, geschichtliche, rechtliche und ökonomische Grundlagen der Politik

Themen: Darstellung der Teilbereiche Theorie, Geschichte, Recht und politische Ökonomie in exemplarischer Vertiefung in Bezug auf das Politische.

Modul Regionalstudien, vergleichende Analyse von politischen Systemen und Politikfeldern

Themen: Fragen des Vergleichs von Regierungssystemen inklusive ihrer intermediären Strukturen und kulturellen Merkmale, Prozesse der Transformation und des institutionellen Wandels, vergleichende Analyse der historischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Einbettung politischer Entscheidungen sowie ihre Umsetzung und Wirkung.

Modul Politisches System der Bundesrepublik Deutschland

Themen: Untersuchung politischer Institutionen, Prozesse und Politikfelder im politischen System der Bundesrepublik Deutschland; Darstellung der Entstehung, Struktur und Funktionsweise von Institutionen (etwa Regierungssystem, Wahlsystem, Staatsorganisation).

Modul Internationale Beziehungen: Internationale politische Ökonomie, Friedens- und Konfliktforschung, regionale Integration (EU)

Themen: Im Bereich internationaler Sicherheitspolitik, Friedens- und Konfliktforschung werden sicherheitspolitische Herausforderungen und unterschiedliche politische Antworten, Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Analyseebenen individueller Sicherheit (human security), staatlicher, regionaler und internationaler/globaler Sicherheit thematisiert. Außerdem werden die Kenntnisse der Ursachen und Dynamiken bewaffneter Konflikte vertieft. Im Bereich der internationalen politischen Ökonomie besteht die Möglichkeit der vertiefenden Untersuchung wirtschaftlicher Globalisierungsprozesse, daraus resultierender Steuerungsprobleme und der Verbindungen von wirtschaftlichen Fragestellungen zu anderen Politikbereichen (Sicherheit, Menschenrechte, Migration). Im Bereich der regionalen Integration werden verschiedene theoretische, methodische und empirische Perspektiven und Problembereiche der Analyse der Europäischen Integration vermittelt.

Modul Gender und Politik

Themen: Vermittlung und Vertiefung von theoretischen und empirischen Kenntnissen zu Struktur und Wandel von Geschlechterordnungen als Teil staatlicher, gesellschaftlicher, ökonomischer und kultureller Strukturen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland, Europas und im internationalen Vergleich. Dazu zählt unter anderem die Analyse der geschlechtlichen Arbeitsteilungen und damit verbundener Machtasymmetrien, von kulturellen Diskursen und ihrer politischen und medialen Repräsentationen sowie von Transformationen der Geschlechterverhältnisse unter Bedingungen der Globalisierung.

Modul Wissenschaftspraxis

Themen: Fähigkeit zur systematischen Konzeptualisierung und Durchführung eines politikwissenschaftlichen Projektes (u. a. selbstständige Forschungsarbeit, Planung und Durchführung eines Workshops, einer Konferenz oder eines studentischen Seminars); Fähigkeit, eigene Interessenschwerpunkte und Fragestellungen in eigenständige Projekte zu verwandeln und in das Studium insgesamt zu integrieren; Theoretische Reflexion; Methodenkenntnisse; Zeitmanagement; Motivationsfähigkeit; Handlungskompetenz; Soziale Kompetenz.

 

Art des Gender-Bezugs

 

Explizite Verankerung eines Gender-Bezugs durch eigenständige Gender-Module

Im Wahlpflichtbereich des Studienganges kann das Modul Gender und Politik gewählt werden. Durch die Belegung des Moduls vertiefen die Studierenden ihr Wissen über die theoretischen Grundlagen, empirischen Erkenntnisse und methodischen Konzepte der politikwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung. Die Bedeutung der Kategorie Geschlecht (und anderer gesellschaftlicher Differenzierungen wie Schicht oder Ethnie) in den unter-schiedlichen Teilgebieten der Politikwissenschaft wie politische Theorie, politische Systeme im Vergleich, politisches System der Bundesrepublik Deutschland, Internationale Beziehungen, Methoden werden exemplarisch und forschungsorientiert erarbeitet. Die Studentinnen und Studenten vertiefen die unterschiedlichen methodischen und theoretischen Zugänge der feministischen Politikwissenschaft und werden befähigt, diese in den Teilgebieten der Politikwissenschaft theoretisch und empirisch anzuwenden. Ziel des Moduls ist die Vermittlung und Vertiefung von theoretischen und empirischen Kenntnissen zu Struktur und Wandel von Geschlechterordnungen als Teil staatlicher, gesellschaftlicher, ökonomischer und kultureller Strukturen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland, Europas und im internationalen Vergleich. Dazu zählt unter anderem die Analyse der geschlechtlichen Arbeitsteilungen und damit verbundener Machtasymmetrien, von kulturellen Diskursen und ihrer politischen und medialen Repräsentationen sowie von Transformationen der Geschlechterverhältnisse unter Bedingungen der Globalisierung. Im Modul werden ideengeschichtliche Grundlagen der Geschlechterordnung und ihre Bedeutung für die politische Theorie, Kenntnisse zur Bedeutung der Geschlechterkategorie in den europäischen und internationalen Beziehungen, Kenntnisse zur Analyse und zum Verständnis der Wechselwirkungen der Zusammenhänge von wohlfahrtsstaatlichen Regimen und Geschlechterordnungen und zwischen unterschiedlichen Formen sozialer Ungleichheit und kultureller Verschiedenheit (z. B. Gender, Race, Class) und den damit verknüpften Herausforderungen an politische Steuerung sowie Kenntnisse zur Bedeutung von Geschlecht in den Prozessen der Transformation von Arbeit, Institutionen und Organisationen, Wissenspolitiken und kulturellen Praktiken im nationalen und internationalen Kontext und aus einer vergleichenden Perspektive (Gender Mainstreaming, Gender Budgets, Gender and Diversity) vermittelt. Die Studentinnen und Studenten setzen selbst-ständig Schwerpunkte, indem sie aus den unterschiedlichen Angeboten zwei Seminare auswählen.

Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung

Die Beschäftigung mit genderspezifischen Themen ist verpflichtend in die Konzeption des Studienganges eingeschrieben. Im Kernbereich des Faches wird ein Gender-Bezug durch das regelmäßige Angebot entsprechender Veranstaltungen gewährleistet.

Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in den Modulbeschreibungen

Der Beschreibung des Moduls Politische Theorie und Grundlagen der Politik ist zu entnehmen, dass die Theorie der Politik Aspekte der Ideengeschichte sowie der modernen politischen Theorie inklusive feministischer Theorieansätze umfasst. Im Modul Politische Systeme sollen im Rahmen der vergleichenden Politikfeldanalyse unterschiedliche Politikbereiche (etwa Sozialpolitik, Umweltpolitik, Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik) und öffentliches Handeln vergleichend und unter Einbeziehung geschlechtsspezifischer Differenzen untersucht werden. Im Blickpunkt des Moduls Internationale Beziehungen steht die Untersuchung von Außenpolitik (Außenbeziehungen von Staaten), internationaler Politik (Beziehungen zwischen Staaten) und transnationaler Politik unter Berücksichtigung der vielfältigen Formen kultureller, sozioökonomischer und geschlechtsspezifischer Differenzen.

Beteiligte Professuren mit Gender-Denominierung

Am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin sind derzeit 14 Professuren besetzt. Davon weisen zwei Professuren eine Gender-Denominierung auf. Prof. Dr. Dagmar Vinz ist Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender und Diversity. Darüber hinaus beschäftigt sich Prof. Dr. Babara Riedmüller mit dem Arbeitsschwerpunkt Sozialpolitik und Komparatistik unter Berücksichtigung der Geschlechterforschung.

 

Selbstdarstellung

 


Kontakt/Studienfachberatung

 

Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften

Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft

Studienbüro

Ihnestr. 21

14195 Berlin

Telefon: +49(0) 30/838- 576 00

E-Mail: polsoz-studienbuero@fu-berlin.de



Stand: Okt. 2009

Zuletzt aktualisiert: 09.04.2010 · Kryst

 
 
 
Gender Studies

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung,
Wilhelm-Röpke-Str. 6F, D-35032 Marburg Tel. 06421/28-24823, Fax 06421/28-24841, E-Mail: genderzukunft@staff.uni-marburg.de

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