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Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt

 

Politische Theorie

 

Abschluss: Master of Arts (M.A.)

 

Formalia

 

Bedingungen der Einschreibung

Das Studium kann nur im Wintersemester aufgenommen werden. Zulassungsvoraussetzung ist eine erfolgreich abgeschlossene Bachelorprüfung oder ein mindestens gleichwertiger Abschluss an einer inländischen oder ausländischen Universität oder Fachhochschule mit einer Regelstudienzeit von mindestens 6 Semestern in einem politikwissenschaftlichen oder verwandten Studiengang. Die Note des ersten akademischen Abschlusses muss „gut“ (2,5) oder besser sein. Gute Englischkenntnisse sind nachzuweisen durch fünf Jahre Englischunterricht an einer Schule (letzte Zeugnisnote muss mindestens „befriedigend“ sein), einen Unicert-Abschluss der Stufe 2, einen TOEFL-Test (internetbasierter score mind. 80, computerbasierter score mind. 213, schriftlicher Test mind. 550 Punkte) oder durch den Nachweis eines mindestens sechsmonatigen Aufenthaltes im englischsprachigen Ausland.

Umfang und Aufbau des Studiengangs

Die Reelstudienzeit umfasst zwei Studienjahre bzw. 4 Semester. Für den erfolgreichen Abschluss des Studiums müssen 120 ECTS-Punkte erworben werden. Die inhaltlichen Module des Studiengangs haben einen Umfang von 59 ECTS-Punkten. Außerdem ist entweder ein Auslandssemester vorgesehen, in dem 31 ECTS-Punkte erbracht werden sollen oder ein achtwöchiges Pflichtpraktikum mit einem Umfang von 12 ECTS-Punkten sowie ein weiteres inhaltliches Modul mit 8 ECTS-Punkten und ein Vertiefungsmodul mit einem Umfang von 11 ECTS-Punkten. Die Master-Arbeit hat einen Umfang von 23 ECTS-Punkten und für die mündliche Abschlussprüfung werden weitere 5 ECTS-Punkten angerechnet.

Kombination mit anderen Fächern

Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet. Darüber hinaus ist keine Kombination mit anderen Fächern vorgesehen.

 

Inhalte

 

Konzeption und (inter-)disziplinäre Ausrichtung

Der Studiengang zielt auf die Vermittlung theoretischer Kenntnisse und wissenschaftlicher Kompetenzen, die für eine umfassende Analyse der politischen Gegenwart notwendig sind. Das dabei zugrunde gelegte Verständnis von Politischer Theorie umfasst verschiedene Perspektiven, insbesondere eine historische, d.h. eine ideengeschichtliche und kritische Rekonstruktion systematisch relevanter Theorieansätze, eine philosophische, d.h. eine begriffliche Analyse und normative Thematisierung politischer Problemlagen und eine institutionentheoretische, d.h. eine empirisch-diagnostische Reflexion darauf, wie legitime politische Verhältnisse unter den Bedingungen komplexer Gesellschaften hergestellt werden können. Im Zentrum des interdisziplinär und international ausgerichteten Studiengangs steht die Politische Theorie. Außer der Politikwissenschaft mit ihren verschiedenen Teilgebieten sind die Philosophie, die Soziologie, die Rechtswissenschaften und die Wirtschaftswissenschaften am Masterstudiengang beteiligt.

Modulbeschreibung

Modul 1 Theorieparadigmen

Themen: Theorieverständnisse und -paradigmen innerhalb der Politikwissenschaft; Kritische Theorie und weitere kritische Ansätze (z.B. Poststrukturalismus, Diskursanalyse und feministische Theorien).

Modul 2 Politische Theorie und Philosophie

Themen: Klassische Theorien der Politik (historisch und systematisch); Grundbegriffe und Hauptströmungen der politischen Philosophie und Sozialphilosophie (historisch und systematisch).

Modul 3 Staat und Demokratie

Themen: Staats- und Demokratietheorien; Aktuelle Herausforderungen der Politik.

Modul 4 Globalisierung und internationale Politik

Themen: Demokratie und Gerechtigkeit in trans- und supranationaler Perspektive; Weltordnung und Weltinnenpolitik, Prozesse der Globalisierung; Theorien der Internationalen Beziehungen; Friedens- und Konflikttheorien.

Modul 5a Gesellschaftstheorie

Themen: Klassische Gesellschaftstheorien (historisch und systematisch); Neuere Entwicklungen der Gesellschaftstheorie.

Modul 5b Verfassungs- und Rechtstheorie

Themen: Grundfragen der Verfassungs- und Rechtstheorie (einschließlich der Rechtsphilosophie); aktuelle Entwicklungen der Verfassungs- und Rechtstheorie.

Modul 5c Wirtschaftstheorie und Politische Ökonomie

Themen: Klassische Ansätze der Wirtschaftstheorie und Politischen Ökonomie (historisch und systematisch); aktuelle Entwicklungen der Wirtschaftstheorie und Politischen Ökonomie.

Modul 6 Auslandssemester

Themen: Vertiefung der Module 1-4 im Ausland unter besonderer Berücksichtigung der neueren anglo-amerikanischen Forschungsliteratur.

Modul 7 Neuere Entwicklungen der Politischen Theorie

Themen: Neuere Entwicklungen der Politischen Theorie unter besonderer Berücksichtigung der neueren anglo-amerikanischen Forschungsliteratur.

Modul 8 Vertiefung

Themen: Vertiefung der Module 1-4 und 6.

Modul 9 Praktikum

Themen: Arbeit in einem möglichen Berufsfeld, z.B. bei öffentlichen Einrichtungen, bei Parteien und Parlamenten, bei Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, journalistischen oder fachwissenschaftlichen Redaktionen, Lektoraten, privatwirtschaftlichen Unternehmen, usw., ggfs. auch im Ausland.

Modul 10 Abschlussmodul (Master-Arbeit und mündliche Abschlussprüfung)

 

Art des Gender-Bezugs

 

Explizite Verankerung eines Gender-Bezugs durch eigenständige Gender-Module

Der Studiengang weist keine explizite Verankerung von Gender-Bezügen durch eigenständige Gender-Module auf.

Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung

Der Studiengang weist keinen Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung auf.

Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in den Modulbeschreibungen

Ein Gender-Bezug lässt sich in Form von Teilinhalten in Rahmen des Moduls 1 feststellen. Im Modul 1 Theorieparadigmen sollen feministische Theorien neben zwei weiteren kritischen Ansätzen und der Kritischen Theorie behandelt werden.

Beteiligte Professuren mit Gender-Denominierung

Trotz der eher marginalen konzeptionellen Verankerung von genderspezifischen Inhalten ist die Beschäftigung mit Frauen- und Geschlechterforschung ein einschlägiger Bestandteil der für den Studiengang relevanten Institute an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt. So gibt es am Institut für Politikwissenschaft eine Juniorprofessur Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender/Postkoloniale Studien im rahmen des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen/Formation of Normative Orders", die derzeit von Prof. Dr. Nikita Dhawan besetzt ist. Des Weiteren bildet die Beschäftigung mit Geschlechtergerechtigkeit in der Globalisierung, mit dem geschlechterpolitischen Wandel im Kontext der Transformation und mit der feministischen Theorie der Internationalen Beziehungen drei von vier Arbeitsschwerpunkte von Prof. Dr. Uta Ruppert, die zurzeit die Professur für Politikwissenschaft und Politische Soziologie mit dem Schwerpunkt Entwicklungsländer inne hat. Am Institut für Gesellschafts- und Politikfeldanalyse ist zudem eine Professur für Frauen- und Geschlechterforschung angesiedelt, die von Prof. Dr. Helma Lutz besetzt wird. An der Technischen Universität Darmstadt vertritt Prof. Dr. Yvonne Haffner die Professur Soziologie unter besonderer Berücksichtigung von Gesellschaftstheorie sowie Bildungs- und Familiensoziologie und Frauenforschung am Institut für Sozialwissenschaft.

 

Selbstdarstellung

 

Kontakt/Studienfachberatung

 

Koordination des Studiengangs Frankfurt: Prof. Dr. Rainer Forst

Johann Wolfgang Goethe-Universität

Fachbereich 03 – Gesellschaftswissenschaften

Institut für Politikwissenschaft

Robert-Mayer-Straße 1

60054 Frankfurt am Main

Telefon: +49(0) 69/798- 22046

E-Mail: sekretariat.forst@soz.uni-frankfurt.de


 

Koordination des Studiengangs Darmstadt: Prof. Dr. Peter Niesen

Technische Universität Darmstadt

Fachbereich 02 – Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften

Institut für Politikwissenschaft

Residenzschloss

64283 Darmstadt

telefon: +49(0) 6151/16- 2142

E-Mail: niesen@pg.tu-darmstadt.de



Stand: Okt. 2009

Zuletzt aktualisiert: 09.04.2010 · Buerger Lukas, Fb. 3

 
 
 
Gender Studies

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung,
Wilhelm-Röpke-Str. 6F, D-35032 Marburg Tel. 06421/28-24823, Fax 06421/28-24841, E-Mail: genderzukunft@staff.uni-marburg.de

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