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Philipps-Universität Marburg

 

Politikwissenschaft

 

Abschluss: Master of Arts (M.A.)

 

Formalia

 

Bedingungen der Einschreibung

Der Masterstudiengang Politikwissenschaft ist nicht zulassungsbeschränkt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist der Abschluss eines Bachelorstudienganges. Für Studierende, die nicht den Bachelor-Studiengang Politikwissenschaft in Marburg absolviert haben, wird nach Anrechnung der im vorliegenden Abschluss erworbenen Studien- und Prüfungsleistungen in Absprache mit einer Hochschullehrerin oder einem Hochschullehrer der Politikwissenschaft ein individuelles Studienprogramm ausgearbeitet, welches im Umfang von bis zu 20 ECTS-Punkten die nachzuholenden Studienelemente festlegt.

Umfang und Aufbau des Studiengangs

Der 4-semestrige Masterstudiengang ist ein konsekutiver Studiengang zu Bachelorstudiengängen mit politikwissenschaftlicher Ausrichtung. Die Anschlussfähigkeit zu fachnahen, sozialwissenschaftlichen oder auch wirtschafts-  und rechtswissenschaftlichen B.A.-Abschlüssen ist durch das „Nachhol-Fenster“ und die Pflichtbereiche „Politische Theorie“ und „Methoden“ gegeben. Studienbeginn ist zum Wintersemester. Der Gesamtarbeitsaufwand des Studiengangs beträgt 120 ECTS-Punkte. Im Teilzeitstudium müssen die für den jeweiligen Studiengang erforderlichen Leistungspunkte in der maximal doppelten Regelstudienzeit erworben sein.

Kombination mit anderen Fächern

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Fächern sind nicht vorgesehen.

 

Inhalte

 

Konzeption und (inter-)disziplinäre Ausrichtung

Im Master-Studiengang Politikwissenschaft sollen die Studierenden vertiefte Fachkenntnisse der Politikwissenschaft und die Fähigkeit zu eigenständiger und eigenverantwortlicher Bearbeitung politikwissenschaftlicher Fragestellungen im breiten Spektrum politikwissenschaftlicher Berufsfelder erlangen. Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, gesellschaftliche und politische Problemlagen zu analysieren, in fachwissenschaftliche Zusammenhänge einzuordnen und durch angeleitete Forschung eigenständig darzustellen; weiterreichende Problem- und Wirkungszusammenhänge zu erfassen und in die hierfür grundlegenden theoretischen Ansätze der Gesellschafts-, Politik- und Staatstheorie einzuordnen; unterschiedliche Problemlösungen zu beurteilen sowie selbständig Lösungsmöglichkeiten methodisch zu erarbeiten, zu planen und auch berufsfeldspezifisch umzusetzen; politikwissenschaftliche Fragestellungen und Ergebnisse innerhalb verschiedenartiger Entscheidungsprozesse bzw. in öffentlicher Kommunikation zu vermitteln; Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten im fachübergreifenden Kontext zu entwickeln und zu reflektieren. Das Studienangebot gewinnt sein spezifisches Profil aus einer integrierten wissenschaftlichen Perspektive, d.h. aus der Verknüpfung inter- und transnationaler Politikperspektiven mit internen Strukturkonflikten, Demokratieproblemen und Transformationsperspektiven moderner Gesellschaften, aus der Verbindung unterschiedlicher theoretischer Ansätze der Politikwissenschaft, aus der Einbeziehung sozialer und ökonomischer Problemkonstellationen in die politikwissenschaftliche Studienorientierung, und aus der systematischen Integration von Genderperspektiven. Fakultativ können externe Module im Umfang von bis zu 20 ECTS-Punkten aus dem Fächerangebot der Philipps-Universität gewählt werden, die zur Spezialisierung oder berufspraktischen Ergänzung beitragen sollen.

Modulbeschreibung

Pflichtmodule

Pflichtmodul Politische Theorie

Themen: Strukturalismus, Institutionalismus, Handlungstheorien (inkl. Theorien des kommunikativen Handelns) in der politischen Theorie; Erkenntnis- und handlungstheoretische Grundlagen des Konstruktivismus; Methodologischer Individualismus und Modellbildung des Rational-Choice-Typs; Kritische Theorien politischen Handelns; Politische Theorien der Ökonomie; Theorien politischer Steuerung; Theorieprobleme in der aktuellen Entwicklung politischen Denkens (Liberalismus, Konservatismus, Sozialismus) Politik, Religion, Kultur.

Pflichtmodul Politikwissenschaftliche Methoden

Themen: Vertiefung der Kenntnisse von wissenschaftstheoretischen Grundlagen, Forschungsdesigns und Analyseverfahren; Darstellung quantitative und qualitativer Verfahren der Datenerhebung und Analyse auf Mikro- und Makroebene.

Praxisbezogenes Forschungsprojekt

Themen: Das Modul „Praxisorientiertes Forschungsprojekt“ steht inhaltlich in Zusammenhang mit einem gewählten Wahlschwerpunktmodul und soll sowohl praxisrelevant als auch forschungsorientiert angelegt sein.

Berufs- oder Forschungspraktikum

Themen: Das Berufspraktikum verbindet einen gewählten fachwissenschaftlichen Schwerpunkt mit einem berufsfeldbezogenen Praktikum oder einem Forschungspraktikum. Es hat eine Dauer von sechs Wochen und schließt mit einem Praktikumsbericht ab.

Nachholmodul oder externes Spezialisierungsmodul aus anderen Fächern

Themen: siehe Inhalte

M. A. – Abschlussmodul: Master-Arbeit und Prüfungskolloquium

Wahlpflichtmodule

Wahlschwerpunktmodul Gesellschaftliche Strukturkonflikte und Politikfeldanalyse

Themen: Gesellschaftliche Strukturen, Entwicklungen und Konflikte (exemplarisch) in Wirtschaft, Arbeit, Bildung, Infrastruktur, Umwelt, Wohlfahrtsstaat u.ä.; aktuelle Theorien von Gesellschaft, Politik und Governance, Politische Steuerung, Politikfeldanalyse und Interessenvermittlung, Prozesse politischer Konfliktbearbeitung in ausgewählten Strukturbereichen, Gesellschaftlicher Wandel und politische Innovation.

Wahlschwerpunktmodul Demokratieprobleme und empirische Demokratieforschung

Themen: Vertiefte Kenntnisse der Demokratietheorie, Stand und Möglichkeiten der vergleichenden Demokratieforschung inkl. methodische Ansätze, Forschungsdesigns usw., Stand und Möglichkeiten der empirischen Analyse politischer Beteiligungsformen und politischen Beteiligungshandelns (Parteien, Wahlen, Volksabstimmungen, Interessenorganisationen, Protesthandeln und sonstige unkonventionelle Beteiligung), Konzepte und Anwendungsmöglichkeiten innovativer Beteiligungsmodelle (direkt-demokratische Verfahren, Planungsbeteiligung, Forumsmodelle, Konfliktvermittlung, Innovationsprojekte wie Institutionen- oder Organisationsreform usw.).

Wahlschwerpunktmodul Europäische Integration

Themen: Problemen der europäischen Integration (ökonomische, gesellschaftliche, politisch-institutionelle Fragen); European Governance (pol. Akteure im EU-System); Öffentlichkeit, Zivilgesellschaft und Demokratie in Europa; Theorien der europäischen Integration; Politikfeldanalysen; Komparative Studien (z.B. Wohlfahrtsstaaten, Arbeitsmärkte, industrielle Beziehungen; Umweltstandards, soziale Bewegungen etc.).

Wahlschwerpunktmodul Internationale Beziehungen und internationale Politische Ökonomie

Themen: Europa im internationalen System; Internationale Sicherheitspolitik; Institutionen und Akteure der Weltökonomie (WTO, IWF etc.); Globalisierung und Regionalisierung.

Wahlschwerpunktmodul Geschlechterverhältnisse, Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft

Themen: Fragen des sozialen und politischen Wandels unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterperspektive sowie von Strukturen, Potentialen und Risiken des Wohlfahrtsstaates und der Zivilgesellschaft (unter besonderer Berücksichtigung von NGO’s); Kritische Aneignung theoretischer Grundlagen, Methoden und Befunde der Transformations- und Wohlfahrtsstaatsforschung, der Geschichte, Theorie und Praxis sozialer Bewegungen, exemplarische Auseinandersetzung mit theoretischen und praktischen Konzepten der Zivilgesellschaft und der Nicht-Regierungspolitik in unterschiedlichen Politikfeldern; Auseinandersetzung mit Problemen und Perspektiven des Geschlechterverhältnisses und der Geschlechterpolitik und mit zentralen Diskursen der feministischen Politikwissenschaft.

 

Art des Gender-Bezugs

 

Explizite Verankerung eines Gender-Bezugs durch eigenständige Gender-Module

Durch das Wahlschwerpunktmodul Geschlechterverhältnisse, Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft kann ein Schwerpunkt auf die Analyse des Geschlechterverhältnisses gelegt werden. Im Zentrum des Studienangebots steht die Auseinandersetzung mit Fragen des sozialen und politischen Wandels unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterperspektive sowie von Strukturen, Potentialen und Risiken des Wohlfahrtsstaates und der Zivilgesellschaft (unter besonderer Berücksichtigung von NGO’s). Studien- und Lernziele des Modul sind eine kritische Aneignung theoretischer Grundlagen, Methoden und Befunde der Transformations- und Wohlfahrtsstaatsforschung, der Geschichte, Theorie und Praxis sozialer Bewegungen, exemplarische Auseinandersetzung mit theoretischen und praktischen Konzepten der Zivilgesellschaft und der Nicht-Regierungspolitik in unterschiedlichen Politikfeldern sowie mit konkreten Politikformen und Politikkonzepten von NGOs. Die Genderperspektive ist integraler Bestandteil der Studien- und Lernziele in den benannten Themenfeldern und umfasst die vertiefende Auseinandersetzung mit Problemen und Perspektiven des Geschlechterverhältnisses und der Geschlechterpolitik und mit zentralenDiskursen der feministischen Politikwissenschaft. Darüber hinaus qualifiziert das Wahlschwerpunktmodul für politikwissenschaftliche Berufsfelder im Bereich wohlfahrtsstaatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen und im Bereich der Frauen undGeschlechterpolitik und vermittelt Grundlagen für Forschungstätigkeiten oder weiterführende Studien in den Kernbereichen des Moduls. Das Modul kann mit einem praxisorientierten Forschungsprojekt verbunden werden. Zu dessen Betreuung wird ein Projektkolloquium angeboten. Des Weiteren können in einem Umfang von 20 ECTS-Punkten externe Wahlfächer belegt werden. Beispielsweise kann das Modul 7.1 Arbeit und Geschlecht des Faches Soziologie belegt werden.

Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung

Der Studiengang weist keinen Gender-Bezug in der Studiengangsbeschreibung auf.

Querschnittsverankerung: Gender-Bezug in den Modulbeschreibungen

Der Studiengang weist keine Gender-Bezüge in den Modulbeschreibungen auf.

Beteiligte Professuren mit Gender-Denominierung

Ein expliziter Genderbezug ist auch in der Lehre und Forschung der Universität Marburg verankert. Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf besetzt die Professur Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Geschlechterverhältnis. Als vorgezogenen Nachfolge der Professur von Ingrid Kurz-Scherf im Rahmen des Bund-Länder-Professorinnenprogramms wird ab dem Wintersemester 2009/10 für fünf Jahre im Bereich Politik und Geschlechterverhältnisse eine zweite Professur eingerichtet. Ab dem Wintersemester 2009/2010 besetzt vor diesem Hintergrund darüber hinaus Prof. Dr. Annette Henninger eine Professur für Politik und Geschlechterverhältnisse mit dem Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik. Am Fachbereich Soziologie ist ebenfalls eine Professur mit Gender-Denominierung zu finden. Prof. Dr. Maria Funder ist im Arbeitsbereich Wirtschaft, Arbeit, Organisation und Geschlecht tätig. Ihre Veranstaltungen lassen sich u.a. im Modul 7.1 Arbeit und Geschlecht/ Wahlfachbereich Soziologie finden.

 

Selbstdarstellung

 


Kontakt/ Studienfachberatung

 

Dr. Ingrid El Masry

Wilhelm-Röpke-Str. 6

35032 Marburg

Telefon:+49(0) 6421/2824384

E-Mail: elmasry@staff.uni-marburg.de

 


Stand: Okt. 2009

Zuletzt aktualisiert: 09.04.2010 · Buerger Lukas, Fb. 3

 
 
 
Gender Studies

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung,
Wilhelm-Röpke-Str. 6F, D-35032 Marburg Tel. 06421/28-24823, Fax 06421/28-24841, E-Mail: genderzukunft@staff.uni-marburg.de

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