18.02.2010
Über Medien im Bilde sein - Zu den Gegenständen medienwissenschaftlicher Forschung
Tagung vom 16. bis 18. September 2010, Philipps-Universität Marburg, AG „Medienwissenschaftliches Kolloquium“ des Graduiertenzentrums Geistes- und Sozialwissenschaften, Institut für Medienwissenschaft – Wilhelm-Röpke-Str. 6a
Call for Papers
Spätestens seit der Empfehlung des Wissenschaftsrates zur Weiterentwicklung der Kommunikations- und Medienwissenschaften in Deutschland scheint sich das Fach Medienwissenschaft aufs Neue mit einigen grundlegenden Fragen auseinander zu setzen: Wie sieht das Selbstverständnis als eigenständige wissenschaftliche Disziplin in Deutschland aus? Führt die seit längerem thematisierte Interdisziplinarität in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu einem Erodieren von Disziplin- und Forschungsgrenzen? So wird scheinbar bei den Debatten um einen produktiven inter- oder transdisziplinären Übergriff gerne vergessen, dass dieser nur vor dem Hintergrund stabiler Fächerprofile erfolgen kann. Auch die Medienwissenschaft sieht sich also vor die Herausforderung gestellt, ihre Forschungsgegenstände nicht weiter aus den Augen zu verlieren.Die von der AG „Medienwissenschaftliches Kolloquium“ des Graduiertenzentrums für Geistes- und Sozialwissenschaften und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg organisierte Tagung widmet sich in unterschiedlichen Sektionen den analytischen Methoden und insbesondere profilbildenden Gegenständen im Hinblick auf disziplinäre Probleme und Chancen medienwissenschaftlicher Forschung. Die Dominanz der audiovisuellen Medien Film und Fernsehen, aber auch der wachsende Einfluss der Digitalen Medien haben paradigmatische Umwälzungsprozesse eingeleitet. Diese wirken sich nachhaltig auf soziale, politische und kulturelle Strukturen sowie künstlerische Strategien, aber auch auf wissenschaftliche Methoden und Theoriekonzepte aus. Die hierdurch ausgelöste Selbstreflexion der Medienwissenschaft soll nun entsprechend vertieft werden. Im Besonderen sind zukunftsorientierte Konzepte zu perspektivieren, die zu einer Konturierung des disziplinären Profils beitragen können.
Die Vorträge können sich u.a. an folgenden 'Schlagworten' orientieren:
- Ästhetik des (Bewegt-)Bildes
- Narration, Attraktion, Transformation
- traditionelle Gegenstandsfelder/ Öffnungen des Faches
- Disziplinarität/ Interdisziplinarität
Für die Beiträge sind jeweils 20 Minuten Vortragszeit und 30 Minuten Fragen und Diskussion geplant. Die Veröffentlichung ausgewählter Beiträge ist vorgesehen. Die Teilnahme (auch Nicht-Vortragender) ist kostenfrei. Um Anmeldung Nicht-Vortragender wird bis zum 05. September 2010 per E-Mail an u.a. Mailadresse gebeten.
Die Bitte um Vortragsskizzen richtet sich vor allem an NachwuchswissenschaftlerInnen.
Abstracts mit einem Umfang von nicht mehr als 2500 Zeichen inkl. Kurzvita können bis zum 02. April 2010 per E-Mail an medientg@staff.uni-marburg.de eingereicht werden. Weitere Informationen sind auf der Tagungshomepage http://www.staff.uni-marburg.de/~medientg (ab Anfang März 2010) abrufbar.
Das Tagungsteam: Sonja Czekaj, Petra Missomelius, Astrid Pohl, Burkhard Röwekamp, Sven Stollfuß und Monika Weiß


