1. Ziele
Das Angebot der Summer School richtet sich an ca. 30 Teilnehmer aus dem In- und Ausland, insbesondere Doktoranden, deren Vorarbeiten bereits im Zusammenhang mit der Thematik der Summer School stehen. Sie sollen fähig sein, mit ausgewiesenen Spezialisten der behandelten Themen über Theorien und Forschungsansätze zu diskutieren; mindestens ebenso wichtig ist allerdings die Bereitschaft, andere Nachwuchswissenschaftler der internationalen akademischen Welt kennen lernen zu wollen und die eigenen Ansätze aus neuen, vielleicht ungewohnten Perspektiven dazustellen und weiterzuentwickeln. So sollen die Beteiligten lernen, sich mit verwandten, aber anders ausgerichteten Fragestellungen auseinander zu setzen und ihre eigenen Ansätze vorzustellen. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, ihre wissenschaftliche Arbeit in einem neuen Horizont wahrzunehmen und durch notwendige Kontextualisierungen die eigenen Fragestellungen zu präzisieren; ihnen wird des Weiteren ein Einblick in den deutschen akademischen Forschungsbetrieb gewährt. Außerdem soll die Möglichkeit gegeben werden, persönliche und institutionelle Kontakte zu einem gemeinsamen Netzwerk auszubauen, das die Forschungstraditionen der unterschiedlichen Standorte und Länder miteinander verbindet.
2. Ablauf
Die Summer School umfasst drei verschiedene Veranstaltungsformen. In zwei öffentlichen Vorträgen sollen renommierte Wissenschaftler einerseits Horizonte der Thematik umreißen und inhaltliche Impulse geben.
In internen Plenumsvorträgen präsentieren die drei Hauptdozenten zunächst die Thematik ihrer jeweiligen Seminare im Hinblick auf deren Zusammenhang mit dem gemeinsamen Thema des Kurses. Später folgen weitere Plenumsvorträge, die Zwischenberichte aus den Seminaren liefern und somit die erarbeiteten Teilergebnisse auch für die beiden anderen Seminare fruchtbar machen.
In den Seminaren selbst stellen die Teilnehmer ihre bereits vorbereiteten, ca. zwanzigminütigen Präsentationen vor, die unter Leitung der drei Hauptdozenten diskutiert werden. Eine von den Teilnehmern vorbereitete Abschlußpräsentation wird ein Fazit versuchen.
Von besonderem Interesse im Zusammenhang des Themas ist ein Besuch des Mutter-Kind-Zentrums im Universitätsklinikum Gießen-Marburg, Standort Marburg, bei dem der Mitverantwortliche für die Summer School, Prof. Dr. Stephan Schmidt (Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin) Einblick in die technischen Fähigkeiten moderner bildgebender Verfahren im Rahmen der Ultraschalldiagnostik geben wird, um davon ausgehend deren anthropologische Reichweite zu erörtern.
Ergänzt wird das inhaltliche Arbeiten
durch verschiedene Exkursionen. Zum einen wird ein landeskundliches
Rahmenprogramm angeboten mit Stadtführungen und Ausflügen zu kulturell
oder geschichtlich bedeutsamen Orten in der Umgebung Marburgs. Zweitens
gibt es ein fachliches Rahmenprogramm, in dem die Möglichkeit etwa zum
Besuch der Frankfurter Skulpturensammlung zum Thema „Menschenbilder“
oder des Kassler Museums für Sepulkralkultur besteht. Schließlich sind
fakultative Praxismodule vorgesehen, in denen am Beispiel Marburgs z.B.
Einsicht in die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens in Deutschland
gegeben wird (Besuch der Universitätsbibliothek u. a. m.).


