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Veranstaltungsort

 Marburg in Deutschland

Die Stadt 

Die Universitätsstadt Marburg an der Lahn liegt im Herzen von Deutschland im Bundesstaat Hessen. Marburg ist berühmt für sein mittelalterliches Schloss und seine mittelalterlichen Kirchen wie zum Beispiel die Elisabethkirche, die eine der ersten rein gothischen Kirchen ist.

Nehmen Sie den Aufzug in die Altstadt („Oberstadt“), die ein Labyrinth aus engen Pflastersteinstraßen ist und in der Sie malerische, sehr gut restaurierte Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert finden können. Machen Sie einen Spaziergang durch die Oberstadt Marburgs und lassen Sie sich in frühere Zeiten zurückversetzen.

In Marburg können Sie an einer großen Auswahl kultureller Veranstaltungen teilnehmen wie zum Beispiel klassische Konzerte, Theateraufführungen, Museenbesuche und Open-Air-Festivals.

Frankfurt am Main ist nur eine Stunde entfernt und mit seinen zahlreichen Zugverbindungen kann man von Marburg aus in wenigen Sunden Berlin, Hamburg und München erreichen. Der Frankfurter Flughafen ist ein großer internationaler Flughafen. Er ist mit Abstand der meist frequentierte Passagierflughafen Deutschlands und der drittgrößte in Europa. Von Frankfurt am Main aus kann man in zahlreiche europäische Länder fliegen, so dass Marburg auch nur wenige Stunden von traumhaften europäischen Städten wie Prag, Barcelona, Paris, Brüssel, London und Oslo entfernt ist.

Wussten Sie schon, dass

  • Marburg mehr Treppen in seinen Gassen hat als in seinen Häusern?
  • Marburg keine Universität hat, sondern eine Universität ist?
  • viele der wunderschönen Illustrationen der Märchen der Brüder Grimm in Marburg gezeichnet wurden?
  • Sie einen Aufzug vom modernen Heute in das mittelalterliche Damals nehmen können?
  • sich der Eingang zu einigen Marburger Häusern auf dem Hausdach befindet?

Lernen Sie Marburg mit uns kennen …

 

Die Philipps-Universität-Marburg 

Uni Marburg

Die Philipps-Universität Marburg zählt zu den traditionsreichen deutschen Hochschulen. Sie ist eine der ältesten Universitäten Deutschlands und wurde 1527 im Zuge der Reformation von dem damals 23-jährigen Landgrafen Philipp dem Großmütigen als erste protestantische Universität gegründet. Die Universität ist seit nahezu 500 Jahren ein Platz der Forschung und Lehre.

Marburg hat ungefähr 86.000 Einwohner. Mit 20.000 Studenten und 6.000 Universitätsmitarbeitern ist der Slogan von Marburg: „Andere Städte mögen eine Universität haben, Marburg ist eine Universität.“ Der größte Teil der Studenten in Marburg kommt aus allen teilen Deutschlands. Außerdem gibt es mehr als 30 Internationale Partnerschaften und Austauschprogramme, die die Universität mit vielen Universitäten weltweit verbinden. 2.000 Wissenschaftler, 400 Professoren und Dozenten eingeschlossen, unterrichten und forschen an der Philipps-Universität Marburg. Mit ihrem breiten Spektrum geisteswissenschaftlicher Fächer und experimentell anspruchsvollen Naturwissenschaften nutzt sie ihre ideale Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie setzt auf innovative Lehre mit kurzen Studienzeiten, die zum Beispiel mit dem 1. Platz im hessenweiten Wettbewerb "Exzellenz in der Lehre 2007" ausgezeichnet wurde. Im Bereich der Forschung ist die Philipps-Universität eine überdurchschnittlich erfolgreiche Universität, was durch regelmäßige Spitzenplätze einiger Fachbereiche in der bundesweiten Leistungsbewertung, in der Drittmitteleinwerbung und Reputation sowie durch zahlreiche Auszeichnungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern belegt wird. Sie pflegt eine enge Kooperation mit außeruniversitären Lehr- und Forschungseinrichtungen, wie dem Marburger Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie.
Die Philipps-Universität begreift das Studium - gerade auch unter den veränderten Bedingungen des konsekutiven Studiengangsystems - als eine Bildungsphase, in der eine qualitativ anspruchsvolle fachliche Ausbildung einhergehen soll mit dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen, einer Erweiterung des Bildungshorizonts und der Förderung der Auseinandersetzung mit Themen aus anderen Disziplinen.

 
Seit ihrer Gründung vor knapp 500 Jahren trägt die Marburger Universität Objekte aller Art für Forschung und Lehre zusammen. Ihre größten und bedeutendsten Sammlungen sind mittlerweile in Museen öffentlich zugänglich. Das Ernst von Hülsen-Haus vereint die kunst- und musikwissenschaftliche Forschung und Lehre mit dem Universitätsmuseum für Bildende Kunst. Dessen Sammlung zeigt überwiegend Gemälde des 17. bis 20. Jahrhunderts, Skulpturen und Grafik. Im Wilhelmsbau des Marburger Schlosses, das der Philipps-Universität gehört, befindet sich das Universitätsmuseum für Kulturgeschichte. Seine Sammlungen umfassen vor allem Exponate zur Früh- und Vorgeschichte, zur Kirchengeschichte, zur politischen Landesgeschichte, zur städtischen Kultur und zum ländlichen Wohnen der Region. Der 1786 angelegte Botanische Garten am Fuße der Marburger Oberstadt steht heute unter Denkmalschutz. Ursprüngliche Aufgabe war neben der Kultivierung von Heilpflanzen die Bereitstellung von vielfältigem Pflanzenmaterial für Forschung und Lehre der Botanik. Inzwischen dient der Alte Botanische Garten, der seit 1980 öffentlich zugänglich ist, als Naherholung. Mit dem Umzug der Biologie auf die Lahnberge wurde 1961-77 der Neue Botanische Garten neben dem neuen Institut angelegt. Schwerpunkte dieser 20 Hektar großen Anlage mit rund 12.500 Pflanzen sind im Freiland die Koniferen, die Farnschlucht und das Alpinum. Zusätzlich präsentieren sieben Schaugewächshäuser spezielle Pflanzen. Ein vielfältigen Angebot an Vorträgen, Schulerkundungen, Konzerten, Kunstausstellungen und vieles mehr runden das Angebot ab.

 

Berühmte Marburger Studenten und Lehrende

Michail Lomonossow (1711-1765): Der russische Universalgelehrte, Dichter und Gründer der Universität Moskau, verheiratet mit einer Marburgerin, studierte von 1736 bis 1739 bei Christian Wolff in Marburg. 1745 wurde er als Professor für Chemie an die Akademie der Wissenschaften berufen und forschte zur Geografie, Kartografie, Geologie, Meteorologie, Mineralogie, Metallurgie, Astronomie, Physik und Chemie; außerdem verfasste er Idyllen, Tragödien und Oden.

Friedrich Karl von Savigny (1779-1861) studierte und lehrte die Rechte in Marburg von 1795 bis 1808. Um den bedeutenden Rechtshistoriker und späteren Justizminister, der eine mystische Geschichtsauffassung vertrat und gegen die Kodifikation des bürgerlichen Rechts eintrat, versammelten sich in Marburg zahlreiche Romantiker, u.a. die Brüder Grimm, Clemens und Bettina Brentano und Achim von Arnim

Brüder Grimm: Wilhelm (1786-1859) und Jacob Grimm (1785-1863) studierten von 1802 bis 1806 an der Philipps-Universität Rechtswissenschaften bei Savigny. In Marburg wurden sie Sprachwissenschaftler, hier begründeten sie die Germanistik und schufen die erste deutsche Märchensammlung

Robert W. Bunsen (1811-1899), der als Professor für Chemie von 1838 bis 1851 in Marburg lehrte, perfektionierte den nach ihm benannten Bunsenbrenner und entwickelte das Bunsen Fotometer. In Marburg beschäftigte sich der Forscher, dem die Chemie des 19. Jahrhunderts entscheidende Impulse verdankt, vor allem mit der Untersuchung von Arsenverbindungen.

Wilhelm Liebknecht (1826-1900) studierte von 1846 bis 1848 Philolsophie in Marburg. Der Journalist und Politiker nahm an der Märzrevolution 1848 teil und pflegte enge Verbindung zu Karl Marx und Friedrich Engels. Der Chefredakteur des "Vorwärts" (ab 1890) war von 1867-70 mit August Bebel erster Abgeordneter im Norddeutschen Reichstag und ab 1874 Mitglied des Reichstags.

Konrad Duden (1829-1911): Der Wegbereiter der deutschen Einheitsrechtschreibung promovierte 1854 an der Philosophischen Fakultät der Philipps-Universität in absentia (d.h. aufgrund der schriftlich eingereichten Arbeit und ohne die übliche mündliche Prüfung) mit der Dissertation "De Sophoclis Antigona". 1871 gründete er den „Allgemeinen Bildungsverein“ und veröffentlichte 1872  „Die deutsche Rechtschreibung“ und 1880 sein Hauptwerk „Das Vollständige orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“.

Ferdinand Braun (1850-1918) studierte in Marburg auf Lehramt und unterrichtete von 1877 bis 1880 als Professor für mathematische Physik an der Philipps-Universität. Der Physiker und Nobelpreisträger von 1909 entwickelte den für die drahtlose Telegrafie wichtigen „Braunschen Sender“ und mit der „Braunschen Röhre“ den wichtigsten Bestandteil des Fernsehgeräts und des Radarempfängers.

Emil von Behring (1854-1917), der von 1895 bis zu seinem Tode Professor der Hygiene an der Philipps-Universität war, wurde für seine Arbeit 1901 mit dem ersten Nobelpreis für Medizin geehrt. Mit dem Geld des Nobelpreises gründete der Entdecker der Serumtherapie und der Tetanus-Impfstoffe die Behringwerke in Marburg, die als „Standort Behringwerke“ weiter bestehen, 1914 zum Ehrenbürger der Stadt Marburg ernannt.

Otto Hahn (1879-1968) studierte und promovierte von 1897 bis 1904 Chemie an der Philipps-Universität. Hahn, der für seine Arbeit 1944 den Nobelpreis für Chemie erhielt, entdeckte die Kernspaltung und wurde damit zum Begründer des Atomzeitalters

José Ortega y Gasset (1883-1955), spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist. Obwohl bereits promoviert hörte er zwischen 1906-10 als Schüler des Neukantianers Hermann Cohen Philosophie an der Universität Marburg. 1953 erhielt Ortega y Gasset die Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der Universität Marburg.

Thomas Stearns Eliot (1888-1965) besuchte 1914 die Philipps-Universität zu einem Internationalen Ferienkurs. Der amerikanische Dramatiker und Literatur-Nobelpreisträger bezeichnete Marburg später als Ort der Umkehr, an dem sich sein Lebensweg radikal gewendet habe und der ihn aus seiner amerikanischen Heimat in die Welt seiner englischen Vorfahren zurückgeführt habe

Martin Heidegger (1889-1976) lehrte von 1921 bis 1928 Philosophie in Marburg. Der führende Vertreter der deutschen Existenzphilosophie bezieht die Frage nach dem Sinn des Seins auf das menschliche Sein; später stellt er das "Denken der Kehre" in den Mittelpunkt

Leo Strauss (1899-1973): Der deutsch-amerikanische Philosoph, der ab 1919 in Marburg studierte, gilt als der einflussreichste Lehrer der neokonservativen Vordenker in den USA. Er lehrte von 1949 bis 1968 an der University of Chicago Politische Philosophie.

Gustav Heinemann (1899-1976) studierte von 1919 bis 1921 Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Marburg. Der Sozialdemokrat, der ab 1934 Mitglied der Bekennenden Kirche war, wurde 1969 zum Bundespräsidenten gewählt

Nechama Leibowitz (1905-1997): Die Professorin für jüdische Religionswissenschaften, eine der großen Gelehrten Israels, studierte 1928-30 an der Philipps-Universität Alttestamentliche Philologie, Englisch und Germanistik.

Hannah Arendt (1906-1975) studierte 1924 bis 1928 in Marburg Theologie und Griechisch sowie Philosophie bei Martin Heidegger. Die bedeutende Soziologin und Politologin emigrierte 1933 in die USA. Ihr Hauptwerk in deutscher Sprache ist das 1955 erschienene Buch „Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft“.

Jürgen Habermas (geb.1929): Der Soziologe und Philosoph habilitierte sich 1961 an der Philipps-Universität bei Wolfgang Abendroth. Der vielfach ausgezeichnete Denker, der zur zweiten Generation der Frankfurter Schule gehört, erhielt u. a. den renommierten Kyoto-Preis - eine der weltweit höchsten Ehrungen für Kultur und Wissenschaft. In seiner 1981 veröffentlichten „Theorie des kommunikativen Handelns“ prägte er den Begriff des „herrschaftsfreien Diskurses“

 

 

Gebäude CNMS 

 

Die Hessische Internationale Sommeruniversität

Das Studienprogramm der ISU findet statt im Gebäude des "Centrum für Nah- und Mittelost-Studien" (CNMS). Es ist von den Wohnheimen zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut und schnell zu erreichen. Banken und universitäre Einrichtungen wie Bibliotheken, Computersäle und die Mensa sind nur wenige Gehminuten entfernt, und genauso schnell sind Sie in Marburgs romantischer und lebendiger Altstadt mit ihren Geschäften, Restaurants, Kneipen und Kinos.

CNMS

 


Zuletzt aktualisiert: 29.03.2010 · Cornelia Janus

 
 
 
Internationale Sommeruniversität

Hessische Internationale Sommeruniversität, Biegenstraße 10, D-35032 Marburg
Tel. 06421 28-26191, Fax 06421 28-28998, E-Mail: isu@uni-marburg.de

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