11.12.2009
Aktuelle Forschungsbefunde und Therapieansätze bei autistischen Störungen
Vortrag mit Diskussion von Prof. Dr. Christine Freitag (Goethe-Universität Frankfurt )
Zeit:
15.06.2012
18:30 h
- 15.06.2012
21:00 h
Ort:
Hörsaal des Zentrums für Nervenheilkunde, Rudolf-Bultmann-Str. 8, 35039 Marburg
Referent/Beteiligte:
Prof. Dr. Christine Freitag (Goethe-Universität Frankfurt )
Weitere Informationen:
Autistische Störungen sind definiert durch chronische Einschränkungen der sozialen Interaktion, Kommunikation und durch stereotypes Verhalten. In der Regel sind diese Erkrankungen angeboren, können aber frühestens ab Ende des zweiten Lebensjahres verlässlich diagnostiziert werden.
Kinder und Jugendliche mit autistischen Störungen zeigen neben der Kernsymptomatik auch eine hohe Rate an psychiatrischen komorbiden Erkrankungen, wie z.B. ADHS oder Angst- und depressiven Störungen. Ursächlich werden insbesondere genetische und in Einzelfällen auch biologische Umweltrisikofaktoren diskutiert, wobei bisher nicht im Detail geklärt ist, wie sich diese Risikofaktoren auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns auswirken.
In ihrem Freitagsvortrag am 15.06.2012 wird Prof. Freitag aktuelle epidemiologische Studien zu Prävalenz und Risikofaktoren für autistische Störungen präsentieren. Des Weiteren werden die geplanten neuen diagnostischen Kriterien nach DSM V sowie ihr Einfluss auf die klinische Diagnostik dargestellt und diskutiert. Aus dem Bereich der Therapieforschung werden neue Ergebnisse zum Thema Frühförderung sowie Gruppentherapie bei hochfunktionalen autistischen Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter präsentiert.
Prof. Freitag ist Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Frankfurt am Main. Ihre Forschungsarbeiten zu genetischen Risikofaktoren und zur Gen-Umwelt-Interaktion bei Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und autistischen Störungen haben einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis dieser Erkrankungen geleistet.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, insbesondere niedergelassene PsychotherapeutInnen, niedergelassene ÄrztInnen, PsychologInnen, LehrerInnen, MitarbeiterInnen von Jugendämtern, ärztliche und psychologische MitarbeiterInnen der Kliniken, MitarbeiterInnen von Erziehungsberatungsstellen und anderen Institutionen, die psychisch kranke und behinderte Kinder und Jugendliche betreuen.
Die Zertifizierung ist bei der Hessischen Landesärztekammer sowie bei der Hessischen Psychotherapeutenkammer beantragt.
Veranstalter:
Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin an der Philipps-Universität Marburg e.V.
Kontakt:
Ilse Karem / Anja Schulze-Ravenegg
Tel.: 06421-586 3062
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