11.12.2009
Hilfsangebote für Kinder psychisch kranker Eltern: Das Hamburger Modell der familienorientierten Beratung und Intervention
Vortrag mit Diskussion von Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe (Hamburg)
Zeit:
12.10.2012
18:30 h
- 12.10.2012
21:00 h
Ort:
Hörsaal des Zentrums für Nervenheilkunde, Rudolf-Bultmann-Str. 8, 35039 Marburg
Referent/Beteiligte:
Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe (Hamburg)
Weitere Informationen:
Kinder psychisch kranker Eltern sind erhöhten Belastungen ausgesetzt und als Risikogruppe für die Entwicklung eigener psychischer Auffälligkeiten bekannt. Sie weisen im Vergleich zur Normalbevölkerung ein vielfach erhöhtes Risiko auf, selbst an einer psychischen Störung zu erkranken. Sie stehen deshalb bereits seit längerem im Fokus von präventiven Interventionen. An der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und –psychosomatik des Hamburger Universitätsklinikums wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Wiegand-Grefe im Rahmen des Forschungs- und Präventionsprojekts „CHIMPs“ (Children of Mentally ill Parents) ein familienorientiertes Interventionsangebot für Familien mit einem psychisch kranken Elternteil entwickelt, erprobt, manualisiert und überprüft. Die Evaluation des sog. Hamburger Modells zeigt, dass sich psychische Gesundheit und gesundheitsbezogene Lebensqualität der Kinder nach Teilnahme an der Intervention verbessern. Damit liegen erstmals im deutschsprachigen Raum Evaluationsbefunde für eine Intervention mit Kindern psychisch kranker Eltern vor.
Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychodynamische Therapie an der Medical School Hamburg und leitet seit 2005 das Forschungs- und Präventionsprojekt „Children of Mentally ill Parents“ am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Im IVV-Freitagsvortrag am 12.10.2012 wird sie die Interventionen des Hamburger Modells sowie die wichtigsten Forschungsbefunde vorstellen und mit dem Publikum diskutieren. Fallbeispiele werden die Vorgehensweise der familienorientierten Beratung und Prävention veranschaulichen.Wir laden alle Interessierten herzlich ein, insbesondere niedergelassene PsychotherapeutInnen, niedergelassene ÄrztInnen, PsychologInnen, LehrerInnen, MitarbeiterInnen von Jugendämtern, ärztliche und psychologische MitarbeiterInnen der Kliniken, MitarbeiterInnen von Erziehungsberatungsstellen und anderen Institutionen, die psychisch kranke und behinderte Kinder und Jugendliche betreuen.
Die Zertifizierung ist bei der Hessischen Landesärztekammer sowie bei der Hessischen Psychotherapeutenkammer beantragt.
Veranstalter:
Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin an der Philipps-Universität Marburg e.V.
Kontakt:
Ilse Karem / Anja Schulze-Ravenegg
Tel.: 06421-586 3062
E-Mail

