Präventionskurs:
Probleme kann ich lösen!
- Ist ihr Kind manchmal traurig, lustlos oder macht sich vermehrt Sorgen?
- Hat es Interessen verloren oder weniger Freude daran, mit anderen Kindern zu spielen?
- Fühlt sich Ihr Kind anderen unterlegen?
- Hat ihr Kind Angst vor neuen, unbekannten Situationen oder dem Alleinsein?
- Ist ihr Kind anderen gegenüber ängstlich oder schüchtern?
- Hat ihr Kind Angst, sich vor anderen zu blamieren?
- Hat ihr Kind Angst vor der Schule oder vor Klassenarbeiten?
- Klagt ihr Kind über Bauchschmerzen, Übelkeit oder Kopfschmerzen, ohne dass ihr Kinderarzt eine organische Ursache feststellen konnte?
Sind ja alles nur Kinderprobleme!?
Wenn Sie ein oder zwei Fragen mit „ja“ beantwortet haben, dann können diese Probleme ein Risiko für die weitere gesunde Entwicklung ihre Kindes darstellen und möglicherweise zu einer so genannten "introversiven Störung" führen.
Dazu gehören Ängste (z.B. vor dem Alleinsein, der Schule oder unbekannten Menschen), depressive Symptome (z. B. Traurigkeit oder der Verlust von Freude an Dingen, die Ihrem Kind eigentlich Spaß machen) und sog. "somatoforme" Beschwerden (z. B. Kopf- oder Bauchschmerzen ohne körperliche Ursache).
Introversive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Beispielsweise zeigen wissenschaftliche Untersuchungen zu Angststörungen, dass jedes 10. Kind in der Altersstufe der 8-jährigen irgendwann während der letzten 6 Monate an einer solchen erkrankt war.
Das wächst sich doch aus!?
Sicher, vielen Kindern gelingt es, mit diesen Schwierigkeiten zurechtzukommen. Bei einigen Kindern weiten sich jedoch anfänglich „kleine“ Probleme immer mehr aus. Eine Introversive Störung kann entstehen, die dann häufig Schwierigkeiten in der Schule, ausgeprägte Selbstwertprobleme und ein belastetes Familienklima und nach sich zieht. So entsteht ein Teufelskreis, der einen chronischen Verlauf der Störung bis ins Erwachsenenalter begünstigt.
Was Tun?
Wenn Kinder früh lernen, dass sie Probleme nicht lösen können, setzt sich dieses Denken häufig „fest“, der Teufelskreis beginnt. Obwohl es heute normal ist, seine Kinder vor körperlichen Krankheiten zu schützen, z. B. durch eine Tetanus-Impfung, wird Vorsorge im psychischen Bereich nur selten angeboten. Dabei gibt es effektive Maßnahmen, um Kinder zu stärken.
Das Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin (IVV) an der Philipps-Universität Marburg bietet im Rahemn einer wissenschaftlichen Untersuchung das Präventionsprogramm „Probleme kann ich lösen!“ an.
Dieser Kurs hilft Kindern, Ängste und Probleme aktiv zu bewältigen, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und für sie einzustehen. So ist das Ziel des Präventionskurses, sich langfristig vor psychischen Erkrankungen zu schützen.
Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen kann Ihr Kind, wenn eine oder mehrere der Fragen im Kurztest zutreffen und es zwischen 8 und 12 Jahren alt ist. Sie sollten aufgrund der Anfahrtzeiten direkt oder aus der Umgebung von Marburg kommen. Wenn Sie also Interesse an unserem Präventionskurs haben, setzen Sie sich mit uns in Verbindung.
Die Anmeldung ist ab sofort telefonisch oder per E-Mail möglich. Die Teilnahme ist kostenlos, es entstehen lediglich Kosten in Höhe von 14,90 Euro für ein Arbeitsbuch.
Die Präventionskurse finden nachmittags in den Räumen des IVV in der Dürerstraße 30 am Ortenberg in 35039 Marburg statt. Ein Kurs umfasst 12 Termine à ca. 1,5 Stunden, die einmal wöchentlich nachmittags (nicht in den Ferien) stattfinden. Vor Beginn des Kurses nehmen alle Eltern an einem einführenden Informationsabend teil.
Kontakt:
Adresse:
IVV-Geschäftsstelle,
Frau I.
Karem
Hans-Sachs-Straße 4-6
35033 Marburg
Tel.: 06421/586-6472
(Sekretariat)
E-Mail: ivv@med.uni-marburg.de
Oder direkt an:
eimecke@med.uni-marburg.de,
pauschar@med.uni-marburg.de
Mitarbeiter des Projektes:
Sylvia Eimecke, Diplom-Psychologin; Mitarbeiterin im Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin (IVV) an der Philipps-Universität Marburg e.V.; angestellt in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Jan Pauschardt, Diplom-Psychologe; Mitarbeiter im Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin (IVV) an der Philipps-Universität Marburg e.V.; angestellt in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Prof. Dr. F. Mattejat, Diplom-Psychologe; Ausbildungsleiter des Instituts für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin (IVV) an der Philipps-Universität Marburg e.V.; Leitender Psychologe der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

