Willkommen beim Institut für Verhaltenstherapie und
Verhaltensmedizin (IVV) an der Philipps-Universität Marburg e.V.
Kurz gesagt, bietet das Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin angehenden Therapeuten und Therapeutinnen Ausbildung und Weiterbildung in Psychotherapie. Gleichzeitig können Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die sich in einer persönlichen Krise befinden, am IVV ohne langwierige, nervenaufreibende Suche, kompetente psychotherapeutische Begleitung finden.
Die Einzelheiten
Genauer ausgedrückt, ist das IVV ein
staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut für Psychotherapie, anerkannt
vom Hessischen Landesprüfungsamt für Heilberufe, von der
Landesärztekammer Hessen und von der Kassenärztlichen Vereinigung
Hessen. Es wurde 1999 von Psychologen und Medizinern der
Philipps-Universität Marburg gegründet.
Die besonderen Möglichkeiten des IVV liegen in der
interdisziplinären Zusammenarbeit und in der engen Kooperation mit dem
Universitätsklinikum Gießen und Marburg,
insbesondere der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik
und Psychotherapie sowie der Klinik für
Psychiatrie und Psychotherapie. Dadurch wird eine praxisnahe und
wissenschaftlich fundierte Psychotherapie-Ausbildung ermöglicht. Einen
Schwerpunkt am IVV bildet die Kindertherapie und die Psychotherapie mit
Jugendlichen.
Das IVV ist organisiert als eingetragener, gemeinnütziger Verein mit folgenden Zielsetzungen:
- Die Bereitstellung von Ausbildungs- und Weiterbildungsangeboten für Ärzte, Psychologen und andere Berufsgruppen in der Theorie und Praxis der wissenschaftlich fundierten Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Verhaltensmedizin.
- Förderung des verhaltenstherapeutischen und verhaltensmedizinischen Ansatzes in der Patientenversorgung und Forschung.
- Förderung und Bereitstellung wissenschaftlich fundierter und evidenzbasierter psychotherapeutischer Behandlungsangebote.
- Förderung und Verwirklichung wissenschaftlicher Untersuchungen und Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Psychiatrie, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Klinischen Psychologie und der Psychotherapie, insbesondere im Bereich der Psychotherapie-Forschung, Therapieevaluation und Qualitätssicherung unter besonderer Berücksichtigung der Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin und weiterer wissenschaftlich fundierter Therapiemethoden.
Die Geschichte des IVV
Das IVV wurde am 12. April 1999 gegründet. Die Geschichte der kinder- und jugendpsychotherapeutischen Ausbildung in Marburg beginnt aber bereits deutlich früher.
Vorgeschichte
Im Jahr 1981 wurde von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Ärztlich-Pädagogischen Jugendhilfe der Philipps-Universität und vom Verein für Kinder- und Familientherapie e.V. das „Marburger Weiterbildungsseminar“ ins Leben gerufen. Dort konnte eine umfassende 3-jährige Weiterbildung in Kinder-, Jugendlichen- und Familientherapie absolviert werden. Diese Weiterbildung gliederte sich in theoretische Grundkurse, diagnostische Seminare, Therapieseminare (mit Balintgruppen und Fallsupervisionen) und Selbsterfahrung. Sie sollte die Absolventen in die Lage versetzen, selbstständig und eigenverantwortlich, kompetente Psychotherapie mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu betreiben. Geradezu revolutionär war der Ansatz, Ärzte und Diplom-Psychologen gemeinsam aus- und weiterzubilden. Während andernorts noch Grabenkämpfe tobten, sah man in Marburg schon damals den Mehrwert der Multidisziplinarität. Aus der Zusammenführung ärztlichen und psychologischen Denkens entstand ein lebendiger Dialog, der im Laufe der Jahre zu einer ständigen Verbesserung der Weiterbildung geführt hat.
Gründung
Nachdem 1999 durch das Psychotherapeutengesetz neue Rahmenbedingungen für die Psychotherapie geschaffen worden waren, musste auch die psychotherapeutische Ausbildung und Weiterbildung in Marburg neu organisiert werden. Am 12. April 1999 wurde das Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin (IVV) gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen folgende Psychologen und Ärzte des Zentrums für Nervenheilkunde der Philipps-Universität Marburg teil:
Prof. Dr. Krieg, PD Dr. Lautenbacher (heute Prof.), PD Dr. Martin, Prof. Dr. Mattejat, Dr. Niebergall, Dipl.-Psych. Quaschner (heute Dr.), Prof. Dr. Dr. Remschmidt, Dipl.-Psych. Röttgers (heute Dr.), PD Dr. Schreiber (heute Prof.), Dr. Spernal (heute Dr. Hemmeter-Spernal). Den Vorsitz des gemeinnützigen Vereins übernahmen die Direktoren der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie: Prof. Krieg und Prof. Dr. Dr. Remschmidt. Dr. Niebergall wurde zum Schatzmeister berufen, PD Dr. Martin und PD Dr. Schreiber zu Beisitzern. Des Weiteren wurde ein Ausbildungsausschuss unter der Leitung von PD Dr. Lautenbacher und Prof. Dr. Mattejat gegründet, dem außerdem Dipl.-Psych. Quaschner und Dipl.-Psych. Röttgers angehörten.
Der Vorstand des Instituts für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin zeichnet sich seit der Gründung durch eine sehr hohe Kontinuität aus. Die Gründungsvorsitzenden blieben bis zu ihrem Ausscheiden aus ihrer Funktion als Kliniksdirektor im Vorstand des Vereins. Prof. Krieg war von 1999 bis 2009 - also 10 Jahre lang - 1. Vorsitzender; Prof. Remschmidt von 1999 bis 2007 2. Vorsitzender des IVV. Mitglieder des aktuellen Vorstands sind hier aufgelistet.
Kooperationen des IVV
Am 26. Januar 2001 wurde per Vertrag die Kooperation zwischen dem IVV und dem Klinikum der Philipps-Universität Marburg auf dem Gebiet der Forschung, Aus- und Weiterbildung geregelt. Nach der Neuorganisation des Klinikums (Rhön-Klinikum) wurde dieser Vertrag vom Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH übernommen. Im Jahr 2009 hat das Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH schließlich auch die Möglichkeit geschaffen, dass die Ausbildungskandidaten des IVV eine Praktikumsvergütung erhalten, wenn sie in den angeschlossenen Kliniken ein Praktikum absolvieren.
Im Jahr 2009 wurde außerdem eine Kooperationsvereinbarung mit dem Institut für Psychotherapieausbildung Marburg (IPAM, vertreten durch Prof. Rief), der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (vertreten durch Prof. Kircher) und der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -Psychosomatik und -Psychotherapie (vertreten durch Prof. Becker) abgeschlossen. In dieser Vereinbarung werden die Schwerpunkte der Ausbildungseinrichtungen IVV und IPAM benannt. Während am IPAM Psychologische Psychotherapeuten ausgebildet werden, bietet das IVV Ausbildungen für den Bereich Kinder und Jugendliche an sowie Weiterbildungen für Ärzte. Es wurde zudem eine enge Kooperation zwischen den beiden Ausbildungsinstituten und den beiden Universitätskliniken sowohl auf dem Gebiet der Forschung wie auch im Ausbildungsbereich vereinbart.
Darüber hinaus kooperiert das IVV seit seiner Gründung eng mit dem Deutschen Fachverband für Verhaltenstherapie (DVT). Stets waren und sind Mitglieder des IVV auch im Vorstand dieses Fachverbandes vertreten.

