Direkt zum Inhalt
 
 
Bannergrafik (Konfliktforschung)
 
  Startseite  
 
Sie sind hier:» Universität » Zentrum für Konfliktforschung » Forschung » Drittmittelprojekte » Abgeschlossene Drittmittelprojekte

Abgeschlossene Drittmittelprojekte


Friedenskonsolidierung und Transitional Justice                                                                                                                                                    

(2009 - 2012, DFG-funded)DFG Logo Neu

The aim of The Politics of Building Peace is to analyse under which conditions the peacebuilding tools transitional justice, reconciliation initiatives and unification policies consolidate sustainable peace after violent, civil conflict. Through asking what politics operate behind these tools and if, and how, they change the relationship between the parties to the conflict from antagonism to acceptance, it contributes to the discipline of peace studies where it can be categorised under critical or post-positive approaches.

Projektbearbeitung: Prof. Dr. Buckley-Zistel, Dr. Teresa Koloma Beck, Christian Braun und Friederike Mieth

Förderung: strukturiertes Promotionsprogramm MARA (Marburg University Research Academy) (2009-2012) 

Tiefgehende Analysen und insbesondere Grundlagenforschung zu Transitional Justice werden bisher weitestgehend vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieses Promotionsprogramms die identifizierten Lücken in der Forschung zu schließen. In einem interdisziplinären Umfeld wird somit versucht, die Analyse von Transitional Justice Prozessen in verschiedenen Dissertationsprojekten zu strukturieren und für die weitere Forschung fruchtbar zu machen.

Professorale Sprecher_innen: Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel, Prof. Dr. Matthias Bös und Prof. Dr. Anika Oettler

  

Soziologie von Postkonflikt- und Interventionsgesellschaften                                                                                                                        

  • Forschungsnetzwerk: Konstruktivistische Konfliktforschung

Förderung durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG Logo Neu

In den vergangenen Jahren ist innerhalb der sozialwissenschaftlichen Konfliktforschung ein erhöhtes Interesse an konstruktivistischen Ansätzen zu beobachten. Das Netzwerk setzt sich in erster Linie aus Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zusammen, die zu diesem Thema bereits einschlägig, vor allem im Kontext der Konfliktforschung, gearbeitet haben. Die Idee zur Vernetzung unterschiedlicher Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen stammt aus deren forschungspraktischen Erfahrungen und Fragen. Von der systematischen Bearbeitung dieses für viele verschiedene Forschungsvorhaben grundsätzlichen Problems erhoffen sich die Mitglieder nicht zuletzt komparative empirische und theoretische Anregungen für die weitere Präzisierung der konstruktivistischen Konfliktforschung und die Eröffnung neuer Forschungsperspektiven.

Sprecher des Netzwerkes: Prof. Dr. Thorsten Bonacker und Prof. Dr. Stephan Stetter


Förderung: Deutsche Stiftung Friedensforschung (2008), Thorsten Bonacker, gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Daxner
stiftung_frieden.jpg


Bei aktuellen humanitären Interventionen schließt sich nach dem Ende der direkten Kampfhandlungen meist eine lange Wiederaufbauphase (Nationbuilding statt Peacekeeping) der intervenierten Region an. Die Intervenierenden bleiben vor Ort, initiieren und begleiten die Errichtung einer Administration nach gängigen Idealvorstellungen von good governance und unterstützen die Intervenierten im Aufbau staatlicher Strukturen. Die militärischen Komponenten der Interventionstruppen halten die Sicherheit aufrecht und helfen bei der Durchsetzung eines staatlichen Gewaltmonopols, während zivile Helfer bei der Formulierung von Verfassungstexten und beim Institutionsdesign assistieren oder infrastrukturelle Projekte organisieren und fördern. Dabei verursachen die Intervenierenden (schon allein durch ihre bloße Anwesenheit) Veränderungen der gesellschaftlichen Strukturen der Intervenierten, die das soziale Gefüge der intervenierten Region tief greifend verändern und destabilisieren können. Der Versuch, eine freie, gerechte und friedliche Gesellschaft aufzubauen, ist deswegen begleitet von Konflikten, die ihre Ursache in den Folgen des Aufeinandertreffens der Intervenierenden und Intervenierten haben und mit dem die Intervention auslösenden primären Konflikt nicht mehr vermittelt sind. Sie stehen vielmehr in einem Zusammenhang mit den sozialen Verunsicherungen, die Nationbuilding und Peacebuilding-Projekte begleiten.

Publikation: Soziologie von Interventionsgesellschaften und Interventionskultur, hrsg. von Thorsten Bonacker, Michael Daxner, Christoph Zürcher und Jan Free, VS Verlag 2009.


Intergruppenkonflikte und Gewalt                                                                                                                                                                    

Förderung durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG Logo Neu

Das Graduiertenkolleg untersucht Ausmaße, Erscheinungsformen, Ursachen und Konsequenzen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit richtet sich gegen „fremde“ Gruppen, wie z.B. Zugewanderte oder Menschen jüdischen Glaubens, und gegen „normabweichende“ Gruppen wie Homosexuelle, Behinderte oder Obdachlose. Sie kommt zum Ausdruck in Abwertung, Ausgrenzung und u.U. in gewalttätigem Verhalten gegenüber Mitgliedern dieser Gruppen.

Sprecher des Kollegs: Prof. Dr. Ulrich Wagner und Prof. Dr. Andreas Zink


Menschenrechte und Nichtregierungsorganisationen in Konflikten der Weltgesellschaft

Förderung durch die Europäische Union, 6. Rahmenprogramm (2007-2009)

EU Logo

SHUR is an international research project that investigates the role of civil society actors in ethno-political conflicts. Focusing on human rights violation, it aims at formulating guidelines for straightening the complementary action of civil society and European Union actors. SHUR is a Specific Targeted Research Project-STREP (July 2006-June 2009) funded by the Sixth Framework Programme-FP6 of the European Commission.

The European Union has identified peace-making, the respect for human rights and the development of civil society as key priorities in its external relations. Non-governmental actors have become key players in ethno-political conflicts, both as violators and as promoters of human rights. This has been facilitated by the transformation of these conflicts, increasingly characterised by high intensity in intra-border ethno-religious tensions and strong international appeal to human rights protection. Yet neither have the precise inter-relationships underpinning the human rights-civil society-conflict nexus been fully understood, nor has the potential complementarity between non-governmental and EU actors been sufficiently explored.

Shur's overall objective is thus to analyse the impact of civil society on ethno-political conflicts through human rights, and to identify the means to strengthen the complementary actions of civil society and EU actors. It does so by analysing four case studies in the European neighbourhood: Bosnia-Herzegovina, Cyprus, Turkey-Kurds, and Israel-Palestine. Through the comparative examination of these cases, Shur will draw-up policy guidelines tailored to governmental and non-governmental civil society action.

Förderung: Institut für Auslandsbeziehungen, Förderprogramm zivik (2008-2009)

IFA Logo

In dem Projekt soll die Rolle der Zivilgesellschaft für die Einbeziehung von Opfern schwerer Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der derzeit laufenden strafrechtlichen Aufarbeitung der kambodschanischen Diktatur durch die Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia (ECCC) sowie im ugandischen Bürgerkrieg untersucht werden. Zugleich geht es auch darum danach zu fragen, was die Ursachen dafür sind, dass es rund 30 Jahre nach den Verbrechen zu einer international angestoßenen Aufarbeitung kommt und inwiefern weltkulturelle Normen und ihre Verbreitung durch internationale Nichtregierungsorganisationen für die Entstehung lokaler Transitional Justice-Prozesse von Bedeutung sind. Das Projekt wird gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Safferling und Dr. Wolfgang Form vom Marburger Forschungs- und Dokumentationszentrum für Kriegsverbrecherprozesse (ICWC) und mit Prof. Dr. Christoph Weller von der Universität Augsburg durchgeführt. Vor Ort gibt es zahlreiche Kooperationspartner, u.a. den Deutschen Entwicklungsdienst. Gemeinsam mit lokalen Partnern werden in der derzeitigen Projektphase vor allem neue Ansätze der Opferbeteiligung im Rahmen von Transitional Justice erforscht und diskutiert. Finanziell gefördert vom Auswärtigen Amt  und unterstützt durch das Programm zivik des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) wird im Dezember 2008 ein Workshop in Phnom Penh, Kambodscha stattfinden, der verschiedene v.a. zivilgesellschaftliche Akteure im Bereich der Opferarbeit an den Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia zusammenbringt. Ziel des Workshops ist es, Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten für die Nichtregierungsorganisationen in diesem Feld zu schaffen sowie die Bedingungen erfolgreicher Vergangenheitsbearbeitung in Kambodscha gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren.


Projektmitarbeiter: Dominik Pfeiffer

Workshop: Victims Participation in Transitional Justice in Phnom Penh

Zuletzt aktualisiert: 26.06.2014 · Wuebbold Michael, Fb. 3

 
 
 
Zentrum für Konfliktforschung

Zentrum für Konfliktforschung, Ketzerbach 11, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-24444, Fax +49 6421/28-24528, E-Mail: konflikt@staff.uni-marburg.de

URL dieser Seite: http://www.uni-marburg.de/konfliktforschung/forschung/drittmittelprojekte/abgeschlossene_drittmittelprojekte

Impressum | Datenschutz