Peter-Becker-Preis
Zur Unterstützung zur Umsetzung von
Friedensforschung in praktische Projekte wird seit 2005 alle zwei Jahre
der Peter-Becker-Preis verliehen. Dotiert mit 10.000 Euro handelt es
sich hierbei um den höchsten Preis für Friedens- und Konfliktforschung
in Deutschland. Gestiftet wird der Preis von dem Marburger Anwalt Peter
Becker, der außerdem Sprecher der internationalen Organisation "Anwälte
gegen nukleare Bewaffnung" ist. Mit dem Preis sollen herausragende
Arbeiten und Projekte gefördert werden, die einen bedeutsamen Beitrag
zur Friedensförderung leisten. Lesen Sie mehr in der Satzung des Peter-Becker-Preises.
Der letzte Preisträger
Preisträger ist
das Projekt "Peace Counts on Tour" (Link zum Internetauftritt des Projekts), das
vom Institut für Friedenspädagogik Tübingen und dem
Journalistennetzwerk „Peace Counts Project“ getragen wird. Das Projekt
hat sich zum Ziel gesetzt, die Wahrnehmung für Ursachen und
Eskalationsverläufe von gewaltsamen Auseinandersetzungen in Konflikt-
und Krisensituationen zu erweitern. So soll Friedens- und
Konfliktfähigkeit gefördert und ein Blick für neue Lösungs- und
Handlungsansätze geschärft werden. schärfen. Das Projekt verknüpft
Erkenntnisse aus der Friedens- und Konfliktforschung mit moderner
Friedenspädagogik und konstruktivem Journalismus. Hier finden Sie den
offiziellen Pressebericht der Universität zur diesjährigen
Preisverleihung.
Diskussion zwischen Michael Gleich (Institut für Friedenspädagogik), Esther Shapira (HR) und Jörg Armbruster (SWR), moderiert von Andrea Vermeer
Frühere Preisträger
2004: Dr. Ulrich Schneckener
Für sein 2002 erschienenes Buch "Auswege aus dem Bürgerkrieg" erhielt der Politikwissenschaftler Dr. Ulrich Schneckener den Peter-Becker Preis. In seinem Buch setzt re sich mit vergangenen und aktuellen ethnischen Konflikten in Europa auseinander, stellt mögliche Lösungsmodelle vor und diskutiert ihre Anwendbarkeit auf die jweiligen spezifischen Konflikte. Gerade dieser Praxisbezug hat die Jury beeindruckt.
Den
Nachwuchspreis erhielten die Ägypter Dr. Simon Mason und der Äthiopier
Dr. Yakob Arsano, die in einer Forschungsarbeit am Beispiel der
Probleme um die Wasserverteilung am oberen Nil praktische Vorschläge
zur Konfliktregelung vorstellen. Informationen zur Preisverleihung
finden Sie im Bericht des Unijournals.
Hier finden Sie einen
Pressebericht zu der Verleihung 2005.
2006: Prof. Dr. Herbert Wulf
Neben Herbert Wulfs Lebenswerk galt der Jury vor allem das jüngste Buch des Friedensforschers und Experten für Sicherheitspolitik als preiswürdig. In seinem 2005 veröffentlichtem Werk "Internationalisierung und Privatisierung von Krieg und Frieden" stellt er die demokratische Kontrolle über die Streitkräfte durch Privatisierung und Internationalisierung weltweiter Militäreinsätze in Frage. Weitere Informationen zum Preisträger und der Verleihung finden Sie im offiziellen Pressebericht der Universität.
Hier finden Sie einen Pressebericht zu der Verleihung 2007.
