Kirchenmusik
Die Kirchen sind äußerlich nach Bistümern und Landeskirchen gegliedert, deren Grenzen noch alte politische Strukturen widerspiegeln. Auf diesen Ebenen gibt es Administrationen mit Zuständigkeitsbereichen und Referaten, u. a. auch für Kirchenmusik, die sich vor allem der Fortbildungsaufgaben (z. B. Literaturkunde) annehmen. Die verschiedenen musikalischen Arbeitsbereiche werden insbesondere durch die kirchenmusikalischen Verbände betreut, u. a. durch den Verband evangelischer Kirchenchöre Deutschlands und den Evangelischen Posaunendienst in Deutschland.
Bundesweit zusammengeschlossen haben sich im Christlichen Sängerbund (CS) Chöre aus freikirchlichen wie landeskirchlichen Gemeinden und Gemeinschaften, im Evangelischen Sängerbund (ESB) evangelische Chöre und Einzelmitglieder innerhalb der Evangelischen Landeskirchen.
| Dem Chorverband der Evangelischen Kirche in Hessen und
Nassau sind rund 900 Chöre mit über 23000 Mitgliedern
angeschlossen, davon dürfte der weitaus größte Teil aus dem Land Hessen
kommen (Wetzlar gehört z. B. zur Rheinischen Kirche). Den Posaunenwerken der beiden Landeskirchen Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck gehören jeweils rund 300 Posaunenchöre mit insgesamt knapp 9000 Mitgliedern an. |
Die bischöflichen Kirchenmusikinstitute der Diözesen Mainz und Fulda mit Außenstelle Kassel sowie das Referat Kirchenmusik im Bistum Limburg tragen dafür Sorge, dass in den katholischen Kirchen gute Musik gemacht wird. Neben wenigen hauptamtlichen Musikern sind es nämlich viele nebenberufliche Organisten, Chorleiter und Sänger, die sich kirchenmusikalisch engagieren. Die Institute bieten verschiedene Ausbildungsgänge an, in denen sich musikinteressierte Laien zu nebenberuflichen Kirchenmusikern ausbilden lassen können. Schwerpunkte sind die C-Prüfung für Organisten und die Ausbildung zur Chorleitung (auch von Kinderchören).
Das Pendant auf protestantischer Seite ist die Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte Schlüchtern.
Hier finden Sie weitere Links zur Kirchenmusik in Hessen.
