12.06.2012
Henry Beissel liest aus seinem Werk
Der kanadische Dichter und Dramatiker Henry Beissel hält eine Lesung in der Universitätsbibliothek.
Am Freitag, den 22. Juni 2012 um 17.00 Uhr findet im Kanada-Saal der Marburger Universitätsbibliothek eine Lesung des kanadischen Autors Henry Beissel statt. Beissel, der in Deutschland geboren wurde, ist ein bedeutender Dramatiker, Dichter und Essayist aus der kanadischen Hauptstadt Ottawa, zu dessen Veröffentlichungen eine Vielzahl an Gedichtsammlungen und Theaterstücken für Jung und Alt zählen. Nach seinem Abschluss an der Universität von Toronto 1960 unterrichtete Beissel mehr als 36 Jahre lang englische Literaturwissenschaft – unter anderem sogar in München und der Karibik sowie an zahlreichen kanadischen Universitäten.
Als Schriftsteller ist Beissel zudem seit Jahrzehnten auch international sehr erfolgreich. Seine Werke wurden zum Teil in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt und von Kritikern weltweit gelobt. Zu Beissels größten Erfolgen zählt hierbei das preisgekrönte Theaterstück Inuk and the Sun aus dem Jahr 1973, das bereits in vielen Ländern der Welt aufgeführt wurde. In Deutschland wurde Henry Beissel 1994 mit dem Walter Bauer Literaturpreis ausgezeichnet. Zu seinen aktuellsten Publikationen zählt der 2011 erschienene Gedichtband Coming to Terms with a Child, in dem Beissel seine eigene Kindheit im nationalsozialistischen Deutschland betrachtet und verarbeitet.
Die Veranstaltung ist Teil der
jährlichen kanadischen Literaturtage des Marburger Zentrums für
Kanada-Studien der Philipps-Universität. Die Canadian Literature Days
werden seit mehr als zehn Jahren regelmäßig in Marburg unter der
Leitung von Prof. Dr. Martin Kuester veranstaltet und finden in diesem
Jahr im Rahmen der Lehrerfortbildung zum Thema „Teaching Canada in the
EFL-Classroom“ statt, die bereits seit einem Monat ausgebucht ist. Die
Lesung von Henry Beissel aus seinen Werken in englischer Sprache stellt
hierbei ein besonderes Highlight dar. Die Veranstaltung ist öffentlich
und der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen finden Sie unter Aktuelles.
Kontakt
Prof. Dr. Martin Kuester
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