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03.03.2010

E-Klausuren-Service nimmt Betrieb auf

Universitäten Marburg und Gießen arbeiten bei elektronischen Klausuren zusammen

Seit Anfang 2010 bieten die Philipps-Universität Marburg und die Justus-Liebig-Universität Gießen einen Service zur Durchführung von E-Klausuren an. Dieser wird derzeit von den medizinischen Fachbereichen beider Universitäten sowie den Erziehungswissenschaften in Marburg genutzt. Er soll nach und nach auch für andere Fachbereiche geöffnet werden.

E-Klausuren werden unter Aufsicht in PC-Sälen oder Testcentern am PC geschrieben; zu ihren Vorteilen gehören die erheblich erleichterte, weil weitgehend automatisierte Auswertung und ein vereinfachtes Prüfungs-Qualitätsmanagement, aber auch die Möglichkeit, multimediale Elemente in Klausuraufgaben zu verwenden. In Marburg und Gießen kommt ein auf der Open-Source-Lernplattform ILIAS basierendes Prüfungssystem zum Einsatz, auf das mit Hilfe eines speziell abgesicherten Klausur-Browsers von beliebigen Client-PCs über verschlüsselte Internet-Verbindungen zugegriffen werden kann.

Schon seit November 2003 werden im Fachbereich Medizin der Philipps-Universität E-Klausuren geschrieben. Die zentrale technische Infrastruktur hierfür wurde beim Hochschulrechenzentrum (HRZ) Gießen betrieben. In dieser Zeit wurde erhebliches technisches und organisatorisches Know-How aufgebaut. Die neue Kooperation integriert den bestehenden Betrieb, zieht neue Mitarbeiter im HRZ Marburg hinzu, baut die technischen Kapazitäten aus und erweitert das Angebot. Der Service wird gefördert über Lehrsondermittel und in seiner Anfangsphase über Projektmittel des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Es handelt sich dabei gleichzeitig um die erste große IT-Kooperation zwischen den beiden mittelhessischen Universitäten. Perspektivisch sollen auch andere hessische Hochschulen den Service nutzen können.

Der neu geschaffene Organisationsrahmen erlaubt die Durchführung von Klausuren mit erheblich mehr Prüflingen als in der Vergangenheit. Speziell für die großen Klausuren im Fachbereich Medizin wurde die Zentrale Medizinische Bibliothek (ZMB) so umgebaut, dass dort bei Bedarf 180 Laptop-Arbeitsplätze eingerichtet werden können. Hierzu wurde durch das HRZ Marburg eine innovative Methode zur zentralen Softwareverteilung eingerichtet, die es erlaubt, nahezu wartungsfreie Laptops ohne Festplatten einzusetzen. So entsteht in der Klausurwoche aus der ZMB temporär ein Testcenter, mit dem im Vollausbau Klausuren mit 440 Prüflingen abgewickelt werden können.

In den ersten zwei Monaten des Jahres 2010 wurden in diesem Rahmen E-Klausuren mit insgesamt zirka 1500 Prüflingen aus verschiedenen medizinischen Fächern sowie aus den Erziehungswissenschaften geschrieben. Die begleitende Evaluation lässt große Akzeptanz für den neuen Prüfungsmodus erkennen: Knapp 70 % der geprüften Studierenden finden die elektronischen Klausuren gar nicht oder nur leicht gewöhnungsbedürftig; zwei Drittel der Prüflinge würden es begrüßen, weitere E-Klausuren zu schreiben.

Zeitgleich unterstützte das HRZ Marburg auch technisch und organisatorisch die ersten multimedialen E-Klausuren in der Anglistik, die über das Prüfungsmodul des Virtual Linguistics Campus durchgeführt wurden.

Weitere Informationen

Internet-Auftritt des E-Klausuren-Service

Informationsportal "E-Klausuren an Hochschulen"

Kontakt

Martin Klehr / Matthias Warkus
Hochschulrechenzentrum
Hans-Meerwein-Straße
35032 Marburg

Tel.: 06421 28 23549
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 04.03.2010 · Matthias Warkus

 
 
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