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Buddhismus: seine Verbreitung und Vielfalt


Icon früher indischer Buddhismus

Früher indischer Buddhismus


Icon Buddhismus

Ostasiatischer Buddhismus

Icon Buddhismus Südostasien

Südostasiatischer Buddhismus

Icon tibetischer Budddhismus

Tibetischer Buddhismus


Zu seinen Lebzeiten hielt der Buddha, der „Erwachte“, den Orden der Mönche und Nonnen durch seine Person zusammen und konzentrierte sich auf die Region des heutigen Nordindiens und Nepals. Nach seinem Tod im 4. Jahrhundert v.u.Z. entwickelten sich schon bald wegen unterschiedlicher Orientierungen der Mitglieder der Ordensgemeinschaft (sangha) verschiedene Lehrrichtungen und Schulen. Durch die Verbreitung in anderen indischen und zentralasiatischen Königreichen formten sich weiterhin mannigfache buddhistische Traditionen aus, die Glaubens- und Praxisformen aus den jeweiligen lokalen religiösen Strömungen aufnahmen.

Während im 10. Jahrhundert der Buddhismus in seinem Entstehungsland Indien allmählich zum Erliegen kam, erfreute er sich in Ostasien weiterhin großer Blütezeiten. Vor allem über die Vermittlung durch Händler und Kaufleute aus Indien, die dem Buddhismus anhingen, gelangten die Lehre sowie Mitglieder der Ordensgemeinschaft auf dem Seeweg nach Südostasien wie dem heutigen Kambodscha, Laos und Thailand. Dort sind allerdings heute Formen der buddhistischen Lehre populär, die sich mit Theravâda ("Weg der Alten") bezeichnen. Sri Lanka und Burma sind weitere Länder, in denen der Theravâda heute Verbreitung findet.

Die Praxis und Übermittlung der buddhistischen Lehren (dharma) ging mit einem ungeheuren Schaffensreichtum an Bildwerken, Ritualgegenständen, Bauwerken und Schriften einher bzw. wurden diese zum Zwecke der Verbreitung des Buddhismus gestaltet. Besonders die Lehrtraditionen, die sich zum „Großen Fahrzeug“ zählen, mit dem alle Lebewesen zur Erlösung gelangen, zeichnen sich durch ihre Bilderfreudigkeit und die Hingabe an ein umfassendes und außerordentlich komplexes Pantheon von Buddhas, Bodhisattvas, Gottheiten und anderen Wesen aus. Das altindische Sanskrit-Wort für diese Lehrtradition des „Großen Fahrzeugs“ lautet Mahâyâna.

Zuweilen wird Vajrayana ("Diamantenes Fahrzeug“) als eine dritte Strömung des Buddhismus genannt, diese kann jedoch auch als eine Untergruppe des Mahâyâna mit Betonung des tantrischen Aspekts betrachtet werden. Tibetisch-buddhistische Schulen und bestimmte Lehrrichtungen des ostasiatischen esoterischen Buddhismus werden dazu gerechnet.

Der Prozess der Herausbildung neuer buddhistischer Lehrrichtungen und Schulen ist heute keineswegs abgeschlossen. So haben sich bei der Übermittlung beispielsweise japanisch-buddhistischer Lehren nach Deutschland neue Gemeinschaften gebildet, die mehr oder weniger eigenständig von japanischen Institutionen ihrer Form der Lehre und Praxis nachgehen. Ein besonderes Merkmal ist neben der fruchtbaren Schulenbildung im Buddhismus eine starke Betonung der Linie der Übermittler und Übermittlerinnen, die sich in der Regel auf den historischen Buddha, Shakyamuni (Siddharta Gautama), zurückführt. (KT)




Zuletzt aktualisiert: 15.09.2008 · Zandt

 
 
 
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