Stehender Buddha mit Geste der Furchtlosigkeit
|
|
|
Diese anmutige, in leuchtenden Farben bemalte Holzstatue des Buddha Shakyamuni stammt ursprünglich aus Sri Lanka. Das Antlitz dieser Buddhastatue mit seinen leicht unregelmäßigen Gesichtszügen und dem Blick aus halb geschlossenen Augen ziert die Webseite der Religionskundlichen Sammlung. Sein Haar ist in den für die Darstellung eines Buddha typischen „Schneckenlöckchen“ gelegt. Die ursprünglich angeleimten Löckchen haben sich teilweise vom Kopf gelöst, vermutlich deutlich nach der Restaurierung in Deutschland im August 1954. Besonders ausgeprägt gestaltet ist der Schädelauswuchs des Buddha, die so genannte uṣṇiṣa, aus der eine hoch aufzüngelnde Flamme als Zeichen der Erleuchtung hervorkommt. In Süd- und Südostasien ist diese Gestaltung des Schädelauswuchses des Buddha üblich und ein charakteristisches Merkmal für diese Regionen Asiens. Die abhaya mudrā genannte Handhaltung oder Geste symbolisiert, dass die Belehrten keine Furcht haben sollen. Sie sind aufgefordert, alle Hindernisse, von denen Furcht ein besonders schwerwiegendes ist, zu beseitigen, um sich intensiv mit der Lehre des Buddha zu beschäftigen. Die Geste der Furchtlosigkeit deutet an, dass der Buddha im Begriff ist eine Lehrrede zu halten. Andere bekannte Gesten von buddhistischen Gestalten sind die der Meditationshaltung mit zusammengelegten, im Schoß ruhenden Händen oder die „Erdberührungsgeste“, bei der der Buddha im Meditationssitz sitzend mit der rechten Hand den Erdboden berührt. Diese geht auf eine Szene aus der Buddha-Legende zurück, in der der Buddha die Erde bzw. Erdgöttin als Zeugin für seine wahre Erleuchtung anruft. Die Handgesten heißen auf Sanskrit „mudrā“. (KT) |
|
| Maße: H 100 cm B 24 cm T 20 cm Signatur: Mq 003 |

