Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg
Das Deutsche Dokumentationstzentrum für
Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg der Philipps-Universität
Marburg sammelt fotografische Reproduktionen von Objekten der
europäischen Kunst und Architektur. Der Bestand von über 1,7 Millionen
Einzelaufnahmen repräsentiert die analoge fotografische Dokumentation
im 20.Jahrhundert. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Materialien zur
Geschichte der Fotografie des 19. Jahrhunderts.
Die Anfänge des Bildarchivs Foto Marburg, heute eines der weltweit größten Spezialarchive zur europäischen Kunst und Architektur, gehen zurück auf das Jahr 1913, als Prof. Richard Hamann als Ordinarius für Kunstgeschichte nach Marburg berufen wurde und unverzüglich den bestehenden, noch nicht sehr umfangreichen ‚Photographischen Apparat’ zu einem zentralen Medium für Lehre und Forschung des Seminars auszubauen begann.
Als erfahrener Fotograf hatte Hamann früh Bedeutung und Möglichkeiten einer repräsentativen kunsthistorischen Fotosammlung erkannt. Er betrieb als Kunsthistoriker und versierter Fotograf systematisch die Vergrößerung der Fotosammlung und begann ein Negativarchiv anzulegen, das die Vervielfältigung und den Verkauf der Aufnahmen ermöglichte. 1929 wird die breite Sammlung von Aufnahmen zur gesamten Geschichte der Kunst vom preußischen Staat als Aufgabe des Bildarchivs anerkannt, das sich nun unter dem Dach des neu gegründeten „Forschungsinstitutes für Kunstgeschichte“ als zentrales Archiv der Kunstdokumentation etablieren kann.
Der Ausbau des Bestandes erfolgte über die Jahrzehnte durch hauseigene Fotokampagnen und Bestandsübernahmen bzw. Leihgaben. Zählte die Sammlung bereits Ende der 1940er Jahre 230.000 Fotografien, so umfasst sie heute über 1,7 Millionen Aufnahmen.
Schwerpunkte bilden die Kunst und Architektur Deutschlands und aller übrigen wichtigen europäischen Kunstlandschaften. Der reiche Bestand umfasst Fotografien vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Die wertvollen Originalnegative (Glasplattennegative, Plan- und Rollfilme) werden in klimatisierten Räumen gelagert und sind nahezu vollständig katalogisiert. In den Räumen des Hülsenhauses wird zudem eine wertvolle Sammlung historischer Abzüge aufbewahrt, die teils noch dem „Photographischen Apparat“ der Zeit vor 1913 entstammen. Darunter befinden sich wertvolle großformatige Salzpapier- und Albuminabzüge aus den Jahren 1850-1900, mithin aus der Frühzeit der fotografischen Kunstreproduktion und Architekturfotografie.
Seit 1999 sind die Bestände über die Verbunddatenbank „Bildindex zur Kunst und Architektur“ im Internet verfügbar.
Das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte, mit diesem Namenszusatz firmiert das Bildarchiv Foto Marburg aufgrund einer Empfehlung des Wissenschaftsrats seit 1961, wurde aufgrund seiner Bedeutung 2009 in eine zentrale Einrichtung der Universität mit eigenständigem Forschungsauftrag und definierten Serviceaufgaben überführt.
Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte -
Bildarchiv Foto Marburg
Biegenstraße 11 (Eingang Wolffstraße)
D-35037 Marburg
Telelefon: 06421/28-23600
Fax: 06421/28-28931
bildarchiv@fotomarburg.de
www.fotomarburg.de
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8 - 17 Uhr











