Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte
der Philipps-Universität Marburg beherbergt die Gemäldesammlung und die
Kunstgewerbesammlung der Universität. Die Kunstsammlung repräsentiert
die Geschichte der Malerei von der Frühen Neuzeit bis zur Klassischen
Moderne, die umfangreichen kulturhistorischen Objekte sind Hauptquellen
zur Geschichte Hessens.
1927 gegründet, pflegt und erweitert das Museum für Kunst und Kulturgeschichte als Einrichtung der Philipps-Universität Marburg Bestände zur europäischen Kunstgeschichte von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart und zur Regionalgeschichte Hessens.
Für Wechselausstellungen und Veranstaltungen stehen dem Museum seit 1981 zwei architekturgeschichtlich herausragende Standorte zur Verfügung: das im neo-expressionistischen, so genannten „Marburger Zackenstil“ errichtete, denkmalgeschützte Ernst-von-Hülsen-Haus und das mittelalterliche Landgrafenschloss.
Grundlagen der Kunstsammlungen des anlässlich der 400-Jahr-Feier der Universität gegründeten Museums waren die bis dahin verstreut im Besitz der Philipps-Universität befindlichen Gemälde, z.B. Professorenbildnisse des 17.-20.Jahrhunderts. Leihgaben aus den Museen in Kassel und Berlin vermehrten den Bestand. Namhafte Marburger Kunsthistoriker wie Richard Hamann (1879–1961) ergänzten die Sammlung durch Vermittlung von Spenden um Werke zeitgenössischer Künstler.
Heute zählen „Adam und Eva“ (1610) des flämischen Caravaggio-Nachfolgers Louis Finson, Carl Spitzwegs „Der Briefbote im Rosenthal“ (um 1858), Gemälde aus dem Kreis der Willingshäuser Malerkolonie (19. Jahrhundert) sowie Werke der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts zu den Höhepunkten der wachsenden Kunstsammlung der Universität.
Eine einzigartige Sammlung mittelalterlicher Wappenschilde des 13.-15. Jahrhunderts, umfangreiche Bestände zur Geschichte des Eisengusses, Irdenware und Keramik der frühen Neuzeit oder Fragmente aus dem karolingischen Dom zu Fulda bilden Schwerpunkte der kulturhistorischen Bestände.
Die kulturgeschichtliche Sammlung ist auch von wissenschaftsgeschichtlichem Rang. So verwahrt das Universitätsmuseum als Dauerleihgabe u.a. die umfangreiche Altertümersammlung des Marburger Geschichtsvereins. Sie wurde im 19. Jahrhundert von Ludwig Bickell (1838–1901) nach dem Vorbild des Londoner Victoria and Albert-Museums initiiert, um die Entwicklung von Kunst und Gewerbe im gerade untergegangenen Kurfürstentum Hessen zu dokumentieren.
Ernst-von-Hülsen-Haus:
Öffnungszeiten: Di–So 11–13 und 14–17 Uhr
Landgrafenschloss:
Öffnungszeiten: Di-So 10–18 Uhr (April bis Oktober), Di-So
10–16 Uhr (November bis März)
Eintritt jeweils: regulär: 4 Euro, ermäßigt: 3 Euro
Museum für Kunst und Kulturgeschichte der
Philipps-Universität Marburg
Ernst-von-Hülsen-Haus, Biegenstraße 11, 35037 Marburg
Telefon: 06421/28-22355, Fax: 06421/28-22166
museum@verwaltung.uni-marburg.de
www.uni-marburg.de/uni-museum
http://www.vhghessen.de/marburg/index.html

