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Archiv der Philipps-Universität Marburg

 

Das Universitätsarchiv verwahrt das in der laufenden Verwaltung der Universität nicht mehr benötigte Schriftgut, erschließt es und macht es für die Forschung, aber auch für die Universität selbst nutzbar. Zur Zeit umfasst das Universitätsarchiv knapp 500 Urkunden und mehr als 2000 lfd. Regalmeter Amtsbücher und Akten aus der Zeit vom 13. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart.

Seit 1890 sind die Bestände als Depositum im Hessischen Staatsarchiv Marburg untergebracht. Am 1. März 2006 hat die Universität mit der Einstellung einer Archivarin die Einrichtung selbst übernommen (vgl. Nachricht vom 24. April 2006). Akten und Urkunden blieben aber im Staatsarchiv und können dort im Lesesaal eingesehen werden. Seit dem 1. Februar 2010 zählt das Archiv zu den Zentralen Einrichtungen der Universität.

 

 

150 Jahre preußische Universität Marburg (1866/67 – 2016/17)

 

18664
Statuten der Universität Marburg von 1885. Illuminierte Prachthandschrift auf Pergament mit in silberner Kapsel anhängendem großem preußischem Staatssiegel. UniA MR Urk. 91 Nr. 484

Im Sommer 1866 mündeten die Auseinandersetzungen zwischen Preußen und Österreich, die vordergründig über die gemeinsame Verwaltung Schleswig-Holsteins geführt wurden, im Krieg. In dessen Folge wurde bekanntlich das Kurfürstentum Hessen zusammen mit dem Herzogtum Nassau, der Freien Reichsstadt Frankfurt und dem Königreich Hannover von Preußen besetzt und annektiert. Mit dem Annexionsgesetz vom 20. September, das dem Annexionspatent vom 3. Oktober voranging, verfügte der neue Landesherr, dass die preußische Verfassung in den neuen Landesteilen zum 1. Oktober 1867 eingeführt werde. Bis dahin regierte Preußen auf dem Verordnungsweg. Somit wurde die Marburger Universität in einer Übergangszeit vom Sommer 1866 bis zum Oktober 1867 preußisch.

18662
Titelblatt der Statuten der Universität Marburg von 1885. UniA MR Urk. 91 Nr. 484

Für die Universität bedeutete die preußische Annexion einen gewaltigen Aufschwung: „Die preußische Hochschulpolitik ... machte (das ist nicht zuviel gesagt) aus Marburg erstmals eine voll leistungsfähige, auf manchen Gebieten führende Stätte der Lehre und Forschung“, urteilte Hellmut Seier 1988. Bis zum Ersten Weltkrieg verfünffachte sich die Zahl der Studierenden, verdoppelte sich die Zahl der Lehrstühle, deren Inhaber anerkannte Professoren waren, und zahlreiche Gebäude wurden neu errichtet, allen voran die sog. Alte Universität.

 

Das Universitätsarchiv hat aus diesem Anlass eine kleine Archivalienpräsentation zusammengestellt, in der einige Schlaglichter auf die preußische Zeit geworfen werden. Sie kann im oberen Umgang des Treppenhauses im Hessischen Staatsarchiv Marburg zu den Öffnungszeiten des Archivs besichtigt werden. Zu sehen ist das Original der neuen Statuten von 1885, geschrieben auf Pergament und besiegelt vom preußischen König, das schnell angepasste Titelblatt des Personalverzeichnisses vom Wintersemester 1866/67, Gesetze für die Studierenden und Immatrikulationsbescheinigungen sowie die Eintragungen einiger der ersten Studentinnen im WS 1908/9 in die Matrikel, Unterlagen zu wichtigen Veränderungen in der Universitätsverwaltung und zu zwei der Neubauten für die Universität, der bereits erwähnten Alten Universität und der im Jahr 1900 eröffneten Universitätsbibliothek, heute Wilhelm-Röpke-Haus in der Universitätsstraße. Optisch auffallend ist die Akte mit den Stoffproben für die 1911 eingeführte Talare der Professoren.

 

>>> Katharina Schaal

 

 

Zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 · Dr. Carsten Lind, Universitätsarchiv, 06421-9250176

 
 
Philipps-Universität Marburg

Archiv der Philipps-Universität Marburg, Friedrichsplatz 15 (im Hessischen Staatsarchiv Marburg), 35037 Marburg
Tel. +49 6421/9250-176, Fax +49 6421/161125, E-Mail: uniarchiv@verwaltung.uni-marburg.de

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