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Das Studium

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Zur Studien- und Prüfungsordnung sowie Modulübersicht (S. 11)


Blick in den Vorlesungsraum des Hülsen-Hauses, in dem auch auswärtige Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse präsentieren

Der Marburger Masterstudiengang „Geoarchäologie“  ist deutschlandweit der erste Studiengang, der sich dezidiert diesem neuen Wissenschaftsbereich widmet. Damit schlägt er die Brücke zwischen den Kultur- und den Geowissenschaften und vermittelt den Absolventen allein dadurch ein breit gefächertes Basiswissen. Aufgrund der Relevanz der Geoarchäologie für aktuelle und zukünftige Fragestellungen können Absolventen dieses Fachs in vielfältigen Bereichen eingesetzt werden.

Abschluss:

Master of Science (M.Sc.)

Regelstudienzeit:

4 Semester. Ein Teilzeitstudium ist möglich.
Die Gesamtzahl der zu erwerbenden Leistungspunkte (ECTS) beträgt 120.

Bei Ausgrabungen können Studierende der Geoarchäologie praktische Geländererfahrungen sammeln

Zunächst lernen die Studierenden das Erschließen geoarchäologischer Quellen, speziell durch Ausgrabungen und Sondagen, und das selbständige wissenschaftliche Arbeiten. Wichtig ist zudem die Vermittlung der Ergebnisse innerhalb des Fachs und an die Öffentlichkeit in Publikationen, Vorträgen und Ausstellungen. Dazu werden weitergehende Computerkenntnisse vermittelt, zu denen etwa die Geographischen Informationssysteme und die Erstellung digitaler Geländemodelle gehören. Weitere Stärken des Studienganges liegen in der Einbindung in internationale Forschungsprojekte. Dadurch werden Fremdsprachenkenntnisse gestärkt, länderübergreifende Kontakte
hergestellt und gepflegt sowie Verständnis für andere Kulturen vermittelt.

Für die zerstörungsfreie Untersuchung archäologischer Strukturen im Boden werden verschiedene geophysikalische Prospektionsmethoden verwendet. Hier der Einsatz des Georadars

Voraussetzung zur Aufnahme des Masterstudiengangs „Geoarchäologie“  ist ein mindestens mit „befriedigend“ (Note 3,0) bewerteter Abschluss des Bachelorstudiengangs „Archäologische Wissenschaften“, des Bachelorstudiengangs „Geographie“ bzw. eines vergleichbaren Abschlusses an einer anderen in- oder ausländischen Hochschule.
Für Studierende des B.A.-Studienganges ‑Archäologische Wissenschaften oder eines vergleichbaren Studiums mit archäologischem Schwerpunkt ist in der Regel Voraussetzung, dass zuvor Module eines geographisch-geowissenschaftlichen Studienganges im geforderten Umfang eines Begleitfaches studiert wurden. Für Studierende geographisch-geowissenschaftlicher Studiengänge ist in der Regel
Voraussetzung, dass zuvor Module eines archäologischen Studienganges im geforderten Umfange eines Begleitfaches studiert wurden.


Der aufgeschnittene Bohrkern zeigt deutlich verschiedene Bodenschichten

Der Studiengang Geoarchäologie dauert vier Semester und ist mit einem Beifach zu studieren. Er gliedert sich in sieben Module, die in der Regel aus jeweils mindestens zwei Lehrveranstaltungen bestehen, welche thematisch aufeinander abgestimmt sind. Ein Modul wird mit 12 Leistungspunkten (LP) bewertet (Ausnahmen: Module 6 und 7). Den Abschluss des M.A.-Studienganges bildet das Verfassen einer Masterarbeit (Modul 7: 30 LP), die einen Umfang von ca. 80 Textseiten und gegenüber einer Bachelorarbeit ein deutlich höheres wissenschaftliches Niveau haben sollte.
In den Masterstudiengang "Geoarchäologie" werden außer den genannten Modulen weitere aus einem Begleitfach einbezogen. Es wird dringend empfohlen, die ggf. im vorausgegangenen B.A.-Studiengang als Begleitfach nicht studierte Fachrichtung (Geographie bzw. Archäologie) als Begleitfach zu wählen. Auf dieses Begleitfach entfallen 24 von 120 LP. Die Auswahl der relevanten Module und Lehrveranstaltungen ist in Absprache mit den möglichen Fachgebieten geregelt.

 

Das „Basismodul“ ist innerhalb der ersten beiden Semester zu absolvieren und dient, je nach vorangegangenem Bachelorabschluß, der Heranführung der Studierenden an die jeweiligen archäologischen oder geographischen Grundkenntnisse der Geoarchäologie (fachspezifische Quellen und Arbeitsweisen).

„Exkursion und berufsbezogenes Praktikum“ stellen ein praxisorientiertes Modul dar, in denen das Fachwissen zur Anwendung gelangt. Geographische und archäologische Geländepraktika sowie Fachexkursionen mit begleitendem Seminar vertiefen das theoretisch erworbene Fachwissen.

Das Modul „Themenfeld I: Physische Geographie“ wird vom Fachbereich der Geographie angeboten und vertieft die Kenntnisse der Studierenden in diesem Bereich.

Sowohl von DozentInnen der Geographie als auch der archäologischen Fächer (Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie) werden Veranstaltungen zum Modul „Themenfeld II: Mensch und Umwelt“ angeboten, im dem die Wechselbeziehungen in besonderem Maße behandelt werden. Hier besteht die Wahlmöglichkeit, das Modul entweder mit archäologischen oder mit geographischen Veranstaltungen zu belegen.

Archäologisch ausgelegt ist das Modul „Themenfeld III: Siedlungs- und Wirtschaftsarchäologie“. Darin wird auf Themen wie die Standortfaktoren eines Siedlungsraumes sowie ihre wirtschaftlichen Vorzüge und Nachteile im Laufe der Geschichte eingegangen.

Das „Optionalmodul“ dient dem Erwerb und der Vertiefung von Schlüsselqualifikationen.

 

Der Masterabschluss bildet die Voraussetzung zur Aufnahme der  Promotionsphase bzw. eines fachbezogenen Promotionsstudienganges.

 

Zur Abgabe der Master-Arbeit:

Mit der Master-Arbeit muss eine Plagiatserklärung abgegeben werden. Diese Erklärung kann im Formularcenter der Homepage des Vorgeschichtlichen Seminars heruntergeladen werden. Sie muss ausgefüllt und eigenhändig unterschrieben sein und ist als letzte Seite in die Masterarbeit einzubinden.

Weiterhin ist ein kurzer Lebenslauf abzugeben, der das Geburtsdatum/den Geburtsort, die Anschrift (inklusive Heimatadresse), Telefonnummer und aktuelle E-mail-Adresse enthalten soll.

Beizufügen ist weiterhin eine Erklärung, ob Sie damit einverstanden sind, daß Ihre Arbeit a) anderen NutzerInnen einsehbar und b) über den OPAC recherchierbar sein soll. Die Arbeiten werden nicht in die Bibliothek aufgenommen, sondern stehen im "Dissertationsarchiv" unter Verschluß.

Zuletzt aktualisiert: 21.05.2012 · muehlent

 
 
 
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