Das Studium
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Der Marburger Masterstudiengang „Geoarchäologie“ ist deutschlandweit der erste Studiengang, der sich dezidiert diesem neuen Wissenschaftsbereich widmet. Damit schlägt er die Brücke zwischen den Kultur- und den Geowissenschaften und vermittelt den Absolventen allein dadurch ein breit gefächertes Basiswissen. Aufgrund der Relevanz der Geoarchäologie für aktuelle und zukünftige Fragestellungen können Absolventen dieses Fachs in vielfältigen Bereichen eingesetzt werden.
Abschluss:
Master of Science (M.Sc.)
Regelstudienzeit:
4 Semester. Ein Teilzeitstudium ist möglich.Die Gesamtzahl der zu erwerbenden Leistungspunkte (ECTS) beträgt 120.
Zunächst lernen die Studierenden das Erschließen geoarchäologischer
Quellen, speziell durch Ausgrabungen und Sondagen, und das selbständige
wissenschaftliche Arbeiten. Wichtig ist zudem die Vermittlung der
Ergebnisse innerhalb des Fachs und an die Öffentlichkeit in
Publikationen, Vorträgen und Ausstellungen. Dazu werden weitergehende
Computerkenntnisse vermittelt, zu denen etwa die Geographischen
Informationssysteme und die Erstellung digitaler Geländemodelle
gehören. Weitere Stärken des Studienganges liegen in der Einbindung in
internationale Forschungsprojekte. Dadurch werden
Fremdsprachenkenntnisse gestärkt, länderübergreifende Kontakte
hergestellt und gepflegt sowie Verständnis für andere Kulturen
vermittelt.
Voraussetzung zur Aufnahme des
Masterstudiengangs „Geoarchäologie“ ist ein mindestens mit
„befriedigend“ (Note 3,0) bewerteter Abschluss des Bachelorstudiengangs
„Archäologische Wissenschaften“, des Bachelorstudiengangs „Geographie“
bzw. eines vergleichbaren Abschlusses an einer anderen in- oder
ausländischen Hochschule.
Für Studierende des B.A.-Studienganges ‑Archäologische Wissenschaften
oder eines vergleichbaren Studiums mit archäologischem Schwerpunkt ist
in der Regel Voraussetzung, dass zuvor Module eines
geographisch-geowissenschaftlichen Studienganges im geforderten Umfang
eines Begleitfaches studiert wurden. Für Studierende
geographisch-geowissenschaftlicher Studiengänge ist in der Regel
Voraussetzung, dass zuvor Module eines archäologischen Studienganges im
geforderten Umfange eines Begleitfaches studiert wurden.
Der Studiengang Geoarchäologie dauert vier Semester und ist mit
einem Beifach zu studieren. Er gliedert sich in sieben Module, die in
der Regel aus jeweils mindestens zwei Lehrveranstaltungen bestehen,
welche thematisch aufeinander abgestimmt sind. Ein Modul wird mit 12
Leistungspunkten (LP) bewertet (Ausnahmen: Module 6 und 7). Den
Abschluss des M.A.-Studienganges bildet das Verfassen einer
Masterarbeit (Modul 7: 30 LP), die einen Umfang von ca. 80 Textseiten
und gegenüber einer Bachelorarbeit ein deutlich höheres
wissenschaftliches Niveau haben sollte.
In den Masterstudiengang "Geoarchäologie" werden außer den genannten
Modulen weitere aus einem Begleitfach einbezogen. Es wird dringend
empfohlen, die ggf. im vorausgegangenen B.A.-Studiengang als
Begleitfach nicht studierte Fachrichtung (Geographie bzw. Archäologie)
als Begleitfach zu wählen. Auf dieses Begleitfach entfallen 24 von 120
LP. Die Auswahl der relevanten Module und Lehrveranstaltungen ist in
Absprache mit den möglichen Fachgebieten geregelt.
Das „Basismodul“ ist innerhalb der ersten beiden Semester zu absolvieren und dient, je nach vorangegangenem Bachelorabschluß, der Heranführung der Studierenden an die jeweiligen archäologischen oder geographischen Grundkenntnisse der Geoarchäologie (fachspezifische Quellen und Arbeitsweisen).
„Exkursion und berufsbezogenes Praktikum“ stellen ein praxisorientiertes Modul dar, in denen das Fachwissen zur Anwendung gelangt. Geographische und archäologische Geländepraktika sowie Fachexkursionen mit begleitendem Seminar vertiefen das theoretisch erworbene Fachwissen.
Das Modul „Themenfeld I: Physische Geographie“ wird vom Fachbereich der Geographie angeboten und vertieft die Kenntnisse der Studierenden in diesem Bereich.
Sowohl von DozentInnen der Geographie als auch der archäologischen Fächer (Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie) werden Veranstaltungen zum Modul „Themenfeld II: Mensch und Umwelt“ angeboten, im dem die Wechselbeziehungen in besonderem Maße behandelt werden. Hier besteht die Wahlmöglichkeit, das Modul entweder mit archäologischen oder mit geographischen Veranstaltungen zu belegen.
Archäologisch ausgelegt ist das Modul „Themenfeld III: Siedlungs- und Wirtschaftsarchäologie“. Darin wird auf Themen wie die Standortfaktoren eines Siedlungsraumes sowie ihre wirtschaftlichen Vorzüge und Nachteile im Laufe der Geschichte eingegangen.
Das „Optionalmodul“ dient dem Erwerb und der Vertiefung von Schlüsselqualifikationen.
Der Masterabschluss bildet die Voraussetzung zur Aufnahme der Promotionsphase bzw. eines fachbezogenen Promotionsstudienganges.
Zur Abgabe der Master-Arbeit:
Mit der Master-Arbeit muss eine Plagiatserklärung abgegeben werden. Diese Erklärung kann im Formularcenter der Homepage des Vorgeschichtlichen Seminars heruntergeladen werden. Sie muss ausgefüllt und eigenhändig unterschrieben sein und ist als letzte Seite in die Masterarbeit einzubinden.
Weiterhin ist ein kurzer Lebenslauf abzugeben, der das Geburtsdatum/den Geburtsort, die Anschrift (inklusive Heimatadresse), Telefonnummer und aktuelle E-mail-Adresse enthalten soll.
Beizufügen ist weiterhin eine Erklärung, ob Sie damit einverstanden sind, daß Ihre Arbeit a) anderen NutzerInnen einsehbar und b) über den OPAC recherchierbar sein soll. Die Arbeiten werden nicht in die Bibliothek aufgenommen, sondern stehen im "Dissertationsarchiv" unter Verschluß.

