20.08.2010
Über Medien im Bilde sein
Tagung des Institutes für Medienwissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften der Philipps-Universität Marburg
Über Medien im Bilde sein. Zu den
Gegenständen medienwissenschaftlicher Forschung
Spätestens seit der Empfehlung des
Wissenschaftsrates zur "Weiterentwicklung der Kommunikations- und
Medienwissenschaften in Deutschland" scheint sich das Fach
Medienwissenschaft aufs Neue mit einigen grundlegenden Fragen
auseinander zu setzen: Wie sieht das Selbstverständnis als
eigenständige wissenschaftliche Disziplin in Deutschland aus? Führt die
seit längerem thematisierte Interdisziplinarität in den Geistes- und
Sozialwissenschaften zu einem Erodieren von Disziplin- und
Forschungsgrenzen? So wird scheinbar bei den Debatten um einen
produktiven inter- oder transdisziplinären Übergriff gerne vergessen,
dass dieser nur vor dem Hintergrund stabiler Fächerprofile erfolgen
kann. Auch die Medienwissenschaft sieht sich also vor die
Herausforderung gestellt, ihre Forschungsgegenstände nicht weiter aus
den Augen zu verlieren.
Die von Institut für Medienwissenschaft und in Zusammenarbeit mit der
AG "Medienwissenschaftliches Kolloquium" des Graduiertenzentrums
Geistes- und Sozialwissenschaften der Philipps-Universität Marburg
organisierte Tagung widmet sich in unterschiedlichen Sektionen den
analytischen Methoden und insbesondere profilbildenden Gegenständen im
Hinblick auf disziplinäre Probleme und Chancen medienwissenschaftlicher
Forschung. Die Dominanz der audiovisuellen Medien Film und Fernsehen,
aber auch der wachsende Einfluss der Digitalen Medien haben
paradigmatische Umwälzungsprozesse eingeleitet. Diese wirken sich
nachhaltig auf soziale, politische und kulturelle Strukturen sowie
künstlerische Strategien, aber auch auf wissenschaftliche Methoden und
Theoriekonzepte aus. Die hierdurch ausgelöste Selbstreflexion der
Medienwissenschaft soll nun entsprechend vertieft werden. Im Besonderen
sind zukunftsorientierte Konzepte zu perspektivieren, die zu einer
Konturierung des disziplinären Profils beitragen können.
Die Tagung findet statt mit freundlicher Unterstützung des
Ursula-Kuhlmann-Fonds.
Kontakt
Sonja Czekaj, Petra Missomelius, Astrid Pohl, Burkhard Röwekamp, Sven Stollfuß und Monika Weiß
s. Homepage zur Veranstaltung

