21.07.2017
Konzert des Unichors lockt Mitglieder des Universitätsbundes nach Marburg
Semesterabschlusskonzert mit Chorstücken aus vier Jahrhunderten
Bereits zum zweiten Mal erhielten die Mitglieder des Universitätsbundes als Dank für ihre langjährige Fördertätigkeit eine Einladung zum Semesterabschlusskonzert des Unichors.
Rund 180 Musikliebhaber kamen am 2. Juli in die Universitätskirche, um dem abwechslungsreichen A-Capella-Programm des Unichors zu lauschen, der in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Unter Leitung des Dirigenten Wolfgang Schult hatten die 65 Sängerinnen und Sänger ein anspruchsvolles Programm mit Stücken aus dem Barock bis zur Moderne zusammengestellt. Neben Werken von Reginald Spofforth und William Horsley, die nach England ins 18. Jahrhundert führten, gehörten moderne Stücke von Hugo Distler, Olivier Messiaen und Frank Martin aus dem 20. Jahrhundert zum vielseitigen Programm des Semesterabschlusskonzerts.
Die prägnanten Soprane und klangvollen Männerstimmen des Chors kamen
gleich zum Auftakt bei Sporfforths Vokalstück „Come bountous may“ zur
Geltung. Mit dem modernen Stück „O wild wild west“ von Edward Elgar
zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass auch rhythmisch schwierige
Stücke kein Hindernis für sie sind. Besonderen Unterhaltungswert bot
indes ein Stück Bergers: „Nisspuk“ geht auf eine Volkssage aus
Schleswig-Holstein zurück und erzählt die Geschichte eines Kobolds, der
bei einem Bauern sein Unwesen und ihn zum Umzug treibt. Mit den
spannungsreichen geistlichen Stücken Distlers und Martins hatten die
jungen Sängerinnen und Sänger schließlich Gelegenheit ihr ganzes Können
unter Beweis zu stellen.
„Zu unserem Selbstverständnis gehört es, neben einem ambitionierten
Standardrepertoire auch weniger bekannte Werke zur Aufführung zu
bringen“, erklärte der Vorsitzende des Unichors, Johann
Lieberknecht. Den Komponisten eines dieser selten
aufgeführten Stücke sollte das Publikum erraten. Mit einer Flasche Sekt
wurde der aufmerksame Zuhörer belohnt, dem es gelang, das „Rätselstück“
von Hector Berlioz zu lösen.
Die Konzerte des Marburger Unichors wurden durch die spezielle
Werkauswahl schon mehrfach zum Ort von Ur- oder Erstaufführungen.
Gemeinsame Projekte mit anderen Chören sind keine Seltenheit für den
Unichor, der Kontakte in ganz Europa pflegt. Gleichzeitig bereichern
Auftritte mit den studentischen Orchestern der
Philipps-Universität das Programm des Chors. Einblick in die
musikalische Zusammenarbeit gab die Darbietung eines fünfköpfigen
Bläserensembles, das drei Sätze aus Georg Friedrich Händels
Feuerwehrmusik sowie zwei Fugen von Johann Sebastian Bach spielte. Mit
ihrer im Swing interpretieren Fuge Nr. 2 aus dem wohltemperierten
Klavier ernteten die Bläser besonderen Applaus.
Der Unichor Marburg wurde vor 20 Jahren auf studentische Initiative
gegründet. Seitdem bereichert er das kulturelle Leben der Stadt. Viele
der Mitglieder begleiten den Chor, der gleichzeitig Begegnungsstätte
mit Austauschstudenten aus aller Welt ist, während ihres gesamten
Studiums.
Seinen Erfolg verdankt der Unichor auch seinen Förderern. „Wir danken
besonders dem Universitätsbund, der uns seit Jahren regelmäßig
unterstützt und dieses Konzert ermöglicht hat“, sagte Lieberknecht. Für
die Mitglieder des Universitätsbundes war es bereits das zweite Konzert
des Unichors, zu dem sie als Ehrengäste eingeladen wurden.
Neben der finanziellen Förderung lebt der Unichor vom Engagement seines
Leiters Wolfgang Schult, der den Chor seit seiner Gründung unterstützt.
Als Musiker und Musiklehrer am Laubach-Kolleg leitet der erfahrene
Dillenburger die Jugenkantorei Dillenburg, die Dillenburger Bachwoche
sowie das Ensemble Arcani.
Näheres zum Unichor Marburg erfahren Sie hier.
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Kontakt
R. Pawlazik
Marburger Universitätsbund
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