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19.01.2017

Gegen Diskriminierung

Forum zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle

Zeit: 23.02.2017 14:00 h - 23.02.2017 20:00 h
Ort: Aula der Alten Universität, Lahntor 3

Referierende/Beteiligte:

Prof. Dr. Katharina Krause; Franziska Eder; Almut Dietrich; René_ Hornstein

Weitere Informationen:

Warum brauchen wir eine Antidiskriminierungsstelle?

Unter Diskriminierung wird die Benachteiligung und Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund von zugeschriebenen Gruppenzugehörigkeiten und damit verbundenen Vorurteilen und Abwertungen verstanden. Diskriminierungen sind stets Ausdruck gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse, doch vor allem an Hochschulen spielen inneruniversitäre Hierarchien und Abhängigkeiten eine besondere Rolle. Diese Strukturen erschweren es insbesondere Studierenden, die erfahrenen Diskriminierungen vorzubringen. Zudem führt oft die Überschneidung bzw. das gleichzeitige Zusammenwirken von sozialen Ungleichheiten zu Diskriminierungserfahrungen. Eine entsprechend ausgeformte Antidiskriminierungsstelle könnte bei intersektionalen Diskriminierungsfällen und Mehrfachdiskriminierungen tätig werden und aktiv gegen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit arbeiten.

Programm:

14:00 Uhr: Einleitende Worte der Präsidentin der Philipps-Universität Marburg Prof. Dr. Katharina Krause und Vorstellung praxisnaher Definitionen durch den AK Antidiskriminierung

15:00 Uhr : Vortrag von Franziska Eder
Franziska Eder führte von August 2013 bis Dezember 2016 das Forschungsprojekt "Gleichberechtigte Teilhabe am Hochschulstudium?" am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie der Philipps-Universität Marburg durch. Ausgehend von der Beobachtung einzelner Lehrender, dass Studierende mit Behinderungen bzw. chronischen Erkrankungen einzelne Studienabschnitte nicht abschlossen oder ihr Studium aufgaben, untersuchte sie die Studiensituation dieser Studierenden. Dabei interessierten sowohl hinderliche als auch förderliche Bedingungen im Studium. Aus den Daten entwickelte sie Handlungsempfehlungen, die dazu beitragen sollen, die Studiensituation dieser Studierenden zu verbessern. Ausgehend von einer Einbettung von Behinderung in den Kontext der Intersektionalitätsforschung stellt sie in ihrem Vortrag die wichtigsten Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen vor.

16:00 Uhr : Vortrag von Almut Dietrich

Almut Dietrich ist Beraterin und Trainerin im Konfliktmanagement- und Antidiskriminierungsbereich der „Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt - Expertise und Konfliktberatung“ (ADE). In ihrem Vortrag stellt sie die Beratungs- und Fachstelle, die an der Universität Bremen vor und berichtet über ihre Erfahrungen bei der Beratung von Diskriminierungs- und Gewaltbetroffenen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Bremen bietet die ADE schon 1993 Beratung zum Umgang mit Konflikten, Diskriminierungen und Gewalt am Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsplatz für betroffene Personen und deren persönliche Ansprechpartner*innen an. Darüber hinaus unterstützt die ADE die Universitätsleitung und den Öffentlichen Dienst in Bremen in der Entwicklung, Implementierung und Qualifizierung
eines internen Konflikt- und Beschwerdemanagements sowie in der Umsetzung rechtlicher Vorgaben und Initiativen im Bereich Antidiskriminierung.

17:00 - 17:30 Uhr Pause

17:30 Uhr : Vortrag von René_ Hornstein
René_ Hornstein hat in der „AG Lehre“ des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin mitgearbeitet und mehrere Beiträge im Reader „Diskriminierungskritische Lehre. Denkanstöße aus den Gender Studies“ mitverfasst. Hierbei unter anderem mit dem Titel „Privilegierter Widerstand gegen diskriminierungskritisches Wissen“, in dem aufgearbeitet wird, wieso die Thematisierung struktureller Diskriminierung insbesondere in der Hochschullehre schwierig ist. Die Handreichung bringt vielstimmige Denkanstöße aus unterschiedlichen Fachrichtungen, zahlreiche Erfahrungen aus der Lehre und Überlegungen von Student*innen und Kolleg*innen zusammen und gibt damit in einem Leitfaden Handlungsimpulse auf die auch eine Antidiskriminierungsstelle in ihrer Präventionsarbeit zurückgreifen könnte. In diesem Vortrag wird es darum gehen, auf welche inneruniversitären Hindernisse eine diskriminierungskritische Lehre trifft und worauf es bei den unterschiedlichen Phasen einer Lehrveranstaltung zur Umsetzung zu achten gilt.

18:30 Uhr Podiumsdiskussion zur Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle in Marburg mit den Vortragenden und weiteren Expert*innen.

20:00 Uhr Empfang im Kreuzgang der Aula

Programm zum Download

Die Veranstaltung wird möglichst barrierearm gestaltet sein. Alle Räume (inklusive Toiletten) sind schwellenfrei zugänglich. Es wird eine englische Flüsterübersetzung angeboten. Falls weitere Sprachen nötig sind, wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail-Adresse: antidis@lists.uni-marburg.de.
Außerdem wird das Forum durch Gebärdensprache unterstützt und es wird eine Kinderbetreuung angeboten.


Veranstalter:

Präsidium der Philipps-Universität & AK Antidiskriminierung

Kontakt:

AK Antidiskriminierung
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 21.02.2017 · Gabriele Neumann

 
 
 
Philipps-Universität Marburg

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Tel. +49 6421 28-26118, Fax +49 6421 28-28903, E-Mail: pressestelle@verwaltung.uni-marburg.de

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