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15.02.2006

Dalai Lama erhält Ehrendoktorwürde

Der Fachbereich Fremdsprachliche Philologien wird im Sommer die Auszeichnung verleihen

Als erste deutsche Universität verleiht die Philipps-Universität dem Dalai Lama die Ehrendoktorwürde. Der Fachbereich Fremdsprachliche Philologien sprach sich einstimmig für die Auszeichnung aus, um ihn für sein wissenschaftliches Wirken zu würdigen. In zahlreichen Buchveröffentlichungen habe der Dalai Lama das Wesen des tibetischen Buddhismus in authentischer, aber doch in einer für ein breiteres Publikum verständlichen Form dargelegt. Zudem habe er viele westliche Wissenschaftler und Studierende auf den Gebieten der buddhistischen Philosophie und der esoterischen Lehren des tibetischen Buddhismus (die prinzipiell nur mündlich tradiert werden) belehrt, so dass sich sein Wissen maßgeblich auch in deren Veröffentlichungen niedergeschlagen hat.

Würdigen möchte die Philipps-Universität auch seine Anregung und Förderung der Gründung einer tibetischen Universität in Indien, des "Central Institute of Higher Tibetan Studies" in Sarnath (Varanasi). Das Institut zielt darauf, jungen tibetischen Mönchen eine fundierte theologische Ausbildung zu bieten, die sie in Tibet zur Zeit nicht erhalten können, und sie gleichzeitig mit den Methoden der westlichen Buddhismusforschung vertraut zu machen. Ein weiterer Schwerpunkt des CIHTS besteht darin, grundlegende Werke des indischen wie des tibetischen Buddhismus durch wissenschaftliche Ausgaben und Studien wieder (oder erstmalig) zugänglich zu machen.

Der Bezug des Dalai Lama zu Marburg besteht darin, dass die wissenschaftliche Tibetologie seit über 75 Jahren in Marburg heimisch ist, zunächst als Hilfswissenschaft zur Erforschung des indischen Buddhismus, mittlerweile aber als eigenständiges Forschungsgebiet, das sich auch rein tibetologischen Fragestellungen widmet. Der derzeitige Fachvertreter, Professor Dr. Michael Hahn, arbeitet seit 25 Jahren eng mit dem CIHTS zusammen, zunächst von Bonn, seit 1988 aber von Marburg aus. Zuletzt wurde im November 2005 anlässlich eines Besuches von drei Marburger Wissenschaftlern in Sarnath die Intensivierung der Zusammenarbeit anhand von konkreten Projekten vereinbart.

Zur Feier der Ehrenpromotion wird nicht nur der Dalai Lama im Sommersemester in Marburg erwartet, sondern auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch - beide sind seit Jahren befreundet.

 

Weitere Informationen:

http://www.uni-marburg.de/fb10/ios/indologie

Kontakt

Prof. Dr. Michael Hahn
Fachgebiet Indologie und Tibetologie
FB 10, Philipps-Universitaet Marburg,
Wilhelm-Roepke-Str. 6,
D-35032 Marburg

Tel.: 06421/28-24740 oder 24741
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 17.02.2006 · Pressestelle

 
 
 
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