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08.01.2009

Verschollenes Professorenbildnis aufgetaucht

Anonymer Finder gibt Gemälde an Marburger Universitätsmuseum zurück

Gemälde
"Bildnis von Prof. Carl Wilhelm Robert" im ursprünglichen, unbeschnittenen Zustand, gemalt von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. um 1771/72 (Fotorechte: Bildarchiv Foto Marburg)
Die Philipps-Universität Marburg konnte nun ihre historische Reihe von Professorenporträts wieder vervollständigen: Das „Bildnis von Prof. Carl Wilhelm Robert“, das Johann Heinrich Tischbein d. Ä. um 1771 gemalt hatte, war seit 1945 verschollen gewesen. Vor kurzem kam es dank einer anonymen Privatinitiative wieder zurück und befindet sich jetzt im Marburger Universitätsmuseum. Der/die anonyme Finder/in hatte das Gemälde 2008 stark beschnitten in einem Marburger Nachlass gefunden. Anhand eines Artikels aus einer alten Zeitungsausgabe, in dem das Gemälde noch im unbeschnittenen Zustand gezeigt wurde, gelang die Identifizierung. Das Fragment ist seit dieser Woche in einer Vitrine im Spitzweg-Raum des Universitätsmuseums, Ernst-von-Hülsen-Haus, zu besichtigen.
Das nujn nurmehr 49 x 36,5 cm große Gemälde, das in Öl auf Leinwand gemalt ist, zeigt Carl Wilhelm Robert (1740 – 1803). Der gebürtige Kasselaner lehrte von 1766 bis 1778 als Professor der Theologie und war von 1778 bis 1797 auch an der philosophischen und juristischen Fakultät in Marburg tätig. Sein Bildnis ist eines von 324 Professorenporträts, die im 17. und 18. Jahrhundert angefertigt wurden, denn seit 1629 wurden aufgrund einer Verfügung durch Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt alle Marburger Professoren „in einer gleichen größ und form, mit anzeig des nahmens, auch der Jahrzahl seines altters und der geburth Christi“ porträtiert. Die Professorenreihe wurde – zwar mit Unterbrechung, aber in doch umfangreicher Zahl – bis Ende des 18. Jahrhunderts fortgeführt. Während des Zweiten Weltkriegs brachte man die Marburger Sammlung in Sicherheit, unter anderem in einem Stollen in Siegen. Nach Kriegende fehlte dann das Bildnis von Carl Wilhelm Robert. In den 1960er Jahren wurde die bis dahin auf verschiedene Universitätsstandorte verteilte Sammlung im Universitätsmuseum wieder zusammengeführt und zeitweise im Museumsfoyer ausgestellt.

Weitere Informationen:
Dr. Agnes Tieze
Universitätsmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Tel. 0 64 21 / 28 2 23 52
tieze@staff.uni-marburg.de



Zuletzt aktualisiert: 13.01.2009 · Pressestelle

 
 
 
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