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13.05.2013

Mar(s)burg: Mineralogen erwerben Meteoriten vom Roten Planeten

Äußerst seltenes Fragment eines Marsmeteoriten im Besitz des Mineralogischen Museums

Mars-Meteorit
Das Fragment des Mars-Meteoriten von Tissint im Marburger Mineralogischen Museum (Foto: Mineralogisches Museum).

Zwar nur wenige Gramm schwer, aber von hoher Seltenheit ist das Fragment, das seit kurzem im Marburger Mineralogischen Museum zu bewundern ist. Durch einen Meteoriteneinschlag wurde es von seinem Herkunftsort, dem Planeten Mars, getrennt. Im Juli 2011 landete es in Marokko. Insgesamt gelangten dabei 12 kg Marsgestein auf die Erde. Ein äußerst rares Ereignis: Insgesamt gibt es auf der Erde nur etwa 115 solcher Mars-Meteoriten, was das Marburger Fragment zu einer echten Besonderheit macht. Das 5,972 Gramm schwere Gesteinsbröckchen des sogenannten "Tissint"-Meteoriten ist an der Lahn in guter Gesellschaft: Direkt gegenüber liegt der über 64 kg schwere "Meteorit von Treysa",  der 1917 aufgrund der Berechnungen von Alfred Wegener aufgefunden wurde. Über die Herkunft des neuen Ausstellungsstücks gebe es keine Zweifel, erklärt der Leiter des Mineralogischen Museums, Professor Dr. Peter Masberg: "Marsgestein, das auf unserem Planeten landet, wurde durch Meteoriteneinschläge aus der Oberfläche des Roten Planeten geschlagen und gelangt nach Jahrtausenden im Weltall in das Schwerefeld der Erde. Durch Gesteinsuntersuchungen, die das Verhältnis von bestimmten Edelgas- und Sauerstoffisotopen und Mineralen zeigen, kann die Herkunft des Gesteinsbrockens dann bewiesen werden." Zudem seien Marsmeteorite bedeutend jünger als all die Meteorite, die aus dem Asteroiden-Gürtel stammten. Der Meteorit von Tissint sei nur ca. 600 Millionen Jahre alt. Weiter führt er aus: "Es ist ein Glücksfall, dass die Fragmente sehr früh nach dem Fall aufgefunden wurden und daher kaum Veränderungen der Oberfläche durch Verwitterung stattfinden konnten."

Das Museum im ehemaligen Kornspeicher am Firmaneiplatz ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
Mi 10- 13 und 15-18 Uhr
Do und Fr 10- 13 Uhr
Sa und So 11- 15 Uhr

 

Kontakt

Udo Becker
Freundeskreis des Marburger Mineralogischen Museums e.V.
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 13.05.2013 · Johanna Famulok

 
 
 
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