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11.09.2013

Zukunftsperspektive für den Neuen Botanischen Garten in Marburg

Gemeinsame Presseerklärung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Hessischen Ministeriums der Finanzen und der Philipps-Universität Marburg

Erdorchideen
Wiese mit Erdorchideen im Neuen Botanischen Garten der Philipps-Universität (Foto: Pressestelle der Philipps-Universität / Andreas Titze).

Die hessische Landesregierung und die Philipps-Universität haben sich auf ein Konzept für die Neuausrichtung des Neuen Botanischen Gartens in Marburg verständigt. Für die erforderlichen Investitionen und den Betrieb werden zusätzliche Mittel aus dem Landeshaushalt bereitgestellt. Die Universität wird die Betriebskosten senken und die Einnahmen steigern.

„Die Attraktivität des Gartens auf den Lahnbergen und die Bildungsarbeit sollen gestärkt werden. Der zielgruppengerechte Ansatz für die Vermittlung von Biodiversität und Artenschutz, wie er heute schon im Botanischen Garten verwirklicht wird, soll auch in Zukunft weitergeführt werden“, sagte die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann. Sie fügte hinzu: „Die von den Besuchern besonders geschätzten Gewächshäuser werden erhalten und modernisiert. Das Gelände bleibt in seiner gegenwärtigen Größe für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Aufgaben im Artenschutz werden auf die zentralen Marburger Schwerpunkte konzentriert.“

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer lobte die Bereitschaft der Universität und der Leitung des Botanischen Gartens, gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium und dem Finanzministerium ein dauerhaft tragfähiges Zukunftskonzept für den Botanischen Garten zu entwickeln: „Trotz der damit auch verbundenen Veränderungen können wir so den wesentlichen Bestand der Botanischen Sammlungen und die Attraktivität des Gartens für die Besucher erhalten.“ Insbesondere auch das bürgerschaftliche Engagement und die Bereitschaft der Stadt Marburg sich für ihren Botanischen Garten zu engagieren würdigte der Minister als beispielhaft.

„Ich freue mich, dass ein Weg gefunden wurde, den Botanischen Garten mit seinen vielfältigen Leistungen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Für das gemeinsame Ziel, die Anlage als Schatzkammer der Pflanzenwelt weiterzuführen, ist nun eine langfristig tragfähige Grundlage geschaffen worden“, äußerte die Präsidentin der Philipps-Universität, Prof. Dr. Katharina Krause. Der Botanische Garten solle die sinnlichen Erfahrungsmöglichkeiten in der freien Natur mit Bildungsangeboten für Schüler und Erwachsene zur regionalen und globalen Biodiversität und deren Schutz verbinden. Zu den Themen gehören etwa Aspekte der Entwicklungsgeschichte der Pflanzenwelt, der regionalen biologischen Umwelt und deren Erhaltung sowie der Verbreitung von ausgesuchten Pflanzenfamilien über die Welt und ihre Einbindung in die jeweiligen Ökosysteme der Kontinente.

Das Land hatte die zweckgebundene Grundfinanzierung für den Botanischen Garten bereits 2011 um 600.000 Euro auf gut 1,2 Millionen Euro im Jahr aufgestockt. Diese Finanzierung wird bis einschließlich 2017 in dieser Höhe beibehalten. Ab 2018 werden dann dauerhaft 950.000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus werden für einmalige Investitionen in den Jahren 2013 bis 2015 weitere Zuschüsse in Höhe von insgesamt 1,25 Millionen aus dem Strukturentwicklungsbudget des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, eine einmalige Investitionszulage zur Bauunterhaltung sowie Gelder aus dem HEUREKA-Programm bereitgestellt.

„Die Universität ihrerseits wird in Zukunft verstärkt Spenden einwerben, Sachausgaben reduzieren und die Einnahmen erhöhen“, erläuterte Kanzler Dr. Friedhelm Nonne. Allein für die notwendigen Investitionen werde die Hochschule 750.000 Euro zu zwei Dritteln aus Spenden und zu einem Drittel aus Eigenmitteln aufbringen. Auch die Stadt Marburg werde sich künftig durch einen jährlichen Zuschuss von 150.000 Euro an der Finanzierung des Botanischen Gartens beteiligen.

Der in einigen Bereichen notwendige Personalabbau werde durch die natürliche Fluktuation und Umsetzungen von Beschäftigten realisiert: „Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen“, hob Nonne hervor. „Durch die energetische Sanierung der Schaugewächshäuser erhoffen wir uns eine Energie-Einsparung von 20 Prozent. Eine Grundsanierung des Bachlaufs wird den Frischwasserverbrauch erheblich senken. Insgesamt sollen die Betriebskosten auf diese Weise um mehr als 200.000 Euro jährlich sinken.“ Außerdem werde der überalterte Maschinenpark erneuert, um die Reparaturausgaben zu verringern, und die Gartenpflege werde in bestimmten Teilen reduziert. Mehreinnahmen sollen nach den Worten des Kanzlers unter anderem durch den Verkauf von Merchandising-Artikeln im neu gestalteten Eingangsbereich erzielt werden sowie durch eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise.

Weitere Informationen:

http://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2011/0916b

 

Zuletzt aktualisiert: 11.09.2013 · igler

 
 
 
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