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13.08.2013

Hand in Hand gegen Viren

Novartis Vaccines and Diagnostics und Philipps-Universität Marburg besiegeln Zusammenarbeit bei virologischer Forschung

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Tibor Nemes, Leiter Qualitätsmanagement und Geschäftsführer von Novartis Vaccines and Diagnostics, sowie Jochen Reutter, Standortleiter und Geschäftsführer, unterzeichnen gemeinsam mit der Präsidentin der Philipps-Universität, Professorin Dr. Katharina Krause, und Professor Dr. Stephan Becker, Leiter des Instituts für Virologie, den Kooperationsvertrag (Foto: Pressestelle der Philipps-Universität/Reinhold Eckstein).
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Professor Dr. Stephan Becker, Leiter des Instituts für Virologie, Tibor Nemes, Leiter Qualitätsmanagement und Geschäftsführer von Novartis Vaccines and Diagnostics, Jochen Reutter, Standortleiter und Geschäftsführer, sowie die Präsidentin der Philipps-Universität, Professorin Dr. Katharina Krause, diskutieren angeregt Formen der Zusammenarbeit in der virologischen Forschung (Foto: Pressestelle der Philipps-Universität/Reinhold Eckstein).
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Tibor Nemes, Leiter Qualitätsmanagement und Geschäftsführer von Novartis Vaccines and Diagnostics, sowie Jochen Reutter, Standortleiter und Geschäftsführer, freuen sich gemeinsam mit der Präsidentin der Philipps-Universität, Professorin Dr. Katharina Krause, und Professor Dr. Stephan Becker, Leiter des Instituts für Virologie, über den Kooperationsvertrag (Foto: Pressestelle der Philipps-Universität/Reinhold Eckstein).
 

Am 13. August 2013 haben Jochen Reutter, Standortleiter und Geschäftsführer, sowie Tibor Nemes, Leiter Qualitätsmanagement und Geschäftsführer von Novartis Vaccines and Diagnostics, gemeinsam mit der Präsidentin der Philipps-Universität, Professorin Dr. Katharina Krause, einen Vertrag unterzeichnet, der die bewährte Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und dem Impfstoffhersteller für weitere 5 Jahre fortsetzt. Er regelt die Voraussetzungen zur Nutzung des universitären Hochsicherheitslabors und des Forschungsservices für Novartis.

Bereits erprobt sei die Zusammenarbeit zwischen der Universität und Novartis, so Geschäftsführer Reutter, der beispielhaft auf die Herstellung der weltweit ersten Charge eines A(H1N1)-Pandemie-Impfstoffkonzentrats gegen die sogenannte Schweinegrippe in 2009 verwies. „Wir haben einen einzigartigen Standortvorteil bei der Bekämpfung neuartiger Viren durch die Verbindung von universitärer Forschung mit unseren modernen Produktionsanlagen.“

Die Marburger Universitätspräsidentin Professorin Dr. Katharina Krause sieht die Bedeutung der Kooperation darin, dass „Spitzenforschung und Impfstoffproduktion zum Nutzen der Allgemeinheit Hand in Hand gehen.“ Professor Dr. Stephan Becker, Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg und des dortigen Hochsicherheitslabors, betont das enorme Potential der Kooperation bei der Herstellung von Grippe-Impfstoffen auf Zellkulturbasis: „Wir haben gemeinsam mit Novartis und weiteren Wissenschaftlern kürzlich eine neue Methode veröffentlicht, die lediglich genetisches Datenmaterial des betreffenden Virus‘ benötigt, das zuvor irgendwo in der Welt isoliert und analysiert wurde, um daraus Grippesaatvirus für die Produktion herzustellen.“ Dies bedeute eine enorme Vereinfachung des gesamten Prozesses und könne es zukünftig erlauben, Impfstoffe im Falle einer Epidemie schneller zur Verfügung zu stellen, erklärte der Virologe.

„Gerade in Zeiten der Globalisierung breiten sich Infektionskrankheiten rasch über moderne Transportwege aus und sind nach wie vor weltweit eine der häufigsten Todesursachen“, erläuterte Becker. Insbesondere durch vermehrte Resistenzbildung gegen Antibiotika und neu auftretende Erreger seien sie auch in den Industrieländern eine zunehmende Bedrohung. Diesem Problem stelle sich die Marburger Virologie im Rahmen eines großen Forschungsprojekts mit dem Deutschen Institut für Infektionsforschung (DZIF). Das Team um Becker konzentriere sich auf die Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung neuer oder verändert auftretender Infektionskrankheiten, um bei Ausbrüchen neuer Infektionserreger zum Beispiel durch die Entwicklung von Impfstoffen schnell und effektiv handeln zu können. „Die Kooperation mit Novartis  Vaccines and Diagnostics ist in diesem Zusammenhang ein weiterer wichtiger Baustein“, betonte Becker.

„Wir haben durch diese Zusammenarbeit in Marburg das Potential einer zeitnahen  Impfstoffherstellung auf der Seite der Forschung und des Impfstoffherstellungsprozesses im Fall einer Pandemie optimiert", so Tibor Nemes, Leiter Qualitätsmanagement und Geschäftsführer.

Novartis Vaccines and Diagnostics vermehrt seit 2007 in Marburg Grippeviren nicht wie üblich in Hühnereiern, sondern in einem Hightech-Verfahren auf der Basis von Zellkulturen. Dieses Verfahren hat sich insbesondere 2009 bewährt, als Novartis die Produktion von Pandemie-Impfstoff deutlich schneller starten konnte als bei herkömmlichen Verfahren.

Kontakt

Prof. Dr. Stephan Becker
Institut für Virologie
Tel.: +49 (0)6421 28-66253
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 14.08.2013 · igler

 
 
 
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