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31.08.2015

Alternativen zur Pharmazie der Patente

Pharmaforscher erkunden neue Wege der Wirkstoff-Entwicklung.

Medikamente für alle – dieser Vision folgen Wirkstoffforscher aus aller Welt, die vom 31. August 2015 an im mittelhessischen Rauischholzhausen zusammenkommen, wo die zweite „Global Open Source Pharma Konferenz“ stattfindet. Die Initiatoren um den Marburger Pharmazeutischen Chemiker Dr. Peter Kolb haben sich vorgenommen,  Alternativen  zum bestehenden pharmazeutischen System zu entwickeln, die auf den Prinzipien des freien Informationsaustauschs basieren und sich nach Patientenbedürfnissen richten statt nach Markterfordernissen.

Rauischholzhausen
Schloss Rauischholzhausen bei Marburg, Ort der zweiten OSP-Konferenz, wurde nach 1873 errichtet. (Abbildung: Archiv der Pressestelle)
OSP_Bellagio
Im vergangenen Jahr trafen sich die Teilnehmer der „Open Source Pharma Konferenz“ im italienischen Bellagio am Comer See. (Foto: Rockefeller Foundation)

Das Treffen knüpft an die erste „Open Source Pharma (OSP) Konferenz“ an, die vergangenes Jahr im italienischen Bellagio am Comer See stattfand. Die Teilnehmer suchen nach einem Ausweg aus dem Dilemma, dass Medikamente oft gerade für diejenigen unerschwinglich sind, die sie am dringendsten benötigen: Patienten in Entwicklungsländern. „Unser Ansatz kann unter dem Schlagwort ‚Linux for Drugs‘ zusammengefasst werden“, erläutert Kolb, der zusammen mit Professor Dr. Jaykumar Menon von der McGill University in Montreal und Professor Dr. Matthew Todd von der Universität Sidney zu dem Treffen eingeladen hat; „wir wollen konkrete Pläne schmieden, um in den nächsten Jahren mit der Entwicklung eines Wirkstoffes zu beginnen.“ Als Kandidaten für solche Krankheiten nennt Kolb das Ebolafieber, Malaria und Tuberkulose: „Gerade Tuberkulose tötet jährlich zirka 1,5 Millionen Menschen und ist damit die tödlichste Infektionskrankheit nach AIDS.“

Einen entscheidenden Schritt hin zu einer Medizin für alle sehen die Initiatoren im freien Informationsaustausch, der nicht durch Profitinteressen und Patentrechte behindert wird. Die Tagungsorganisatoren erwarten Forscher, Gründer, Philantropen und Unternehmer aus Europa, Nordamerika, Indien und anderen Ländern zu der Konferenz, die von 31. August bis 3. September 2015 in Schloss Rauischholzhausen bei Marburg stattfindet. Neben der Philipps-Universität unterstützen die McGill Universität, der Verein „House of Pharma and Healthcare“, das Open Source Drug Discovery-Programm der indischen Regierung sowie Stiftungen des indischen Tata-Konzerns das Treffen.

Dr. Peter Kolb leitet eine Emmy Noether Nachwuchsgruppe am Institut für Pharmazeutische Chemie der Philipps-Universität. Er ist Vorsitzender des europäischen Forschungsnetzwerks „GLISTEN“ und gehört dem Marburger „LOEWE“-Zentrum für Synthetische Mikrobiologie an.

 

 

Weitere Informationen:

Ansprechpartner: Dr. Peter Kolb,
Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe
Tel.: 06421 28-25908
E-Mail: peter.kolb@uni-marburg.de
Internet: http://www.kolblab.org

Konferenz-Homepage: http://www.opensourcepharma.net   

 

 

Zuletzt aktualisiert: 31.08.2015 · Johannes Scholten, Forschungskommunikation

 
 
 
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