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21.07.2015

Ausstellung „Stadt Land Schloss“ startet mit einem großen Fest

Kulturgeschichtliche Reise durch das Landgrafenschloss Marburg

Ausstellung Stadt-Land-Schloss im Landgrafenschloss Marburg

Mit einem großen Fest wird die Sonderausstellung „Stadt Land Schloss“ im Marburger Landgrafenschloss am Sonntag, 26. Juli, eröffnet. Die Ausstellung bietet bis zum 15. Januar 2017 im West- und im Südsaal eine Reise durch das Schloss und seine Geschichte. Auch nach dem Eröffnungsfest gibt es ein Rahmenprogramm zur Ausstellung.

Auf die offizielle Eröffnung um 11 Uhr folgt das Fest, bei dem unter anderem die Ritterschaft vom Uhlenhorst zu Betzichendorph „Ritter zum Anfassen“ bietet, geheimnisvolle Botschaften aus Hexenturm und Brunnenkammer zu entschlüsseln sind und die Gruppe „Fünf Schneeballen“ das Leben der Landsknechte nachstellt. Zu erleben sind auch die Schokoladenherstellung, wie sie im Barock üblich war, die Einweihung eines Tastmodells des Landgrafenschlosses und Führungen für Kinder und Erwachsene – unter anderem  zu den Kasematten und dem 98 Meter tiefen Schlossbrunnen. Außerdem tritt die Musikschule Klassika im Fürstensaal auf.

Die Sonderausstellung „Stadt Land Schloss“ präsentiert die Geschichte des Schlosses im Wandel der Zeiten – von der ersten Burg über die Phase als Herrschaftssitz hessischer Landgrafen bis zur gegenwärtigen Nutzung als kulturgeschichtliches Museum. Die enge Verflechtung der Geschichte des Schlosses mit der Geschichte der Stadt Marburg und des Landes Hessen wird durch vielfältige Exponate erlebbar. Die Schau gibt auch Einblicke in die einzigartige Burg im Schloss, die in archäologischen Grabungen vor 25 Jahren freigelegt wurde.

Im Westsaal wird anhand von sechs Stationen erstmalig zusammenhängend die Nutzungsgeschichte des Schlosses präsentiert. Sie beginnt mit der Frühgeschichte der Burg,   deren Reste durch Bodenfenster einsehbar sind. Weitere Stationen sind die Zeit des Schlosses als Sitz hessischer Landgrafen und als Austragungsort des Marburger Religionsgesprächs zur Zeit der Reformation. Bedeutende Exponate sind der Schild Heinrichs I. von Hessen und das Historiengemälde August Noacks zum Religionsgespräch.

Die Geschichte der Festung Marburg, die einst mit ihren großen Ausmaßen das Stadtbild und Marburg als Garnisonsstadt prägte, wird baugeschichtlich von den Anfängen bis zur Schleifung und der Wiederherstellung von Teilen im 21. Jahrhundert begleitet. Dem dunklen Kapitel der Nutzung des Schlosses als Gefängnis ist eine eigene Station gewidmet. Sie gibt Einblicke in den Lebensalltag der Gefangenen und den Strafvollzug im Kurhessen des 19. Jahrhunderts. In Kontrast dazu steht die fast 70 Jahre währende Zeit, in der das Schloss  als Staatsarchiv diente und der Fürstensaal mit Urkundenschränken bestückt war.

Seit 1981 ist das Schloss dauerhafter Sitz des Museums für Kulturgeschichte, aus dessen vielfältigen Beständen eine Auswahl im Südsaal präsentiert wird. Die Exponate führen Aspekte der Stadtgeschichte, des Lebens auf dem Lande, der Entwicklung der Universität und der Museumsammlung vor Augen. In Kurzfilmen erläutern Experten und Laien einige der Ausstellungstücke, die Filme können direkt an den Ausstellungsstationen betrachtet werden.

(Gemeinsame Pressemitteilung der Universitätsstadt Marburg und der Philipps-Universität)


Eröffnung am 26. Juli um 11 Uhr im Fürstensaal:

Prof. Dr. Katharina Krause (Präsidentin der Philipps-Universität)
Dr. Kerstin Weinbach (Stadträtin und Kulturdezernentin)
Dr. Christoph Otterbeck (Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte)
Musikalische Begleitung: „Musikschule Klassika“


Das detaillierte Programm des Eröffnungsfestes ab 12 Uhr findet sich im
Flyer zur Ausstellung.


Weitere Veranstaltungen 2015:

Fledermäuse in Marburg
30. Juli, 21 Uhr und 10. September, 16 Uhr (für Kinder)
Erlebnisführung zu den Quartieren der Fledermäuse im Landgrafenschloss
Treffpunkt: Bushaltestelle Schloss, Dauer: 1,5 Stunden

Die Kasematten
1. August, 14 Uhr
Vortrag von Elmar Brohl im Seminarraum des Schlosses, Dauer: eine Stunde.
Ab 15.15 Uhr: Führung. Treffpunkt am unteren Schlossvorhof. Dauer: 1,5 Stunden. Kosten: 5 Euro/4 Euro ermäßigt.

Weinanbau am Schlossberg 
5. September, 15 Uhr und 7. November, 15 Uhr
Führung durch den Weinberg. Treffpunkt: Bushaltestelle Schloss.
Jeweils im Anschluss: Weinverköstigung. Teilnehmerzahl: max. 25 Personen, Voranmeldung per Mail an: kultur1@marburg-stadt.de  

Historische Wasserversorgung im Schloss
18. September, 15 Uhr
Vortrag von Elmar Brohl und Walter Christ, Präsentation von Leitungsstücken, Karten, Bildern und Filmmaterial.
Im Seminarraum des Schlosses. Dauer: 1 Stunde.
16 Uhr: Rundgang zum Wasserbehälter unter der Freilichtbühne. Teilnehmerzahl: max. 30 Personen

Verschüttete Burg im Marburger Landgrafenschloss
10. Oktober, 14 Uhr
Führung zum Ausgrabungsareal unter dem Westflügel mit Dr. Christa Meiborg.
Treffpunkt: Schlosshof/ Haupteingang, Dauer: 1 Stunde. Eintritt: 4 Euro/3 Euro ermäßigt.

 

 

 

Kontakt

Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 21.07.2015 · Andrea Ruppel

 
 
 
Philipps-Universität Marburg

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