Direkt zum Inhalt
 
 
Bannergrafik (Univ.)
 
  Startseite  
 
Sie sind hier:» Universität » Aktuelles » Nachrichten » (2016 - I. Quartal) » Auszeichnung für Marburger Chemikerin
  • Print this page
  • create PDF file

05.04.2016

Auszeichnung für Marburger Chemikerin

Olalla Vázquez erhält ersten deutsch-amerikanischen Nachwuchsforscher-Preis

Marburger Chemikerin erhält Fulbright-Award
Juniorprofessorin Dr. Olalla Vázquez von der Philipps-Universität Marburg (2. v. re.) freut sich mit dem Tübinger Kollegen Dr. Sebastian Slama (2. v. li.) über die hochrangige Auszeichnung für Nachwuchsforschende. Cornelia Quennet-Thielen, BMBF-Staatssekretärin (links) und Dr. Rolf Hoffmann, Geschäftsführender Direktor der Fulbright-Kommission (rechts), überreichen den ersten Cottrell-Fulbright Award. Foto: Deutsch-Amerikanische Fulbright-Kommission
Große Anerkennung als Nachwuchsforscherin: Junior-Professorin Dr. Olalla Vázquez von der Philipps-Universität Marburg erhielt von der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission im Rahmen einer Feststunde in Berlin den ersten „Cottrell-Fulbright-Award“. Der Preis ist mit 63.000 Euro dotiert und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereitgestellt. Er soll der Verwirklichung eines dreijährigen Lehr- und Forschungsprojektes dienen. Hinzu kommen noch 5.000 Euro an Reisemitteln zur Teilnahme an den jährlich stattfinden Cottrell Scholar Conferences in Tucson (Arizona).

Das Auswahlgremium betonte sowohl die fachliche als auch didaktische Leistung der Marburger Chemikerin Olalla Vázquez. Demnach enthalte ihr Projektantrag zu sogenannten chemischen Werkzeugen („EpiTools“) zum Trennen molekularer, epigenetischer Mechanismen sowohl exzellente Forschung, als auch ein innovatives Konzept, um früh junge Studierende an die Disziplin heranzuführen.  

Insgesamt werden nur zwei Nachwuchsforschende pro Jahr ausgezeichnet: Neben der Marburger Forscherin erhielt noch ein Physiker aus Tübingen die Auszeichnung.

Manipulation molekularer Maschinen

„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung in diesem anspruchsvollen und angesehenen Wettbewerb“, sagte Vázquez. Besonders freue sie sich über das Preisgeld, denn dieses werde ihr „bei der weiteren Forschung definitiv eine große Hilfe sein“.

Jun.-Prof. Vázquez und ihr Team forschen an der Philipps-Universität an der Entwicklung und dem Design innovativer chemischer Werkzeuge. Diese sollen bei der Ermittlung biologischer Prozesse und der indirekten Manipulation molekularer Mechanismen in den Zellen helfen. Es ist eine Ergänzung traditioneller biochemischer Herangehensweisen bei der Erforschung fundamentaler Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Chemie und Biologie.   

Zur Person

Jun.-Prof. Olalla Vázquez, geboren 1981 in Spanien, schloss ihr Chemie-Studium 2004 an der Universidade de Santiago de Compostela mit Auszeichnung ab. Ihre mit einem Stipendium des Spanischen Bildungsministeriums geförderte Promotion (PhD) schloss sie 2010 mit „summa cum laude“ ab. Sie forschte über die molekulare Erkennung von Nukleinsäuren und 2010 erhielt sie ein Marie-Curie-Stipendium für Post-Doktoranden und forschte an der Humboldt Universität in Berlin über RNA-gerichtete Beeinflussung von biologischen Prozessen. 2014 erhielt sie den Ruf auf eine Tenure-Track Junior-Professur an die Philipps-Universität Marburg. Hier baut sie seitdem gemeinsam mit Prof. Dr. Eric Meggers das Fachgebiet Chemische Biologie auf.   

Der Cottrell-Fulbright-Award

Der Cottrell-Fulbright Award basiert auf dem Cottrell Award, mit dem die amerikanische Research Corporation for Science Advancement seit 1994 herausragende „Teacher-Scholars“ in den Naturwissenschaften auszeichnet.

Mit dem Cottrell-Fulbright Award wird diese angesehene Auszeichnung um eine wichtige transatlantische Komponente erweitert: Die Preisträger erhalten ab Juli 2016 eine Förderung in Höhe von 63.000 Euro zur Verwirklichung eines dreijährigen Lehr- und Forschungsprojektes und zusätzliche 5.000 Euro zur Teilnahme an den jährlichen Cottrell Scholar Conferences in Tucson, Arizona.

Der Award trägt somit zur Verbesserung von Forschung und Lehre im deutschen Bildungssystem bei und ermöglicht darüber hinaus einen intensiven transatlantischen Wissenschaftsaustausch. Die Mittel werden bereitgestellt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

 

Kontakt

Jun.-Prof. Dr. Olalla Vázquez, Fachbereich Chemie
Tel.: 06421/28-22745
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 05.04.2016 · Matthias Fejes

 
 
 
Philipps-Universität Marburg

Philipps-Universität Marburg, Biegenstraße 10, 35032 Marburg
Tel. +49 6421 28-26118, Fax +49 6421 28-28903, E-Mail: pressestelle@verwaltung.uni-marburg.de

Facebook-Logo Twitter-Logo YouTube-Logo

URL dieser Seite: https://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2016a/fulbrightawardvazquez

Impressum | Datenschutz