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28.10.2016

Marburger Ebola-Forschung liegt weltweit auf Platz 1

Meistzitiert: Bibliometrische Studie sieht die Philipps-Universität beim Thema Ebola an der Spitze.

In der Ebola-Forschung zählt die Philipps-Universität zu den am häufigsten zitierten Institutionen weltweit – das hat eine bibliometrische Auswertung indischer Wissenschaftler ergeben. Bei den Zitierungen pro wissenschaftlichem Aufsatz liegt Marburg mit einem Wert von 46,9 an erster Stelle, schreiben Suresh Kumar und K. C. Garg vom indischen Nationalen Institut für Wissenschaft, Technik und Entwicklung. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Travel Medicine and Infectious Disease“.

Virenlabor
Das BSL-4-Labor der Philipps-Universität ist Zentrum der Marburger Virenforschung. (Foto: Anna Schroll für "Hessen schafft Wissen". Die Abbildung darf nur im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die angezeigte Publikation verwendet werden)

Die Autoren untersuchten 2.800 Aufsätze über Ebola, die in den Jahren 1987 bis 2015 in wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen sind. „Wir wollten herausfinden, wie die Menge der Publikationen angewachsen ist, welches die profilierten Länder und Institutionen in der Ebolaforschung sind und welchen Einfluss deren Veröffentlichungen haben“, erklären Kumar und Garg.

Die Philipps-Universität gehört demnach zu den sieben Institutionen, die alleine etwa ein Drittel der gesamten Publikationen beitrugen; mehr als 40 Prozent aller Zitierungen entfallen auf diese Einrichtungen. Was die Anzahl der Veröffentlichungen betrifft, ist die Philipps-Universität neben großen US-amerikanischen Bundesforschungseinrichtungen die einzige Institution, die einen der vier vorderen Plätze einnimmt. Betrachtet man das Verhältnis von Zitierungen pro Publikation (CPP), hat Marburg gar die Spitzenposition inne, schreiben die Autoren: „Unter den sieben aufgeführten Institutionen war der CPP-Wert für die Philipps-Universität am höchsten.“

Die Marburger Ebola-Forschung hat ihren Sitz am Institut für Virologie der Philipps-Universität, das über eines der wenigen europäischen Laboratorien der höchsten Sicherheitsstufe verfügt. Das Institut ist Partner im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF); seit dem Jahr 2012 beherbergt es einen virologischen Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem der Marburger Virologe Professor Dr. Stephan Becker als Sprecher vorsteht. Die Marburger Virologie ist an einer Studie beteiligt, die erst kürzlich den Nachweis erbrachte, dass der Impfstoff „VSV-ZEBOV“ gegen das Ebola-Virus wirkt.

Quelle: K. C. Garg & S. Kumar: Bibliometrics of global Ebola Virus Disease research as seen through Science Citation Index Expanded during 1987–2015, Travel Medicine and Infectious Disease 2016, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.tmaid.2016.09.013 

 

Weitere Informationen:

Ansprechpartner: Professor Dr. Stephan Becker,
Institut für Virologie
Tel. 06421 28-66254 (Sabine Fischbach. Sekretariat)
E-Mail: becker@staff.uni-marburg.de
Instituts-Homepage: www.uni-marburg.de/fb20/virologie

 

Pressemitteilung zum SFB 1021: www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2012d/1121a

Pressemitteilung zum Ebola-Impfstoff: www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2016b/0503a

 

Zuletzt aktualisiert: 28.10.2016 · Johannes Scholten, Wissenschaftsredaktion

 
 
 
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