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02.11.2016

Mittelhessische Hochschulen gründen Forschungscampus

Trilaterale Kooperation soll die regionale Verbundbildung stärken: Mit einem Festakt im Marburger Schloss feierten die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Philipps-Universität Marburg und die Technische Hochschule Mittelhessen am 2. November 2016 im Beisein des Hessischen Ministers für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein die Gründung des Forschungscampus Mittelhessen. Der Einladung folgten rund 200 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Ein Ziel des Forschungscampus ist, Mittelhessen als Region der Spitzenforschung zu etablieren.

Festakt zur Gründung des Forschungscampus Mittelhessen
Im Marburger Landgrafenschloss besiegelten die drei mittelhessischen Hochschulen die Gründung des Forschungscampus Mittelhessen. Den Kooperationsvertrag unterzeichneten Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen (links), Prof. Dr. Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg (Mitte) und Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen (rechts), im Beisein von Wissenschaftsminister Boris Rhein (2.v.l.) und Prof. Dr. Katja Becker, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2.v.r.). Foto: Philipps-Universität Marburg/Rolf K. Wegst
Der Forschungscampus Mittelhessen wird während der fünfjährigen Aufbau- und Etablierungsphase mit insgesamt 7,3 Millionen Euro vom Land Hessen unterstützt. Wissenschaftsminister Boris Rhein sagte in seinem Grußwort: „Ich freue mich sehr über die Gründung des Forschungscampus Mittelhessen. Dieses zukunftsweisende Projekt ist das Ergebnis einer langjährigen und von großem gegenseitigem Vertrauen geprägten Partnerschaft zwischen den beiden traditionsreichen Universitäten in Marburg und Gießen sowie der Technischen Hochschulen Mittelhessen, die ihren Hauptstandort in Gießen hat. Die gemeinsame Promotionsplattform ermöglicht kooperative Promotionen in aktuellen Forschungsfeldern und führt damit Promovierende aller drei Partnerhochschulen frühzeitig an Fragestellungen der Spitzenforschung heran. Besonders freue ich mich für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ihm bieten wir sicherere Zukunftsperspektiven. Die aufgebauten Kooperationsstrukturen wie die Promotionsplattform und die gemeinsamen Schwerpunktforschungsbereiche werden auch nach Ende der Förderphase Bestand haben. Ich wünsche den Hochschulen viel Erfolg bei ihrem anspruchsvollen Projekt.“

Prof. Dr. Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg, bekräftigte: „Wir freuen uns über die großzügige finanzielle Unterstützung des Landes, die dem Start des Forschungscampus Schwung verleiht. Das Modell Wissenschaft in Mittelhessen zeichnet sich durch eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit aus, die mit der Gründung des Forschungscampus ihren vorläufigen Höhepunkt findet. Eine besondere Stärke unseres Verbunds liegt darin, dass die drei Hochschulen eine große inhaltliche Schnittmenge aufweisen und zugleich fachlich komplementär aufgestellt sind – wir sind daher im Verbund stärker als jede einzelne Hochschule für sich.“

„Im hoch kompetitiven wissenschaftlichen Umfeld kommt der Gewinnung und Bindung exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Region Mittelhessen eine herausragende Bedeutung zu – sowohl für die Hochschulen als auch für die Wirtschaft“, erklärte der Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.  „Mit dem Aufbau eines Forschungscampus wirken die drei mittelhessischen Hochschulen als Entwicklungslokomotiven und nutzen so der gesamten Region.“

Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen, sagte: „Der Forschungscampus bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der drei Hochschulen die Möglichkeit neue Projekte zu bearbeiten, in denen sich ihre unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen ergänzen. Durch die kooperative Promotionsplattform wird die THM einen institutionalisierten Zugang zur Promotion haben. Und mit der Einrichtung eines ingenieurwissenschaftlichen Promotionszentrums  kommt der Dr.-Ing. nach Mittelhessen.“

Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Unterzeichnung des Kooperationsvertrages durch die Präsidentin und die beiden Präsidenten. Der Vertrag, der von den Präsidien und Senaten der drei Hochschulen einstimmig verabschiedet worden war, ist die Grundlage für die Bildung der hochschulübergreifenden Einrichtung nach §47 des Hessischen Hochschulgesetzes.

Die Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Katja Becker, gratulierte in ihrer anschließenden Festrede den beteiligten Hochschulen zur Gründung des Forschungscampus und betonte:  „In einer Zeit von Globalisierung, wachsenden Herausforderungen und exponentiellem Wissenszuwachs braucht es innovative Formen und Verbünde, die Synergieeffekte maximieren und zwischen den Spezialisierungen der Disziplinen vermitteln. Dies ist ein bedeutender Grundstein für Forschung auf Spitzenniveau.“

Traditionell zeichnet sich die mittelhessische Wissenschaftslandschaft durch ein hohes Maß an Kooperation zwischen den drei Hochschulen aus. Bereits 1991 gründeten die drei Hochschulen eine gemeinsame Transfereinrichtung und schlossen im Jahr 2005 einen Kooperationsvertrag, der eine Zusammenarbeit in nahezu allen Leistungsbereichen der Hochschulen umfasste. Im Jahr 2012 verstärkten die Universitäten Gießen und Marburg zudem ihre Zusammenarbeit in ausgewählten Gebieten der Spitzenforschung mit einer institutionalisierten Forschungsallianz. Nach dieser erfolgreichen Kooperation ist der Aufbau des Forschungscampus Mittelhessen unter Einbeziehung der die Technischen Hochschule Mittelhessen sowie der außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Region der nächste Schritt.

Kontakt

Dr. Eva-Maria Aulich, Geschäftsführerin des Forschungscampus Mittelhessen
Senckenbergstraße 3, 35390 Gießen
Tel.: 0641 99-16480 / 81 (Sekretariat)
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 02.11.2016 · Andrea Ruppel

 
 
 
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