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18.11.2005

Wilhelm Walcher im Alter von 95 Jahren verstorben

Hoch verdiente Persönlichkeit der Philipps-Universität in aller Stille beigesetzt


Den Wunsch des 95-Jährigen, in aller Stille beigesetzt zu werden, respektierte die Familie. Deswegen ist der Tod des bekannten Marburger Physikers am 9. November 2005 erst heute bekannt geworden.

Walcher Professor Dr. Wilhelm Walcher war von 1947 bis 1978 als Experimentalphysiker an der Philipps-Universität für mehrere Generationen von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern ein begeisternder Lehrer und erfolgreicher Forscher. Er hat national und international richtungsweisende wissenschaftspolitische Entscheidungen geprägt, insbesondere als Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft , als Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und als Mitinitiator der Großforschungseinrichtungen Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt und Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg.

Die Philipps-Universität verdankt ihm neben den großen wissenschaftlichen Leistungen auch die Ausübung des Rektoramts von 1952 bis 1954. Er gab 1957 ein vorbildliches Beispiel gesellschaftlichen Engagements als Unterzeichner des Göttinger Manifestes der 18 Atomwissenschaftler.

Die Philipps-Universität wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.