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Politischer Islam in der Türkei

Um sich der Frage nach der Genese und dem Wandel des politischen Islams in der Türkei zu nähern, fand bereits im WS 2015/16 ein gleichnamiges Seminar statt, welches in Teilen auch von Seiten des Arbeitskreises gestaltet wurde. Für Sommer 2016 ist die Veröffentlichung eines Working Papers zum Thema "Politischer Islam in der Türkei" geplant. Ferner wird Dr. Ayşe Çavdar, die selbst seit zwei Jahrzehnten als Anthropologin, Journalistin und Aktivistin zum Thema arbeitet, am 7. Juli 2016 einen Vortrag mit dem Titel "The Transformation of Political Islam in Turkey" halten.

 

Analyse der türkischen Parlamentswahlen 2015

Im Vorfeld der türkischen Parlamentswahlen vom 7. Juni 2015 verglich der Arbeitkreis gegenwartsbezogene Türkeistudien die Wahlprogramme der zu den Parlamentswahlen antretenden Parteien nach zentralen Inhalten. Als kontrovers erwiesen sich die Themen Mindestlohn, Präsidialsystem, Frauenrechte, Pressefreiheit, Bildungsreformen, 10%-Wahlhürde, 'Kurdenfrage', Justizsystem sowie das Verhältnis von Staat und Religion. Insbesondere mit Blick auf die von der AKP-Regierung angestrebte Einführung eines exekutiven Präsidialsystems sowie mit Blick auf die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit offenbarten sich signifikante Differenzen zwischen der Regierungs- und den Oppositionsparteien. Richtungsweisend – sowohl für die Analyse, als auch für die vorliegenden Parteiprogramme – waren eine Reihe zentraler politischer Ereignisse der letzten Legislaturperiode ('Gezi Park Proteste', Korruptionsaffäre, umstrittene Ergebnisse der Kommunalwahlen vom 30. März 2014).

Unmittelbar im Anschluss an die Wahlen vom 7. Juni 2015 präsentierte der Arbeitkreis interessierten Studierenden der Philipps-Universität im Rahmen eines Teach-Ins die politischen Besonderheiten und Ergebnisse der Parlamentswahlen. Im Fokus stand die Frage nach den Konsequenzen der veränderten Machtverhältnisse im Parlament.

Übersicht über die türkische Parteienlandschaft

Die Hizmet-Bewegung: 'paralleler Staat' und Bildungsnetzwerk

Angesichts des offenen Bruchs der einstigen Allianz zwischen der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (Adalet ve Kalkınma Partisi, AKP) und der Bewegung um den islamischen Prediger Fethullah Gülen (hizmet hareketi, Hizmet-Bewegung), welche eine weitreichende Korruptionsaffäre, den Rücktritt mehrer Minister der Erdoğan-Regierung sowie die Verhaftung und strafrechtliche Verfolgung zahlreicher Hizment-AnhängerInnen nach sich zog, entschied sich der Arbeitskreis zu einer intensiven Beschäftigung mit den aktuellen Positionen und Aktivitäten der Hizmet-Bewegung.

Ausgangspunkt für die Diskussion lieferte eine Vortragsreihe des Frankfurter Forums für interkulturellen Dialog e.V. (FID), die zwischen März und Juni 2015 unter dem Titel „Hizmet Verstehen“ stattfand. In mehreren Vorträgen führender Repräsentanten des deutschen Netzwerks der Hizmet-Bewegung - u.a. Arhan Kardaş (Main Donau Verlag), Eyüp Beşir (FID e.V.), Ercan Karakoyun (Stiftung Dialog und Bildung) – gelang es, Einblicke in die Aktivitäten der Bewegung in Deutschland, deren religiöse Narrative sowie deren Positionen hinsichtlich der aktuellen politischen Entwicklungen in der Türkei zu gewinnen. Für die Zukunft sind Interviews mit VertreterInnen der Bewegung in der Türkei geplant.

Zuletzt aktualisiert: 28.06.2016 · Meierhof

 
 
 
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