Dr. Irene Weipert-Fenner

Vertretungsprofessorin

Kontaktdaten

irene.weipertfenner@ 1 Deutschhausstraße 12
35032 Marburg
F|14 Institutsgebäude (Raum: 01A51)
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    April – August 2019
    Vertretung der Professur für Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Philipps-Universität Marburg
    2014-heute
    Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
    2013-2015
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsnetzwerk „Re-Konfigurationen. Geschichte, Erinnerung und Transformationsprozesse im Mittleren Osten und Nordafrika“, Philipps-Universität Marburg
    2013
    Promotion zum Dr. phil. an der Goethe-Universität Frankfurt/Main
    2009-2012
    Doktorandin am Internationalen Graduiertenprogramm des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
    2008-2009
    Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Islamwissenschaft und Arabistik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
    2004-2005
    Kalimat-Language and Cultural Center, Ägypten
    2001-2008
    Studium der Politikwissenschaft und Arabistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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    „Streit um sozioökonomische Reformen: Politische Konflikte und gesellschaftliche Proteste in Ägypten und Tunesien nach 2011 im interregionalen Vergleich"(2018–2021).

    In Kooperation mit dem Arab Forum for Alternatives (AFA), Ägypten, und der Universität Sfax, Tunesien; gefördert von der VolkswagenStiftung. 

     Sozioökonomische Reformen stehen derzeit ganz oben auf der politischen Agenda Ägyptens und Tunesiens. Angesichts einer gewissen politisch-institutionellen Stabilisierung in beiden Ländern reagieren die Regierungen seit 2014 auf die sich zuspitzende Wirtschaftslage, indem sie hoch umstrittene Themen wie Subventionskürzungen und die Reform des öffentlichen Sektors offensiv angehen. Die Folgen sind teils scharfe Auseinandersetzungen um wirtschafts- und sozialpolitische Fragen.

    Das Forschungsteam analysiert die Folgen dieser konfliktträchtigen Aushandlung sozioökonomischer Reformen für den gesellschaftlichen Frieden und die politische Ordnung in Ägypten und Tunesien. Unter Berücksichtigung verschiedener Politikfelder (z.B. Steuerpolitik, Sozialpolitik, öffentlicher Sektor und Regionalentwicklung) bestimmt das Projekt die wichtigsten Reformdebatten, identifiziert die beteiligten Akteure, ihre Positionen, Machtressourcen und Strategien sowie analysiert Strategien und Interaktionen von beteiligten Akteuren in der (institutionellen) Austragung von Konflikten.

     Informationen unter

    https://www.hsfk.de/forschung/projekt/streit-um-soziooekonomische-reformen-politische-konflikte-und-gesellschaftliche-proteste-in-aegypten/

     „Die sozioökonomische Dimension islamistischer Radikalisierung in Ägypten und Tunesien” (2017–2018); gefördert von der VolkswagenStiftung.

    Das Forschungs­projekt untersuchte die sozio­ökonomischen Ursachen islamistischer Radikalisierung und politischer Gewalt in Ägypten und Tunesien nach den Arabischen Aufständen. Konkret wurde gefragt, wie verschiedene Arten von sozio­ökonomischen Missständen islamistische Radikalisierung in Ägypten und Tunesien beeinflussen; inwieweit die Radikalisierung von Individuen und Gruppen tatsächlich verbunden ist mit spezifischen sozioökonomischen Faktoren (Arbeitslosigkeit, Marginalisierung, etc.); inwiefern islamistische Gruppen sozioökonomische Missstände und allgemein soziale Ungerechtigkeit in einen Deutungsrahmen einbetten, der der wahrgenommenen (sozioökonomischen und/oder politischen) Entfremdung einen Sinn verleiht, der zur politischen Gewalt motiviert; welche Rolle sozioökonomische Güter oder Dienstleistungen, die islamistische Gruppen bereitstellen, für Radikalisierungsprozesse spielen. (abgeschlossen)

     Publikationen und weitere Informationen unter

    https://www.hsfk.de/forschung/projekt/die-soziooekonomische-dimension-islamistischer-radikalisierung-in-aegypten-und-tunesien/

     „Sozioökonomische Proteste und politische Transformation: Dynamiken von contentious politics in Ägypten und Tunesien vor dem Hintergrund südamerikanischer Erfahrungen“ (2014–2018). In Kooperation mit dem Arab Forum for Alternatives (AFA), Ägypten, und der Universität Sfax, Tunesien; gefördert von der VolkswagenStiftung. (abgeschlossen)

    Sozioökonomische Probleme waren zentrale Antriebs­faktoren der Revolu­tionen in Ägypten und Tune­sien. Nach dem Sturz der Dikta­toren jedoch konzen­trierte sich die poli­tische Debatte vor allem auf die Reform poli­tischer Institu­tionen, Identitäts­fragen und die zivil-militä­rischen Bezie­hungen – und dies, obwohl in beiden Ländern sozio­ökono­mische Proteste unver­mindert an­dauerten. Das Projekt hat die vernach­lässigte sozio­ökono­mische Dimen­sion der laufenden Transfor­mations­prozesse in Ägypten und Tunesien analy­siert und die Dyna­miken von conten­tious politics, d.h. die Inter­aktion von Protest­gruppen und politi­schen Akteuren, in diesem Themen­feld untersucht. Eine fokus­sierte Analyse süd­amerika­nischer Länder und ihrer viel­fältigen Erfah­rungen mit politi­schem Wandel und sozio­ökono­mischen Protesten diente dazu, die detail­lierte Unter­suchung der ara­bischen Fälle zu orien­tieren und zu systema­tisieren.

    Publikationen und weitere Informationen unter

    https://www.hsfk.de/forschung/projekt/soziooekonomische-proteste-und-politische-transformation-dynamiken-von-contentious-politics-in-aegypt/

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    Bücher

     

    Socioeconomic Protests in MENA and Latin America. Egypt and Tunisia in interregional Comparison.
    Herausgegeben mit Jonas Wolff, Houndmills, Basingstoke: Palgrave Macmillan, im Erscheinen.

    Clientelism and Patronage in the Middle East and North Africa: Networks of Dependency.
    Herausgegeben mit Laura Ruiz de Elvira und Christoph Schwarz, New York, London: Routledge, 2018.

    Starke Reformer oder schwache Revolutionäre? Ländliche Notabeln und das ägyptische Parlament in der Urabi-Bewegung, 1866–1882.
    Berlin: Klaus Schwarz Verlag, 2011.

     

    Artikel

     

    Unemployed Mobilization in Times of Democratization. The Union of Unemployed Graduates in post-Ben Ali Tunisia.
    Journal of North African Studies. Im Erscheinen.

    Neue Akteure, neue Prozesse – alles beim Alten? Über den schwierigen Umgang mit der Ambivalenz der arabischen Transformationsprozesse.
    Politische Vierteljahresschrift 55:1 (2014), 145–167.

     

    Buchkapitel

     

    Socioeconomic Protests in Times of Political Change: Studying Egypt and Tunisia from a Comparative Perspective.
    Mit Jonas Wolff, in: Socioeconomic Protests in MENA and Latin America. Egypt and Tunisia in Interregional Comparison, Hrsg. Irene Weipert-Fenner, Jonas Wolff, Houndmills, Basingstoke: Palgrave Macmillan, im Erscheinen.

    Unemployed Protests in Tunisia: Between Grassroots Activism and Formal Organization.
    Mit Samiha Hamdi, in: Socioeconomic Protests in MENA and Latin America. Egypt and Tunisia in Interregional Comparison, Hrsg. Irene Weipert-Fenner, Jonas Wolff, Houndmills, Basingstoke: Palgrave Macmillan, im Erscheinen.

    From North Africa to Latin America and Back: Comparative Findings and Theoretical Reflections.
    Mit Jonas Wolff, in: Socioeconomic Protests in MENA and Latin America. Egypt and Tunisia in Interregional Comparison, Hrsg. Irene Weipert-Fenner, Jonas Wolff, Houndmills, Basingstoke: Palgrave Macmillan, im Erscheinen.

    Introduction: Networks of Dependency, a Research Perspective.
    Mit Laura Ruiz de Elvira und Christoph Schwar, in: Clientelism and Patronage in the Middle East and North Africa. Networks of Dependency. Hrsg. Laura Ruiz de Elvira, Christoph Schwarz, Irene Weipert-Fenner, Abington, UK und New York, NY: Routledge, 2018, 1–16.

    Blurring the Lines of Inclusion and Exclusion. Research Ethics for Political Sympathizers.
    In: Doing Political Science Research in the Middle East and North Africa: Methodological and Ethical Challenges. Hrsg. Francesco Cavatorta, Janine Clark, Oxford: Oxford University Press, 2018, 233–241.

    Labor Unions and Transitional Justice: An Exploratory Study on a Neglected Actor.
    Mit Eva Ottendörfer, Mariam Salehi und Jonas Wolff, in: Justice Mosaics: How Context Shapes Transitional Justice in Fractured Societies. Hrsg. Roger Duthie, Paul Seils, International Center for Transitional Justice: New York, 2017, 344–369.

    Making the Crisis Visible. A Reassessment of the Parliament in the Mubarak Regime.
    In: Routledge Handbook on the Arab Spring. Rethinking Democratization. Hrsg. Larbi Sadiki, Routledge: London, 2015, 215–227.

    Die offene soziale Frage und der politische Transformationsprozess in Ägypten.
    In: Arabischer Aufbruch. Interdisziplinäre Studien zur Einordnung eines zeitgeschichtlichen Phänomens. Hrsg. George Tamer, Hanna Röbbelen, Peter Lintl, Nomos: Baden-Baden, 2014, 263–292.

    Der autoritäre Sicherheitsapparat und der Kampf gegen den „islamistischen Terror“: politische Gewalt in Ägypten seit 2011.
    In: Friedensgutachten 2014. Hrsg. Ines-Jacqueline Werkner, Janet Kursawe, Margret Johannsen, Bruno Schoch, Marc von Boemcken, Lit-Verlag: Münster, 2014, 168–179.

    Wegbereiter oder treibende Kraft? Die Rolle der Arbeiter in der ägyptischen Revolution.
    In: Revolution und Regimewandel in Ägypten. Hrsg. Thomas Demmelhuber, Holger Albrecht, Nomos: Baden-Baden, 2013, 209–231.

     

    Policy Reports

     

    Mobilization of the Marginalized: Unemployed Protests in Tunisia.
    Mit Samiha Hamdi, American University of Beirut, Issam Fares Institute Working Paper Nr. 43, Beirut, 2017.

    The Quest for Social Justice in Tunisia. Socioeconomic Protest and Political Democratization post 2011.
    Mit Jan-Philipp Vatthauer, PRIF Report 143, Frankfurt/M., 2017.  

    Die soziale Frage in Tunesien. Sozioökonomische Proteste und politische Demokratisierung nach 2011.
    Mit Jan-Philipp Vatthauer, HSFK-Report Nr. 3/2017.

    Kürzere Publikationen

     

    Stabilisierung durch Freihandel? Die Europäische Nachbarschaftspolitik und ihre Folgen für den sozialen Frieden in Tunesien.
    Mit Jonas Schröder, HSFK, PRIF Spotlight 3/2017, Frankfurt, 2017.

    Unemployed Movements in the Global South: The Cases of Argentina and Tunisia.
    Mit Jonas Wolff, PRIF Working Papers Nr. 32, Frankfurt/M., 2016.

    Socioeconomic Contention and Post-revolutionary Political Change in Egypt and Tunisia: A Research Agenda.
    Mit Jonas Wolff, PRIF Working Papers Nr. 24, Frankfurt/M., 2015.

    Nicht nur eine Frage der Sicherheit. Salafismus in Deutschland als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
    Mit Janusz Biene, Priska Daphi, Maik Fielitz, Harald Müller, HSFK Standpunkt 1/2015, Frankfurt/M.

    The Political Economy of Conflict Mediation in the Middle East. Lessons from Mediation by and inside Egypt.
    Mit Margret Johansen, Christian Weidlich, Felix Eikenberg, Marc Finaud, l.; Policy Brief, Academic Peace Orchestra Middle East, 2014 (32).

    Der institutionelle Nullpunkt. Über die politischen und verfassungsrechtlichen Probleme Ägyptens.
    In: Demokratien am Wendepunkt. Jahrbuch des Göttinger Instituts für Demokratieforschung 2013. Hrsg. Alexander Hensel, Roland Hiemann, Daniele Kallinich, Robert Lorenz, Katharina Rahlf, Ibidem Verlag: Stuttgart, 2013, 218-220.

    Geschichte eines Konflikts. Grundlagen zur Geschichte des Nahost-Konflikts und der Friedensinitiativen. Kapitel I Geschichte der Region vor 1948.
    Argumente 1/2008, 6-8.

    Neue Reformdynamik durch neue Strategien? Die Europäische Nachbarschaftspolitik im südlichen Mittelmeerraum.
    Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin Diskussionspapier FG 6, 2006/01.

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