10.12.2019 Call for Papers: 33. Tagung des Forums Friedenspsychologie in Marburg, 12.-13. Juni 2020 - ABGESAGT

Den Sonderregelungen der Philipps-Universität zur Eindämmung des COVID-19 folgend, mussten wir die Konferenz leider absagen. Aufgrund der unvorhersehbaren Situation können wir derzeit keinen Alternativtermin anbieten. Wir werden die Lage im Blick behalten und die Konferenz hoffentlich im nächsten Jahr nachholen.

We have a dream – Positiver Frieden als Weg in eine friedvollere und gerechtere Gesellschaft

For the English version, click here.

Leitvorträge / Keynote Speaker:

  • Dr. Nina Hansen, University of Groningen: Wie sozialpsychologische Erkenntnisse und wirtschaftliche Entwicklung Frieden fördern können. Einblicke am Beispiel Sri Lanka. (öffentlicher Vortrag in deutscher Sprache)
  • Prof. Dr. Colin Wayne Leach, Barnard College, Columbia University: "No Justice, No Peace"? The polarizing psychology of police and protest.

Die Psychologie, insbesondere die Angewandte Psychologie, beschäftigt sich – aus guten Gründen – viel mit der Beseitigung von Missständen, wie der Verminderung von gesundheitlichen Problemen. Auch die psychologische Konfliktforschung hat häufig, wie andere Sozialwissenschaften, in erster Linie die Reduktion von gewalttätigen Konflikten und Diskriminierung vor Augen. Frieden bedeutet aber mehr als die Abwesenheit von Krieg und anderen Formen direkter Gewalt.

Auf der 33. Tagung des Forums Friedenspsychologie wollen wir uns mit dem Konzept des Positiven Friedens befassen und die Frage stellen, wie positiver Frieden aussieht. Wie und was können Psychologinnen und Psychologen zu einem solchen positiven Frieden beitragen? Kommunikation und Kooperation zwischen Konfliktparteien, die Einhaltung von Gerechtigkeitsstandards sowie zivilgesellschaftliches Engagement mit dem Ziel der Überwindung struktureller und kultureller Konfliktursachen zählen vermutlich zu den Dingen, die für die Erreichung eines positiven Friedens von besonders hoher Relevanz sind.

Wenn wir hier zu Beiträgen zu positivem Frieden aufrufen, meinen wir damit psychologische Beiträge, die sich mit interpersonalen Beziehungen, Beziehungen zwischen Gruppen, Organisationen und politischen Parteien sowie zwischen Staaten befassen. Beiträge können – aber müssen nicht – einem der folgenden beispielhaften Themenfelder zugeordnet werden.

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Wie immer sind auf der Tagung des Forums Friedenspsychologie darüber hinaus Beiträge willkommen, die sich außerhalb des Schwerpunktthemas mit Konflikten und Frieden aus psychologischer Perspektive befassen.

Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache vorgestellt werden und sollen sich auf 25 Minuten inkl. Diskussion beschränken. Einzelbeiträge können auch als Poster erfolgen. Willkommen ist darüber hinaus die Organisation von Symposien, die 3-4 thematische Vorträge zusammenbringen.

Einzelbeiträge und Poster sollen Angaben zu Titel, Autor*innen, E-Mail-Adresse sowie eine Zusammenfassung (max. 250 Wörter) enthalten.

Bei Symposien wird um eine Einreichung mit Titel, Organisator*innen mit E-Mail Adresse und einer Zusammenfassung, die das Symposium beschreibt (max. 250 Wörter), sowie, je einzelnem Beitrag, Titel, Autor*innen, E-Mail Adressen und Zusammenfassung (max. 250 Wörter) gebeten.

Deadline: Einreichungen (Poster, mündl. Präsentation oder Symposium) sollten bis zum 15. März 2020 über das Online-Formular erfolgen. Das Formular dient gleichzeitig auch zur Anmeldung zur Tagung. Bitte beachten Sie: Wenn Sie einen Beitrag einreichen wird der Tagungsbeitrag erst fällig, wenn wir Sie über den Verbleib Ihres Beitrags im Programm der Tagung informiert haben.

 

Im Forum Friedenspsychologie (FFP) e.V. kommen Psychologinnen und Psychologen, Studierende und Angehörige verwandter Bereiche zusammen, die psychologische Erkenntnisse zur gewaltfreien Bearbeitung von Konflikten, zur Vermeidung von Krieg und Förderung von Frieden und sozialer Gerechtigkeit erarbeiten und vermitteln wollen. Wir sind als gemeinnützig anerkannt und von politischen Parteien unabhängig und haben zurzeit etwa 100 Mitglieder.

Wir sind friedenspsychologisch aktiv in der Forschung, in Bildung und Erziehung, in verschiedenen Bereichen der beruflichen Praxis und in Form von Beiträgen zur politischen Meinungsbildung in der Öffentlichkeit.

http://www.friedenspsychologie.de/

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