07.11.2019 Projektbewilligung „UMR2027“

Die Philipps-Universität hat im Rahmen von „UMR 2027“, einem Programm zur Förderung der Interaktion in Forschung und Lehre an der Philipps-Universität Marburg, ein transdisziplinäres Projekt über die Geschichte der Philipps-Universität und die Behring-Werke bewilligt.

Federführend beteiligt an dem Projekt sind neben Prof. Dr. Christian Kleinschmidt (FB 06/Wirtschafts- und Sozialgeschichte), Prof. Dr. Sven Opitz (FB 03/Soziologie), Prof. Dr. Malte Hagener (FB 09/Medienwissenschaften) sowie Prof. Dr. Stephan Becker (FB 20/Virologie).  Weitere Projektbeteiligte aus unterschiedlichen Statusgruppen, Qualifikationsstufen (Masterstudierende, Doktoranden, Habilitanden) und Fachbereichen widmen sich aus der Perspektive der beteiligten Fächer der Geschichte und Entwicklung des Verhältnisses zwischen der Philipps-Universität und den Behringwerken über einen Zeitraum von etwa 100 Jahren. Die Zielgruppe dieses transdisziplinären Projektes besteht neben den Wissenschaftlerkolleg/innen der einzelnen Fächer (Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie, Medienwissenschaften, Medizin etc.) und Statusgruppen vor allem in den Studierenden unterschiedlicher Fachbereiche sowie einer breiten Öffentlichkeit.

Im Rahmen des Projektes soll im Sommersemester 2020 ein Workshop durchgeführt werden, auf dem die ersten Ergebnisse der Forschungen vorgestellt und ausgetauscht werden. Untersuchungsgegenstände werden neben der Geschichte des Unternehmens Behringwerke vor und nach dem Zweiten Weltkrieg auch Fragen von Forschung und Entwicklung etwa auf dem Gebiet der Medizin bzw. der Virologie sein, Aspekte der Kooperation zwischen Universität und Unternehmen, Fragen der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, der medialen Darstellung und Kommunikation des Unternehmens, der Entwicklung universitärer Institute sowie die Darstellung wichtiger Persönlichkeiten (Emil v. Behring) etc. Als Materialgrundlage dient u.a. das Archiv der Behringwerke, welches vor etwa zehn Jahren von der UMR übernommen und dessen Bestände inzwischen weitgehend verzeichnet wurden.

Das Projekt beginnt im Frühjahr 2020 mit den Vorbereitungen des Workshops, der dann für den Sommer d.J. vorgesehen ist. Dieser bildet zugleich die Grundlage für eine geplante Vortragsreihe im WS 2020/21 und eine Publikation.

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