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Alphamar 2

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Das Projekt Alphamar 2 befasst sich mit der berufsbezogenen Alphabetisierung von Migranten und Migrantinnen in der Fremdsprache Deutsch. Ziel ist es eine ‚Berufsfähigkeit’ für die Zielgruppe zu erreichen, die i.d.R. nur über schwache Deutsch- und (lateinische) Schriftsprachkenntnisse verfügt.

Dieses Projekt wird vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen: 01 AB 12026). Die Kurse für die Erprobung der Vorgehensweise und der Materialien werden von „Arbeit und Bildung e.V.“ organisiert.

Projektlaufzeit: 01.01.2013 – 30.09.2015.

 

Projektziele

In enger Abstimmung mit den Möglichkeiten und Bedarfen der Zielgruppe sowie der beruflichen Anforderungen werden entsprechende Lehr- und Lernmaterialien entwickelt, die die Kommunikationsfähigkeit der Lerner fördern, sowohl im Alphabetisierungskurs als auch darüber hinaus.

 

Diese umfassen Arbeitshefte als berufsorientierte Handreichungen mit Vokabeln und Übungen sowie eine App und ein vertontes Bildwörterbuch für die folgenden Berufsfelder:

  • Küchenhilfe
  • Reinigungskraft
  • Bauhelfer/in
  • Lagerhelfer- und Produktionshelfer/in
  • Gesundheit, Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz 

Darüber hinaus Übungen zu berufsrelevanten Kommunikationssituationen und einfachen Rechenaufgaben, u.a.:

  • Begrüßungsgespräche, Fragen und Antworten
  • Höflichkeitsformen, Smalltalk
  • Arbeitsanweisungen verstehen
  • Warn-/Gefahrenhinweise erkennen
  • Erste-Hilfe
  • Zahlen, Maße und Gewichte

Zusätzlich werden Strategien zum Wortschatzerwerb in Basisalphabetisierungs-kursen und Reflexionsmöglichkeiten für Kursteilnehmer erarbeitet und erprobt.

Lehrpersonen für diese Zielgruppe sollen in die Lage versetzt werden, geeignete Lehrmaterialien auszuwählen oder zu erstellen.

 

Herausforderungen

Die besonderen Herausforderungen an dieses Vorhaben bestehen vor allem in der kurzen Dauer der Kurse und in der ausgeprägten Heterogenität der Kursteilnehmer:

  • die mündliche Sprachbeherrschung divergiert von „gar keine“, „gering“ bis „fließend falsch“
  • unterschiedliche Kenntnisse des (lateinischen) Schriftsystems (in der Muttersprache nicht alphabetisiert bis hin zur Kenntnis des lateinischen Alphabets)
  • es gibt große Unterschiede bzgl. der schulischen Vorerfahrung und Lerngewohnheiten
  • Berufserfahrungen und Berufswünsche variieren stark
     

Deshalb sind die Materialien so konzipiert, dass sie einer Binnendifferenzierung im Unterricht entgegenkommen.

Ansprechpartner

Philipps-Universität Marburg
Fachbereich 09
(Institut für Germanistische Sprachwissenschaft)
AG Deutsch als Fremdsprache
35032 Marburg

Projektleitung

Prof. Dr. Ruth Albert

Dr. Frauke Teepker (Projekt-Ansprechpartnerin)

Mitarbeiterinnen

Susanne Krauß

Judith Reisewitz

Hilfskräfte

Maren Beneke

Olga Nikoliai

ehemalige Mitarbeiterinnen

Dr. Chiara Cerri

Dr. Inna Gushchina

ehemalige Hilfskräfte

Ina Reschetilowski