Stephanie Gleißner M. A.

Wiss. Mitarbeiterin

Kontaktdaten

+49 6421 28-26638 stephanie.gleissner@staff 1 Deutschhausstraße 3
35032 Marburg
F|04 Institutsgebäude (Raum: B012 bzw. 00/2120)

Organisationseinheit

Philipps-Universität Marburg Germanistik und Kunstwissenschaften (Fb09) Neuere deutsche Literatur Literaturtheorie - 19. Jahrhundert (Literaturtheorie)
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    Stephanie Gleißner hat in Tübingen Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Religionswissenschaft studiert. 2012 erschien im Aufbau-Verlag ihr Roman »Einen solchen Himmel im Kopf«. Von Oktober 2016 bis September 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt 3 »Optische Auftritte – mise en page in Journal- versus Buchliteratur« der DFG-Forschergruppe »Journalliteratur. Formatbedingungen. Visuelles Design. Rezeptionskulturen«. In ihrem Dissertationsprojekt »›Geschichten ohne Politik?‹ – Kurze Prosatexte in Tageszeitungen und (illustrierten) Beilagen der Weimarer Republik«, das mit einem Stipendium der Heinrich Böll Stiftung gefördert wurde, sollen erste Ansätze für eine Poetik der Zeitungsliteratur der 1920er entwickelt werden

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen ForschungForschung

    Forschungsschwerpunkte

    Deutschsprachige Literatur des frühen 20. Jahrhunderts.
    Medien- und Materialphilologie: Literatur in Buch, Zeitung, Zeitschrift (19./20. Jahrhundert)

    Promotionsvorhaben

    »›Geschichten ohne Politik?‹ – Kurze Prosatexte in Tageszeitungen und (illustrierten) Beilagen der Weimarer Republik«

    Während heutige Leser*innen Literatur immer noch größtenteils im analogen oder digitalen, überwiegend monographisch konzipierten Buchformat rezipieren, sind in den 1920er und ‑30er Jahren auch Tageszeitungen und illustrierte Beilagen und Magazine wichtige Publikationsorte für literarische Texte. Nicht nur kurze Prosaformen, auch die einzelnen Lieferungen von Fortsetzungsromanen versuchen sich dicht gedrängt zwischen Nachrichtenmeldungen, Aktienkursen und Werbeillustrationen in den engen Spalten ›Unterm Strich‹ zu behaupten. Hier, also am konkreten Erscheinungsort der Texte, setzt mein Dissertationsprojekt an. Es geht von der Überzeugung aus, dass literarische Texte nicht als Abstrakta existieren, sondern materiell in Erscheinung treten und dass diese Dimension Bedeutung generiert. Die Art wie ein Text seinen Leser*innen optisch und haptisch begegnet, die je spezifischen Eigenschaften des Medienformats, in dem er dargeboten wird – all diese vermeintlich ›nur‹ äußerlichen Faktoren sind bestimmend für seine Lektüre.

    Während die traditionelle Feuilletonforschung die untersuchten Feuilletons meist aus ihrem konkreten Zeitungskontext isoliert, sie bildlich gesprochen aus der Zeitung ausschneidet, und in den Ausschnitten nach zeitungsspezifischen Topoi und Schreibweisen auszumachen versucht, ist für meine Analyse eine Betrachtungsweise leitend, die die literarischen Texte in der Zeitung als Teil einer medienformatspezifischen Konstellation heterogener Texte und Bilder wahrnimmt. Auf der Grundlage einer breiten Materialbasis aus bereits bekannten, in überregionalen Tageszeitungen publizierten kurzen Prosatexten von Robert Musil, Bertolt Brecht, Marieluise Fleißer, Melchior Vischer, Joseph Roth und Robert Walser und noch zu entdeckenden Texten weniger bekannter Autor*innen möchte ich die »Tauschgeschäfte« und »Verhandlungen« (Stephen Greenblatt) zwischen dem literarischen Text und seinen ihn umgebenden Paratexten sichtbar machen. Diese eine Vielzahl unterschiedlicher Text- und Bildverhältnisse behandelnden Modellstudien bilden die Basis, auf der erste Ansätze einer Poetik der Zeitungsliteratur der 1920er und -30er Jahre entwickelt werden sollen.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen PublikationenPublikationen

    Aufsätze

    Prekäres Erzählen in Anke Stellings Schäfchen im Trockenen. In: The Politics of Contemporary German Culture. ed. by Katya Krylova, Frauke Matthes and Dora Osborne. Rochester, New York: Camden House 2020 (= Edinburgh German Yearbook 14). [in Vorbereitung]

    Stephanie Gleißner, Mirela Husić, Nicola Kaminski und Volker Mergenthaler: Optische Auftritte. Marktszenen in der medialen Konkurrenz von Journal-, Almanachs- und Bücherliteratur. Hannover: Wehrhahn 2019 (= Journalliteratur 2).

    Ein Buch »voll kräftiger Zusammenhänglichkeit« in der Beilage Für die Frau? – Robert Walsers »Die Dame am Fenster« in der Frankfurter Zeitung. In: Beschriebenes und Gezeigtes. Literarische Text/Bild-Konstellationen im Zeitalter neuer Medientechniken und globaler Wissensextension (1830-1930) Hrsg. von Thomas Althaus, Florian Pehlke u. Christina Wehnert. Bielefeld: Aisthesis 2017 (= Philologie und Kulturgeschichte).[in Vorbereitung]

    Hirten- und Kammerspiele – Marieluise Fleißers »Die Nachgiebige« in der Vossischen Zeitung. In: Zeitschriftenliteratur/Fortsetzungsliteratur. Hrsg. von Nicola Kaminski, Nora Ramtke u. Carsten Zelle. Hannover: Wehrhahn 2014 (= Bochumer Quellen und Forschungen zum 18. Jahrhundert 6). S. 205-225.

    Einen solchen Himmel im Kopf. Roman. Berlin: Aufbau 2012.

    Vorträge

    04/2019 »Ein ›beherzt erzähltes Befindlichkeitsprotokoll‹? - Anke Stellings Roman Schäfchen im Trockenen im Kontext der aktuellen Debatte um autobiografische Literatur«, Conference »The Politics of Contemporary German Culture« an der University of St Andrews

    03/2018 »Coming to the Core: The Practices of Conducting and Preserving Value and Meaning from Fruit Baskets and Journals«, 49th ASECS [= American Society for Eighteenth-Century Studies]-Jahrestagung in Orlando/Florida

    02/2016 »Robert Walsers Die Dame am Fenster in der Frankfurter Zeitung.«, Workshop ›Bildprosa‹ an der Universität Bremen, Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften

    07/2015 »Das ›Studium des Hundes‹: Aneignungs- und Vereinnahmungsstrategien in Bertolt Brechts Brief über eine Dogge gelesen im Berliner Börsen-Courier vom 13. August 1925«, Brecht-Workshop der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Chinesischen Botschaft im Bertolt-Brecht-Archiv

    05/2012 »Hirten- und Kammerspiele – Marieluise Fleißers Die Nachgiebige in der Vossischen Zeitung«; Workshop »Zeitschriftenliteratur/Fortsetzungsliteratur« an der Ruhr-Universität Bochum

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen LehrveranstaltungenLehrveranstaltungen

    Wintersemester 2020/21

    Verdächtige Idylle(n) (Seminar, Di 8:30-10)

    Sommersemester 2020

    Einführung in literaturwissenschaftliche Textanalysen und Arbeitstechniken (Seminar)

    Wintersemester 2019/20

    Sprachgirlanden. Robert Walsers rätselhafter Prosakosmos (Seminar)

    Sommersemester 2019

    Narrative des (sozialen) Aufstiegs (Seminar)

    Wintersemester 2017/18

    Schreiben und Lesen in der Weimarer Republik (Seminar)

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen SprechstundenSprechstunden

    Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit: 

    24.7., 10-11 Uhr

    10.8., 10-11 Uhr

    9.9., 10-11 Uhr

    14.10., 10-11 Uhr

    Die Sprechstunde findet via BigBlueButton oder telefonisch statt, Termine bitte über ILIAS buchen

     

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