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Zertifikatskurs „Sachkunde für Medizinphysiker" 

Rationale:

Bisher bestehen flächendeckend keine ausreichenden Möglichkeiten die Sachkunde für Medizinphysikexperten im Bereich der Röntgendiagnostik (incl. Computertomographie und Angiographie/Intervention) in geeigneten Ausbildungsstätten zu erwerben. Hier bietet der weiterbildende Zertifikatskurs „Sachkunde für Medizinphysiker" die Möglichkeit, die notwendigen Inhalte zum Sachkundeerwerb berufsbegleitend zu erlernen. 

Zielgruppe:

Der weiterbildende Zertifikatskurs „Sachkunde für Medizinphysiker" richtet sich an Medizinphysiker, die den Weg zum Medizinphysikexperten (MPE) in der Röntgendiagnostik einschlagen wollen. 

Ablauf des Kurses:

Es findet über ein Jahr hinweg jeweils einmal im Monat eine Veranstaltung mit einer Dauer von 1,5 Tagen statt. In dieser Zeit werden zumeist praktische Übungen und Messungen an klinischen Röntgensystemen durchgeführt. Beginn des ersten Kurses ist der Oktober 2020. 

Die Veranstaltung ist in vier Module gegliedert, die auch einzeln absolviert werden können. Die vier Module „Grundlegende Tätigkeiten", Projektionsaufnahmen und Sondereinrichtungen", Computertomographie" und „Interventionelle Radiographie und Durchleuchtungen" erstrecken sich jeweils über drei Termin und Hausaufgaben und sind in der Tabelle jeweils farblich gekennzeichnet. 

Die folgende Übersicht zeigt die zwölf Termine mit jeweils 16 x 45 min = 12 h Weiterbildungszeit:

  1. Praktische Aspekte des Strahlenschutzrechts
  2. Dosimetrie, Dosisabschätzung
  3. Nutzung von IT-Systemen in der Röntgendiagnostik
  4. Konventionelle Röntgentechnik
  5. Bildverarbeitung
  6. Mammographie
  7. Untersuchungstechniken in der Computertomographie
  8. Dosimetrie in der Computertomographie
  9. Optimierung von Dosis und Bildqualität in der Computertomographie
  10. Untersuchungstechniken bei Interventionen und Durchleuchtung
  11. Dosimetrie und Optimierung bei Interventionen und Durchleuchtung
  12. Strahlenschutz des Personals bei Interventionen und Durchleuchtung
     

Zusätzlich zu den Präsenzterminen müssen 12 Hausaufgaben erstellt werden, in denen die praktischen Kenntnisse vertieft werden. Die Abgabe der Aufgaben (mind. 10 von 12) ist Voraussetzung zur Teilnahme an der Abschlussprüfung. Bei erfolgreicher Abschlussprüfung wird die erfolgreiche Teilnahme bescheinigt. 

Die Kursinhalte sind den Anforderungen an die Sachkunderichtlinie angepasst und mit der zuständigen hessischen Landesbehörde abgesprochen. Die Anerkennung als Mentorenprogramm für den Sachkundeerwerb im Zusammenhang mit der eigenen klinischen Tätigkeit sollte im Vorfeld mit der jeweiligen Landesbehörde abgesprochen werden.