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Arbeitsgruppe Mikhail Matrosovich


Institut für Virologie
Hans-Meerwein-Str. 2
35043 MARBURG/Germany
Phone: +49 (6421)- 286-5166
Fax: +49 (6421)- 286-5482

Mitarbeiter:

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

  • Dr. Tatyana Matrosovich

Promovierende:

  • Johanna West

Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe Matrosovich:

Einfluss des Hämagglutinins (HA) und der Neuraminidase (NA) auf das Wirtsspektrum, den Gewebstropismus und die Pathogenität von Influenza A-Viren (IAV)

Zurzeit bestehen zwei Projekte im Rahmen des durch die DFG geförderten Sonderforschungsbereiches SFB 1021

1. Identifikation und phänotypische Charakterisierung adaptiver Veränderungen im HA während der Transmission aviärer IAV auf Schweine und Menschen.

Sowohl die eurasischen aviär-ähnlichen H1N1 Schweine-IAV, die 1979 eine Tierseuche in Schweinen verursachten, als auch die humanen H3N2 IAV, welche für die Pandemie im Jahr 1968 verantwortlich waren, entstanden aus einem aviären Vorläufervirus. Das HA dieser an Säugetiere angepassten Viren unterscheidet sich durch verschiedene Aminosäuresubstitutionen von den aviären HAs. Mit Hilfe von rekombinanten IAV, welche Einzelsubstitutionen oder verschiedene Kombinationen dieser Substitutionen im HA tragen, wird der Effekt auf die virale Rezeptorbindungsspezifität, die Fusionsaktivität sowie die Replikationseffizienz in humanen und porzinen Zellen und in verschiedenen Tiermodellen untersucht.

2. Effekt der Rezeptorspezifität und der Membranfusionsaktivität des HA auf die Interaktion von IAV mit Zellen des angeborenen Immunsystems.

Die Eigenschaften des HAs bestimmen den Tropismus der IAV durch die Bindung an epitheliale Zielzellen in Vögeln und Säugetieren. Die Interaktion von IAV mit nicht-epithelialen Zellen in der Lunge oder mit Zellen, die aufgrund einer Infektion rekrutiert werden, ist bisher wenig untersucht. Mit Hilfe von rekombinanten IAV mit bekannten Rezeptorbindungs- und Membranfusionseigenschaften wird der Effekt des HAs und der NA auf die Infektion von Endothelzellen, Alveolarmakrophagen, Monozyten, Mastzellen, B- und T‑Lymphozyten und dendritischen Zellen, sowie die daraus resultierende Immunantwort untersucht. Dieses Projekt findet in Kollaboration mit der Arbeitsgruppe von Stefan Bauer des Instituts für Immunologie statt.