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AG Nockher

Forschungsschwerpunkte:

1. Quantitative Untersuchungen der Eicosanoidsynthese mittels chromatographisch-massenspektrometrischer Verfahren (Wolf/Nockher)

Eicosanoide entstehen durch Oxygenierung von mehrfach ungesättigten Ω3- bzw- Ω6-Fettsäuren in verschiedenen ezymatischen Stoffwechselwegen (Cycloxygenasen, Lipoxygenasen, Cytochrom P450). Die entstehenden Oxylipide entfalten diverse biologische und immunmodulatorische Aktivitäten und können sowohl pro- wie auch anti-inflammatorisch wirken. Aufgrund dieser Komplexität von Lipidmediatorsynthese und deren Funktion ist die Bedeutung von Lipidsignalen in der Pathogenese chronisch entzündlicher Erkrankungen noch nicht verstanden. In der AG werden daher physikochemische Verfahren mittels Flüssigchromatographie-Tandem-Massenspektrometrie entwickelt, die eine simultane Identifizierung und Quantifizierung eines breiten Spektrums von Lipidmediatoren aus verschiedenen Biomaterialien ermöglicht. Weiterhin kann mittels Gaschromatographie-Tandem-Massenspektrometrie das Muster an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA) bestimmt werden, die als Ausgangssubstrate für die zelluläre Eicosanoidsynthese dienen.
Diese Verfahren werden aktuell in klinischen Kohortenstudien sowie in Zellkulturexperimenten angewendet.

Ausgewählte Publikationen:

2. Uromdodulin (Tam-Horsfall-Protein) als neuer Biomarker bei Nierenerkrankungen (Nockher)

Uromodulin (Umod), ist ein nierenspezifisches Protein, das in Zellen des dicken aufsteigenden Schenkels der Henle’schen Schleife synthetisiert und größtenteils in das Lumen des Nierentubulus freigesetzt wird. Wir konnten zeigen, dass ein weiterer intrazellulärer Transportweg existiert, der für den Transport von Umod als nierenspezifisches Glycoprotein aus der basolateralen Zellmembran in die Blutzirkulation verantwortlich ist. Somit wäre die Bestimmung der Umod-Konzentration im Blut ein neuer spezifischer Biomarker für die strukturelle Integrität der Niere. Erste Studien belegen, dass die Serumkonzentrationen von Umod bei Niereninsuffizienz progredient abnehmen und im Gegensatz zu Filtrationsmarkern bereits im Frühstadium signifikant erniedrigt sind.
Aktuell wird in Zusammenarbeit mit der Klinik für pädiatrische Nephrologie die Bedeutung von Umod als prädikativer Marker bei tubulointerstiellen Erkrankungen im Kindesalter (z.B. Bartter-Syndrom) untersucht.

Ausgewählte Publikationen:

3. Core Facility Metabolomics/Massenspektrometrie des Fachbereichs Medizin

Der AG assoziiert ist die Core Facility Metabolomics/Massenspektrometrie des Fachbereichs Humanmedizin.

Die Core Facility hat eine eigene Homepage (Bitte hier klicken!).

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