01.10.2019 Ringvorlesung „Erziehungswissenschaft & Waldorfpädagogik“

Die weltweite Waldorfschulbewegung feiert in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen. Die erste Waldorfschule wurde kurz nach dem ersten Weltkrieg in Stuttgart zu Beginn des Schuljahres 1919/20 gegründet. Seither hat sich diese Schulform weltweit verbreitet und ist heute auf allen Kontinenten und in allen Kulturen mit ca. 1200 Schulen und ca. 2000 Kindergärten in ca. 80 Ländern vertreten. Die Expansion der Schulgründungen begann bereits in den 1920er Jahren. Die empirische Erforschung des gelebten Schulalltags in den Waldorfschulen fing zwar zeitgleich an, beschränkte sich aber über viele Jahrzehnte auf einzelne wenige Untersuchungen. Erst mit der Jahrtausendwende setzte sie dann intensiver ein. Das Anliegen der Ringvorlesung ist, ein Forum für einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu bieten. Sie wird von Dr. Dirk Rohde, FWS Marburg, in Kooperation mit Prof. Dr. Uwe Hericks, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Institut für Schulpädagogik, organisiert. Eine Reihe namhafter Erziehungswissenschaftler/innen hat zugesagt, Ergebnisse ihrer Studien vorzutragen. Die Empirie wird ergänzt durch Vorträge zu benachbarten allgemeineren pädagogischen Fragestellungen. Einige Vortragende kommen aus der Waldorfschulbewegung und nehmen ihren Ausgang von einer Innenperspektive. Andere Vortragende kommen aus der erziehungswissenschaftlichen Forschung und nähern sich der Waldorfpädagogik mit einer Außenperspektive. Angestrebt wird ein multiperspektivischer Zugang, der reichhaltige Einblicke in die Vielfalt der heutigen Waldorfschulwelt ermöglichen soll.

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