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Fortbildungen für KulturSchulen (FOKS) – Fortsetzung der Forschungskooperation mit dem Hessischen Kultusministerium

Prof. Dr. Heike Ackermann, OStR Christian Kammler, Michael Retzar

Im Oktober 2016 wurde ein Forschungskooperationsvertrag zwischen der Universität und dem Hessischen Kultusministerium unterzeichnet mit dem Ziel, eine Struktur- und Wirkungsanalyse der Fortbildungen im Landesprogramm KulturSchule Hessen vorzunehmen. 

Das Forschungsprojekt untersucht das Gefüge der verschiedenen Fortbildungsmaßnahmen und deren Beitrag für die pädagogische Aufgabenerfüllung der KulturSchulen in Hessen. Mittlerweile sind 20 Schulen in das Programm aufgenommen worden, die bei der Entwicklung ihres künstlerisch-kulturellen Schulprofils begleitet werden. Die einander ergänzenden Qualifizierungsangebote stehen im Fokus des Forschungsprojekts „Fortbildungen für KulturSchulen in Hessen (FOKS)“.

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Foto: Alexander Thattamannil-Klug

Eine Besonderheit dieser Fortbildungen für KulturSchul-Lehrerinnen und -Lehrer besteht darin, dass die unterschiedlichen Qualifizierungsbausteine nicht als rein fachlich-kognitive, sondern vorrangig als performativ-ästhetisch e Fortbildungen konzipiert sind: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltungen durchlaufen selbst künstlerische Prozesse, die es ihnen ermöglichen sollen, auf der Grundlage reflektierter Erfahrungen einerseits ästhetische Erfahrungen ihrer Schülerinnen und Schüler anzubahnen und andererseits die Weiterentwicklung des kulturellen Profils ihrer Schulen vorantreiben zu können. 

Im Zentrum der Forschung steht die Frage, welchen Beitrag die verschiedenen Fortbildungsformate des KulturSchul-Programms für die Etablierung einer ästhetischen Praxis an den Schulen leisten. Die Arbeitsgruppe – bestehend aus Prof. Dr. Heike Ackermann, OStR Christian Kammler und Michael Retzar – verfolgt einen methodenkombinierenden Ansatz, zu dem neben Dokumentenanalysen auch Experteninterviews mit Steuerungsakteuren des Programms, teilnehmende Beobachtungen an den verschiedenen Fortbildungen, Interviews mit Fortbildnern und Teilnehmenden sowie Fragebogenerhebungen zählen. Ein Produkt der Forschung wird auch ein Fragebogen sein, mit dessen Hilfe die Reflexion der Fortbildungserfahrungen und der Transfer in die Schulpraxis unterstützt werden.

Die Projektlaufzeit erstreckt sich über 27 Monate: von Oktober 2016 bis Dezember 2018.

Das FOKS-Projekt stellt das dritte große Forschungsvorhaben im Bereich der Kulturellen Bildung im Schulbereich seit 2013 dar, das durch eine Forschungskooperation zwischen der Philipps-Universität Marburg und dem Hessischen Kultusministerium realisiert wird: 2015 wurde eine Gesamtevaluation des KulturSchul-Programms vorgelegt (Ackermann et al. 2015); eine zweite Publikation über die Förderschulen im KulturSchul-Programm steht kurz bevor.

Im Bild: Treffen der Kooperationspartner am 16.12.2016 in Marburg. Im Bild (v.l.n.r.): Marcus Kauer (Referent für Kulturelle Bildung im Hessischen Kultusministerium), Prof. Dr. Heike Ackermann (Projektleiterin), Michael Retzar (Projektmitarbeiter), Thomas Langenfeld (Koordinator des KulturSchul-Programms). Nicht im Bild: OStR Christian Kammler.

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