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Konzept

Übersicht Konzept und Ziele der Lern- und Forschungswerkstatt
Foto: Christian Kammler

Das Konzept unserer Lern- und Forschungswerkstatt im Pilgrimstein besteht in der empirischen Untersuchung, Analyse und Reflexion von Lern-, Bildungs- und Professionalisierungsprozessen in ihren jeweiligen originären Kontexten. In der universitären Lehre experimentieren wir mit verschiedenen Designs und hochschuldidaktischen, auch medial unterstützten Settings und reflektieren diese in einem größeren Kreis von Dozenten.
Funktional, d.h. mit dem entsprechenden Equipment eingerichtet, bietet die Lern- und Forschungswerkstatt geeignete räumliche wie auch technische Möglichkeiten, um unterschiedliche Lehr-Lernsituationen wie Ganz-Klassen-Unterricht oder gruppenunterrichtliche, kooperative oder individualisierte Lehr- Lern-Formen zu videographieren und auszuwerten oder extern aufgenommenes Bildmaterial (z.B. in Schulen) im Seminar einzusetzen oder für Forschergruppen zu nutzen.

In dieser Verbindung von Forschung mit teilnehmeraktivierenden Lehrformaten und Experimentallabor unterscheidet sich unsere Werkstatt von anderen Lernwerkstätten, die ein Materialangebot zur Unterrichtsvorbereitung für Lehrpersonen vorhalten oder einen Lernort für Fortbildungsmaßnahmen im Sinne eines erfahrungsbezogenen 'learning by doing' bieten. Die Rahmenkonzeption dieser Lern- und Forschungswerkstatt haben Heike Ackermann, Uwe Hericks, Christian Kammler und Susanne Lin-Klitzing entwickelt. Damit verbinden wir das Anliegen, mit diesem Konzept in erster Linie einen Beitrag zur Professionalisierung der Studierenden – im Sinne einer evaluierbaren Qualifizierung und Kompetenzentwicklung – zu leisten.

Dies geschieht zum einen durch besondere Seminarformate den Studierenden selbst erweiterbare Handlungs- und Erfahrungsräume zu bieten und zum anderen im Rahmen von Forschungsseminaren die aktive Teilnahme an aktuellen Projekten der Professions-, Unterrichts- und Organisationsforschung zu ermöglichen, die auf innovative Entwicklungsprojekte in Schulen bezogen sind. Hierzu kooperieren wir mit Schulen, aber seit 2009 auch mit kulturellen Einrichtungen und Stiftungen, die mit uns Entwicklungsprojekte durchführen oder die durch uns Innovationen begleiten und evaluieren lassen. In Form dieser Kooperationen gestalten wir regionale wie auch überregionale Bildungsverbünde mit, die für alle Beteiligten neue Erkenntnisse bieten sowie einen Professionalisierungsschub für die involvierten Lehrer_Innen der Schulen beinhalten, aber auch für unsere eigene Lehre in der Universität einen wichtigen Impuls darstellen.

Beispielhaft hierfür ist das Projekt zu theatralen Lehr- und Lernprozessen im Kontext der ersten Phase der Lehrer_Innenausbildung mit Verbindung zur dritten Phase: Kernpunkt dieses Projektes ist die Erarbeitung kreativer didaktischer Zugänge in allen Unterrichtsfächern durch die Studierenden. Die notwendigen Proben- und Aufführungsarbeiten der Studierenden mit den Schüler_Innen im Kontext des Forschungsfeldes fördern Verantwortungsbewusstsein und Beobachtungsfähigkeit der künftigen Lehrpersonen sowie ihre Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit mit den unterrichtserfahrenen Partner-Lehrpersonen in den Schulen, die ihrerseits durch diese performative Seminarform neue Impulse erhalt