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Das Marburger Forschungsinformationssystem

Die Einführung des Forschungsinformationssystems (FIS) an der Philipps-Universität Marburg

Das Marburger System baut auf den Vorarbeiten der Justus-Liebig-Universität Gießen (Pilot-Standort im HeFIS Verbund)auf. Das Hochschulrechenzentrum der Philipps-Universität Marburg betreut die technische Infrastruktur des Systems und unterstützt das FIS-Projekt sowohl bei der Installation als auch beim Betrieb. Die Projektleitung hat der Vizepräsident für Informations- und Qualitätsmanagement, Prof. Dr. Joachim Schachtner, inne. Die Projektkoordination ist im Dezernat I - Strukturentwicklung und Forschung angesiedelt und das FIS-Lenkungsteam mit Vertreterinnen und Vertretern aus allen wichtigen Bereichen (Fachbereiche, Hochschulrechenzentrum, Universitätsbibliothek, Datenschutz, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung) der Universität tritt regelmäßig zusammen und gibt Empfehlungen an das Präsidium.

Die Universität Marburg nutzt das FIS-Produkt „Converis“ des Softwareanbieters Clarivate Analytics. Converis wurde in einem abgestimmten Verfahren für die hessischen Hochschulen im HeFIS-Verbund gemeinsam beschafft. Es handelt sich um ein webbasiertes Tool.

  

Welche Informationen beinhaltet das Marburger FIS?

Forschungsinformationen sind Metadaten, die im Forschungsmanagement einer Hochschule benötigt werden, um Verwaltungsprozesse abzuwickeln und Berichterstattung über Forschungsleistungen gemäß Hessischem Hochschulgesetz und Hochschulstatistikgesetz leisten zu können.

An einer Hochschule werden Forschungsinformationen in folgenden Bereichen generiert und verarbeitet:

  • Personen
  • Organisationen
  • Forschungsprojekte
  • Publikationen
  • Patente
  • Promotionen und Habilitationen
  • Preise und Auszeichnungen
  • Forschungsschwerpunkte und Kooperationen
  • Weiteren wissenschaftlichen Aktivitäten

An der Philipps-Universität sollen im FIS zunächst Informationen über Publikationen, Preise und Auszeichnungen, weitere wissenschaftliche Aktivitäten und - in einem nächsten Schritt - Forschungsprojekte erfasst werden mit einer optionalen Ausweitung auf weitere Bereiche im Laufe des Projekts.

Derzeit gibt es auf europäischer Ebene mit "CERIF" und auf Bundesebene mit dem "Kerndatensatz Forschung" parallel laufende Entwicklungen zur Standardisierung von Forschungsberichterstattung und der hierfür nötigen Vorhaltung forschungsbezogener Daten. Die Philipps-Universität setzt in Projektphase HeFIS 2 gemeinsam mit den Partnerhochschulen im Verbund den Kerndatensatz Forschung im FIS um. Sie beteiligt sich an dem bundesweiten Diskurs zur Weiterentwicklung des Kerndatensatz Forschung.

   

Projektverlauf

Am 23. Juli 2015 fand die interne Kick-Off-Veranstaltung zur Einführung des Systems an der Philipps-Universität statt. Anschließend wurde von folgenden Piloten eine erste Evaluierung des Systems durchgeführt:

Das internationale Graduiertenkolleg „The Brain in Action“, mit dem Ansprechpartner Prof. Dr. Frank Bremmer
Das Forschungsnetzwerk „Re-Konfigurationen“, mit dem Ansprechpartner Prof. Dr. Rachid Ouaissa Die Universitätsbibliothek, mit dem Ansprechpartner Dr. Timo Glaser
Im Anschluss wurden auf Basis der Evaluationsergebnisse Spezifikationen erstellt, anhand derer Converis an die Bedürfnisse der Philipps-Universitätmehrfach angepasst und evaluiert wurde.

Seit Januar 2018 hat der Fachbereich 19 (Geographie) als erster Pilotfachbereich alleinigen Zugang zum System und evaluiert dieses aus Sicht eines gesamten Fachbereichs. Unterstützt wird er dabei durch die Universitätsbibliothek, welche den Validierungsprozess bei der Eingabe von Publikationsdaten begleitet und optimiert. Als nächster Prozess soll die Anzeige von Drittmitteln in Converis umgesetzt und getestet werden.